| CALADMOR/ ENDORAS | 23.05.2010/ Werk21/ CH-Zürich, Dynamo, |
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Ich hatte keine rechte Ahnung, was mich erwartet, als ich am Pfingstsonntag ins Werk21 ging, da ich beide Bands nicht, respektive nur dem Namen nach, kannte. Als ENDORAS dann loslegten, war ich ziemlich überrascht. Die Aargauer rissen das Publikum vom ersten Song an voll mit. Ihr melodischer Power Metal ist keineswegs dem typischen Genre zuzuordnen, sondern immer wieder mal gepaart mit epischen Momenten, heroischen Passagen, und gegen Ende des Auftritts auch mit Gute-Laune-Party-Songs. Sänger Mischa ist eine richtige Frontsau, der mit ganzem Körper- und Stimmeinsatz bei der Sache ist. Seine Stimme erinnerte mich gelegentlich sogar an Bruce Dickinson! Die ganze Band hatte einen riesen Spass während des Gigs, was sich auf das Publikum übertrug, und umgekehrt. Als sich die Jungs am Schluss lustige bunte Hüte aufsetzten und powermässig dem Sound nochmal eins draufsetzten, hatte die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht. So war es kein Wunder, dass das ganze Werk21 lauthals nach einer Zugabe schrie, und diese auch bekam. ![]() Nach einem kurzen Umbau und somit einer frische-Luft-schnappen-Phase ging es bald weiter mit CALADMOR. Als ich vor dem Konzert gelesen hatte, dass mich „Female Fronted Gothic Metal“ erwartet, schwante mir Übles! Wieder eine dieser vielen Bands, die auf der – zwar langsam schwindenden, aber immer noch vorhandenen – Welle der finnischen nächtlichen Wünsche oder der niederländischen Verlockungslosen mitschwimmen möchten??? Aber CALADMOR bescherten mir ebenfalls einen Überraschungsmoment. Auch wenn die vier Jungs um Sängerin Barbara im Prinzip Szene-typischen Gothic Metal mit Folk und symphonischen Elementen spielen, schaffen sie es dennoch, ihren eigenen Stil reinzubringen. Die Lieder sind abwechselnd mal mehr episch, mal Folk-Pagan-betonend, und zwischendurch ging es immer wieder richtig heftig ab – der Metal geht hier nicht unter. Als CALADMOR ein Sauflied ankündigten, entstand der einzige Moment, in dem ich aufs WC flüchten wollte, denn auf Humpta-Gegröle im Stile von Korpiklaani & Co kann ich gerne verzichten. Aber noch bevor ich mich aus dem Staub machen konnte, schwenkte der Sound in heftigere Gefilde und das Humptata war vorbei. Danke!
Bericht by Kassandra |
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