FINAL DESTINATION 4 (3D) (2010)

Regie: David R. Ellis
Drehbuch:
Eric Bress
Bobby Campo
: Nick O’Bannon
Shantel VanSanten
: Lori Milligan
Nick Zano : Hunt Wynorski
Haley Webb
: Janet Cunningham

Wer sich einen Film wie FINAL DESTINATION 4 kauft/ausleiht, weiss mit ziemlicher Sicherheit, was ihn erwartet, denn ähnlich wie bei der SAW-Reihe, folgt der Film in den Grundzügen stets demselben Muster. Bei den FD (Final Destination)-Filmen geht es immer darum, das eine Gruppe junger Menschen durch eine Vorahnung einer Katastrophe entkommt, der Tod sich diese Menschen dann holen möchte, da sie entgegen der Bestimmung dem vorgegebenen (Todes)-Schicksal entkommen sind. Bei FINAL DESTINATION 4 (hier übrigens mit dem trendigen Zusatz „3D“) handelt es sich bei der Katastrophe um ein Autorennen, welches in einem Unfall- und Feuer-Inferno endet. Der Protagonist dieses mit ca. 65 Minuten sehr kurzen Films sieht in Gedanken das Unglück ein paar Minuten vorher kommen und verlässt daraufhin mit seinen Freunden den Ort der Katastrophe, bevor diese losbricht. An dieser Stelle kommt das erste Mal der 3D-Effekt so richtig zum Tragen, denn es sieht zugegebenermassen beeindruckend aus, wenn einem ein Autoreifen sprichwörtlich um die Ohren fliegt. Zudem fällt auf, das FD 4 (3D) nicht mit brutalen und ekligen Szenen geizt. Da werden Köpfe abgetrennt oder durchbohrt, Körper zermantscht und das Blut spritzt mehr als einmal als Fontäne durch die Gegend. Wie bei jedem Film der FD-Reihe wird versucht, den Tod auszutricksen – was jedoch meist nur scheinbar gelingt. So geht das Sterben frisch-fröhlich weiter. Trotz der Tatsache, das der Film nicht mal 1,5 Stunden dauert, habe ich mir schon vor Ablauf einer Stunde das Ende herbeigesehnt, denn wie oben erwähnt, gibt die Story einfach zuwenig her, um einen auch bei einem 4ten Teil dieser Reihe am TV zu halten. Hinzu kommt die unangenehme 3D-Brille, die zwar einige Effekte sehr gut vermittelt, anderseits nach einer Stunde nicht mehr wirklich angenehm wirkt – vielleicht auch ein Grund für die kurze Laufzeit des Films? Gäbe es die ersten 3 Teile nicht, so wäre FD 4 (3D) ein unterhaltsamer Streifen mit guten Effekten und Jungschauspielern, welche hier eine gute Figur abgeben (was man bei anderen Filmreihen, die einen Teil 2 überschreiten, längst nicht mehr behaupten kann). FINAL DESTINATION 4 (3D) hat ein einziges, jedoch massgebliches Problem: Nach Teil 1 und 2 hat man sich an der einfachen Story satt gesehen – und da die FD-Reihe ein Ausbrechen aus dem engen Story-Korsett verbietet, hat man das Gefühl, einen Film zu sehen, den man bereits ein paar Mal gesehen hat. FINAL DESTINATION 4 (3D) ist also qualitativ gute Kost, doch der Film gibt sich mit der vorhersehbaren Story schon nach wenigen Minuten selbst die Kugel. (Ralph)
Hauptseite / Review-Übersicht 

Kommentare

Noch keine Kommentare
*Name:
Email:
Benachrichten, wenn es neue Kommentare gibt
Email nicht anzeigen
*Text: