die blutgraefin

BATHORY – DIE BLUTGRÄFIN

Regie: Juraj Jakubisko
Darsteller: Anna Friel, Hans Matheson, Karel Roden, Vincent Regan, Deana Horvathová

Es gibt absurde Dinge, die mich einfach faszinieren. Dazu gehören auch die Biografien von Serienmördern. Die Lektüre ist mannigfaltig und wenn man in der Geschichte zurück blickt, sind solch kranke Figuren nicht gerade rar gesät. Als geschichtsträchtigste Figur gilt in diesem Zusammenhang sicher die Gräfin ERZSEBET BATHORY. Die Adlige erlangte im 16. Jahrhundert zweifelhaften Ruhm, weil sie hunderte Jungfrauen auf bestialische Weise umbrachte. Zum Erhalt ihrer eigenen Jungend, badete Sie mit Vorliebe im Blut ihrer Opfer.
ERZSEBET BATHORY wird durch die Heirat mit dem ungarischen Fürsten FRANZ NADASDY zu einer der reichsten und angesehensten Adligen ihrer Zeit. Ihr Mann zieht es, ganz dem Zeitalter entsprechend vor, von Schlacht zu Schlacht zu ziehen und seine Gattin zuhause sich alleine zu überlassen. Was also tut die mittelalterliche Strohwitwe? Sie beginnt mit dem Maler Michelangelo Merisi, der sich unter dem Namen CARAVAGGIO seinen Platz in der Geschichte sicherte, eine Affäre. Die übrige Zeit vertreibt sie sich mit DORKA, der hofeigenen Hexe. Beeinflusst davon, reift in Erzsebet immer mehr der Wunsch, ewige Jugend und Schönheit zu erlangen und so lassen immer mehr Jungfrauen ihr Leben, damit die Blutgräfin in deren Lebenssaft baden kann. All die Ungereimtheiten die die Gräfin umgeben, bleiben auch dem gemeinen Volk nicht ewig verborgen und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Dieser Streifen gilt als eine der teuersten Produktionen, die Osteuropa je gesehen hat. Regisseur JURAJ JAKUBISKO hat sich wirklich ordentlich ins Zeug gelegt. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob es sich nicht vielleicht doch eher um einen billigen Porno im Historiengewand handelt, dann fiel mir aber ein, dass im Mittelalter ja noch kein Fernsehen existierte und es darum durchaus möglich ist, dass der Adel sich seine Freizeit beim Dauerpoppen vertrieb J. Jedenfalls habe ich mit dem Leser dieses Reviews eines gemeinsam: wir kennen beide den Schluss dieses Streifens nicht. Ich fand den Film so übel, dass ich mir die Zeit gespart habe und vorzeitig abbrach. Die Tatsache, dass die Adlige gerade WEGEN dieser Morde ihre Popularität erlangte, geht mir zu sehr unter und wenn ich schöne mittelalterliche Kleider, höfisches Geplänkel und die üblichen Intrigen sehen will, zieh ich mir lieber „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ rein. Wer den Mumm hatte, BATHORY fertig zu schauen, der kann mir sein Fazit gerne bei den Kommentaren anfügen. Ich freue mich auf Feedbacks! (Nicole)

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