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TYPE O NEGATIVE
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Zu Ehren des am 14. April verstorbenen Peter Steele möchte ich hier zwei Werken von TYPE O NEGATIVE meine tiefste Huldigung aussprechen: „Slow, Deep And Hard“ & „Bloody Kisses“. Für mich persönlich spielen speziell diese beiden Alben bis heute eine besondere Rolle. Die Alben und die Herren hinter der Band standen mir in den dunkleren Abschnitten meines Lebens stets beiseite. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass sie mir das Leben gerettet haben. Pete und Co. teilten mit mir Liebeskummer, abgrundtiefsten Hass, dunkle Phantasien und skurrile Romantik. Auf dem ersten Track von „Slow, Deep and Hard“ beispielsweise bestärkt mich die Truppe mit der Textpassage „I Know You're Fucking Someone Else“, als ich zum ersten Mal von meiner damaligen Freundin betrogen wurde. Und hätte Mr. Steele auf dem Song „Xero Tolerance“ nicht aus tiefster Überzeugung „I'll Kill You Tonight“ gesungen, wäre ich vermutlich selbst des Nachts mit ner Kettensäge losgezogen und hätte die Fremdgeherin in bester „Chainsaw Massacre“-Manier in ihre Einzelteile zersäbelt. Dank TON spielten sich solche Szenarien zum Glück nur in meinem Kopf ab.
„Slow, Deep And Hard“ war noch stark mit den Hardcore-Einflüssen Peter’s Vorgängerband Carnivore beeinflusst, wobei sich bereits dort schon der typische TON-Stil abzuzeichnen begann. Massgebend dabei war der sehr tiefe Gesang Steele’s und Josh Silver’s Beerdigungsorgel. Dieses Rezept fand auf „Bloody Kisses“ seine volle Entfaltung. Der Hardcore wurde fast gänzlich verbannt (mit Ausnahme von „Kill All The White People“) und machte Platz für die doomigen Klänge. Durch den bis zur Grenze tiefer gestimmten Bass und Silver’s epischen Keyboards plus einer Mammutspielzeit von über 73 Minuten ist das Album ein ganz schwerer Brocken und wiegt schon mehrere Tonnen. Mit „Bloody Kisses“ gelang den Amis schliesslich der kommerzielle Durchbruch und war zugleich Wegbereiter und Inspirationsquelle so manch aufstrebender Bands des Gothic/Doom-Genres.
Leider verstarb Peter Steele mit nur 48 Jahren infolge eines Herzinfarkts. Der charismatische Frontmann hatte immer wieder mit starken Depressionen zu kämpfen. Dabei griff er stets zu Drogen. Seine Drogensucht hatte er kurz vor seinem Tod einigermassen in den Griff bekommen. Mit ihm verliert die Musikwelt einen grossen Musiker und Poeten. Danke für alles Pete und Ruhe nun endlich in Frieden. (Pink)

