Hachiko

HACHIKO

Regie: Lasse Hallström
Richard Gere: Parker Wilson
Joan Allen: Cate Wilson

Ausnahmsweise zitiere ich Euch den Rückseiten-Text der DVD: Als Professor Parker eines Tages nach der Arbeit einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ist. Während seine Frau den kleinen japanischen Akita-Hund sehr zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz im Sturm von HACHIKO erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte HACHIKO jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf den Rückkehr seines Herrchens wartet... Soviel verrät uns also die Rückseite der DVD. Normalerweise verrate ich bei einem DVD-Review nicht allzuviel über den Ausgang einer Geschichte, denn die Spannung soll ja erhalten bleiben. Bei HACHIKO breche ich diese kleine Regel, denn hier gibt es keine Spannung, die ich Euch nehmen könnte. Etwa eine Stunde lang wird (auf nette, aber sehr unspektakuläre Weise) von der immer enger werdenden Beziehung von Parker zu seinem Hund Hachiko erzählt. Dann stirbt Parker unerwartet und Hachiko läuft trotzdem jeden Tag an den Bahnhof - und das mehr als 10 Jahre lang - bis der Hund schliesslich selbst stirbt. Diese Geschichte hat sich übrigens tatsächlich vor einigen Jahrzehnten in Tokio ereignet - dort wartete der Hund 9 lange Jahre jeden Tag am Bahhof. Doch als Filmunsetzung taugt diese Story nicht viel. Den spielenden Personen wird keine Tiefe gewährt und abgesehen vom Tod von Parker Wilson passiert schlichtweg nix. Klar, der Hund ist als Welpen zuckersüss und weist einen Knuddelfaktor von 11 auf - und die älteren Damen sehen Richard Gere natürlich immer noch gerne. Doch irgendwie hat man das Gefühl, hier wurde aus einer 10-Zeilen-Zeitungsmeldung ein 90-Minuten-Film gemacht. Wer beim Anblick eines süssen Hundes in Liebe zerfliesst und/oder ohne Richard Gere nicht leben kann, darf hier gerne mal reinsehen - alle anderen dürfen gerne einen weiten Weg um diese langweiligen, vorhersehbaren und arg oberflächlichen Film machen. (Ralph)

 

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