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OPEN GRAVES (2009)
Regie: Álvaro de Armiñán
Drehbuch: Bruce A. Taylor, Roderick Taylor
Eliza Dushku: Erica
Mike Vogel: Jason
Die Story ist schnell erzählt, denn Tiefgang ist in diesem Film nicht wirklich zu finden. Eine Gruppe junger Leute gerät an ein Brettspiel, welches vor ein paar Hundert Jahren aus den Knochen einer Hexe erstellt wurde. Natürlich handelt es sich um ein "magisches" Brettspiel, sonst gäbe es in diesem Film keine Toten :-) Bei diesem Spiel kann jeder verlieren - und jeder gewinnen. Wer gewinnt, dem wird ein Herzenswunsch erfüllt, doch für den/die Verlierer wartet der Tod. Natürlich spielen diese jungen Menschen dieses Spiel ohne das Wissen um die Folgen, bis die ersten, die beim Spiel ausgeschieden sind, ein grässlicher Tod erwartet. Jason und Erica, die noch nicht ausgeschieden sind, versuchen die anderen, die leider nicht soviel Glück hatten und noch am Leben sind, zu schützen. Hinzu kommt noch ein Polizist, der den magischen Inhalt des Spiels kennt und mit aller Macht versucht in Besitz des Brettspiels zu gelangen, da er vor Jahren seine Frau und sein Kind verloren hat und mithilfe des Brettspiels diese wieder ins Leben zurückholen möchte. Wie gesagt, die Story ist kurz und einfach gehalten, doch das ist bei vielen anderen Horror- und Gruselfilmen nicht anders. Die paar wenigen Spezialeffekte sind für einen Low-Budget-Streifen gut gemacht und die Schauspieler, allen voran Eliza Dushku (Wrong Turn 1) und Mike Vogel, geben sich Mühe, ihrer Figur eine gewisse Tiefe zu verleihen. Einzig der Polizist, der wie eine billige Kopie von Bruce Campell daher kommt, wirkt etwas störend und man hätte wohl gut daran getan, auf seinen Part ganz zu verzichten. Die Story ist eh schon seicht genug, da wäre das Fehlen des Polizisten-Parts auch nicht mehr weiter aufgefallen. OPEN GRAVES ist handwerklich absolut in Ordnung, kommt aber bei weitem nicht an "aktuelle", gute Horror-/Gruselstreifen wie Wrong Turn, The Hills Have Eyes oder (ganz aktuell) Drag Me To Hell heran. Andererseits handelt es sich aber auch nicht um eine Gurke wie z.B. Wrong Turn 2. OPEN GRAVES ist ein netter Gruselfilm, handwerklich absolut in Ordnung, man darf einfach nicht zuviel erwarten. Man merkt dem Film halt einfach das kleine Budget an. Wären bei der Realisation ein paar Millionen mehr zur Verfügung gestanden, hätten wir hier einen storytechnisch flachen, aber sicherlich fulminanten Horrorstreifen vor uns, doch die Realität sieht leider anders aus. Für Horrorfans, die nicht alle 3 Minuten eine Blutfontäne erwarten, ist OPEN GRAVES ein netter Snack für Zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Ralph) |