Warlock

WARLOCK
„Triump & Agony “ (1987)

 

Die 80er, das war das glorreiche Jahrzehnt des Rock und Metals. Da nur ein Album einer Band raus zu picken als Meilenstein, ist schon fast etwas viel verlangt. Aber man (ich) tut was man kann. Das kleine Fräuleinwunder und Frau manches wilden Traumes, Doro Pesch,  war schon vor dem Jahr 1987 ziemlich erfolgreich unterwegs mit ihrer Band Warlock. Aber mit „Triumph And Agony“ gelang der ultimative Schlag. Die Band, bestehend aus Doro Pesch (Vocals), Tommy Bolan(Gitarre), Niko Aravantis(Gitarre), Tommy Henriksen(Bass) und Michael Eurich (Drum), spielte unter der Regie von Produzent und Songwriting-Partner Joey Balin ein Album voller Klassiker-Songs ein. Schon der erste Track läuft heute noch in jeder gut sortierten Metal-Disse und jeder anwesende Metalhead singt lauthals „All We Are, All We Are, We Are We Are All, All We Need“ mit. Aber auch die anderen Stücke müssen sich nicht dahinter verstecken. Sie haben, bis auf Stück Nummer 10 vielleicht, nicht mehr den absoluten Kultcharakter, aber sind allesamt Perlen. Mit „Three Minutes Warning“ ist an zweiter Stelle ein flotter Headbanger am Start. Mit viel Kraft knallt der Song ins Gehör. „Das folgende “I Rule The Ruins“ hat einen Wahnsinns Ohrwurm-Chorus. Mit „Kiss Of Death“ und „Make Time For Love“ wird die Gänsehaut aktiviert. Da zeigt Doro, das ihre Stimme alle Eventualitäten abdeckt. Mal zart und gefühlsbetont, dann wieder amtlich rockend und schreiend. Mit „East Meets West“, „Touch Of Evil“, „Metal Tango“ und „Cold, Cold World“ sind dann mal mehr Mal weniger die Nackenmuskeln gefragt.  Mit Kraft und Energie rockte sich die Band die Seele aus dem Leib. „Last But Not Least“ ist die ultimative Gänsehaut-Ballade. Doros erster Track mit deutschen Lyrics: „Für Immer“ ist an der Reihe und bildet zudem gleich das Ende des Albums. Dieses Stück ist nicht mehr aus dem Live-Repertoire der Düsseldorferin und ihrer Band wegzudenken. Ein absoluter Hammersong. Das besingt die Queen Of Metal den Zusammenhalt zwischen zwei Menschen oder aber auch zwischen ihr und den Fans. „Deep Inside My Heart – Für Immer“ die Zeile sagt schon alles. Was die Produktion betrifft, wurde auch aus den Vollen geschöpft. Kraftvoll, energiegeladen und bombastisch, denke ich, bringt es auf den Punkt. Eins wäre da noch zu erwähnen, nur so nebenbei, das Cover der Picture Disc bekam einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde als grösstes Plattencover der Welt. Wenn man es zum aufstellen ausklappt, hat es eine Grösse von 85 x 60 cm. Um die Zeit herum hatten Doro, sprich Warlock, zusammen mit Helloween und Accept das Zepter des German Heavy Metals fest in der Hand. Schade, dass die Band danach zerbrach. Aber Doro hat sich ja bekanntermassen nie unterkriegen lassen und rockt auch heute noch amtlich durch die Hallen. (André)

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