MORD IST MEIN GESCHÄFT, LIEBLING (2009)

Regie: Sebastian Niemann
Drehbuch: Dirk Ahner, Sebastian Niemann
Rick Kavanian: Toni Ricardelli
Nora Tschirner: Julia Steffens
Janek Rieke: Bob Kimbel
Christian Tramitz: Helmut Münchinger
Ludger Pistor: Dr. Gruber
Günther Kaufmann: Salvatore Marino
Bud Spencer: Pepe
Franco Nero: Enrico Puzzo

Endlich war es soweit und ich konnte mir den neuen Rick Kavanian- Streifen endlich anschauen. Hiermit oute ich mich offiziell als alten Bully Parade-Fan und auch den Schuh des Manitu hab ich mir gefühlte 371-mal schon angesehen. Ok, Ouzo mag ich deswegen immer noch nicht, aber wenn sich schon mal Attraktivität mit Komik paart, sollte man sich das keinesfalls entgehen lassen.In diesem Film handelt es sich um den (ich weiss, ich wiederhole mich hier...) attraktiven Toni Ricardelli (Rick Kavanian), der zugegeben, eine nicht ganz alltägliche Berufswahl getroffen hat und als Auftragskiller, sein tägliches Brot verdient. Die Story ist einfach und schnell erzählt, lebt jedoch von den Verwicklungen, die sich daraus ergeben. Alles beginnt damit, dass der ehemalige Mafioso Enrico Puzzo (Franco Nero), ein Enthüllungsbuch schreibt, was natürlich prompt den Mafiaboss Salvatore Marino (Günther Kaufmann) auf den Plan ruft. Um Puzzo vor der Veröffentlichung des Buches aus dem Weg zu schaffen, engagiert dieser Toni Ricardelli, welcher sein Problem auf die endgültige Art lösen soll. Toni erledigt seinen Job prompt und zuverlässig. Er hat aber nicht mit der schönen Verlagsangestellten Julia Steffens (Nora Tschirner) gerechnet, welche von Ihrem Chef den Auftrag erhalten hat, Puzzo zu überreden, doch noch persönlich an die Öffentlichkeit zu treten, was dieser bisher verweigerte. Puzzo ist nun mal tot, also gibt sich Toni kurzerhand als diesen aus, um das Herz von Julia zu gewinnen. Da sein Talent nun mal eher nicht im Schreiben liegt, übergibt er diesen Part an seinen Freund Pepe (Bud Spencer), der das Buch von Puzzo zu Ende bringen soll. Da Salvatore Marino seinerseits noch im Glauben ist, dass Puzzo immer noch unter den Lebenden weilt, setzt er nun ein ganzes Killerheer auf den Autoren an. Unter diesen Söldnern ist auch Tonis alter Freund Helmut Münchinger (Christian Tramitz). Mit seinem Identitätswechsel hat Toni sich somit ganz schön in die Nesseln gesetzt, denn guter Rat ist nun teuer. Soll er seine Maskerade weiterhin aufrecht erhalten und Gefahr laufen, wie das Original zu sterben oder soll er sich outen und seiner Angebeteten beichten, womit er sein Geld verdient...? Doch lange muss er nicht überlegen, denn Julia kommt selbst der Wahrheit auf die Schliche und verlässt den Unmoralischen auf der Stelle. Und dann macht Julia das, was ich auch machen würde, wenn ich gerade erfahren hätte, dass mein Liebhaber ein Auftragskiller ist: sie gibt sich erst mal ordentlich die Kante. Nun sieht auch Julias Verlobter Bob Kimbel (Janek Rieke) wieder seine Chance, zurück ins Rennen zu gelangen und beschliesst kurzerhand, Julia sturzbesoffen wie sie ist, zu ehelichen und sie somit endgültig und für immer an sich zu binden. Zugegeben, diese Vorstellung mag leicht irritierend wirken, denn ich persönlich kenne keinen Mann der eine betrunkene Frau freiwillig in seiner Nähe haben will, geschweige denn, diese in diesem Zustand ehelichen würde J. Und es kommt, wie es kommen muss, in der Kirche, wartet bereits schon Salvatore Marino samt Gefolge, um sogleich Julia, Bob Kimbel, Kimbels Psychologen Dr. Gruber (Ludger Pistor), sowie Kimbels Sekretärin Lisa als Geisel zu nehmen, um so an das Manuskript Puzzo’s zu gelangen. Natürlich erscheint just in dieser verzwickten Situation Toni und befreit die Geiseln. Nach einem mehr oder minder heftigen Kampf ums Überleben, gestehen sich sowohl Julia und Toni, als auch Bob und seine Assistentin Lisa ihre Liebe. Wem das noch nicht kitschig genug war, der muss erst noch den Schluss der Story erleben: die Doppelhochzeit der vier frisch Verliebten. Mein persönliches Fazit für diesen Streife: eine herrliche Komödie mit durchaus ansehnlicher Besetzung, eine klassische Verwicklungsgeschichte, wie sie wohl wirklich nur das Leben schreiben kann (jedenfalls in Mafiakreisen) und ein echt kitschiges Ende das keine Wünsche mehr offen lässt. Ich freue mich bereits auf den nächsten Streich von Rick Kavanian. Darauf ein Glas Ouzo. Prost! (Nicole)
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