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APPALOOSA (2008) Regie: Ed HarrisDrehbuch: Ed Harris, Robert Knott Ed Harris: Virgil Cole Viggo Mortensen: Everett Hitch Jeremy Irons: Randall Bragg Renée Zellweger: Allison French Endlich kommt mit Appaloosa wieder mal ein Western der besonderen Art ins Haus geflattert. Gespannt auf den Inhalt und voller Vorfreude, was der Film zu bieten hat, landet dieser auch schon im Player. Appaloosa, das klingt nach einer gottverlassenen Westernstadt. Ich kann schon fast hören, wie Revolverkugeln die Luft zerreissen und beim Wohlklang dieses Wortes, kann ich auch das verbrannte Schwarzpulver schon beinahe riechen. Um mich mal kurz aus meinem Tagtraum herauszuholen: Appaloosa ist eigentlich eine Pferderasse, die vom spanischen Pferd abstammt und im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Amerika fand. Es sind vor allem Sport und Westernpferden. Beim Stichwort „Westernpferd“ ist dann auch gleich wieder die Überleitung zum Film geschafft, welcher natürlich, wie jeder anständige Western, auch das eine oder andere Pferd über die Leinwand galoppieren lässt. Doch nun zu Story, welche von Virgil Cole (Ed Harris) und Everett Hitch (Viggo Mortensen) handelt, welche gemeinsam durch die Lande ziehen und mit oder ohne Unterstützung des Gesetztes, für Recht und Ordnung sorgen. Diesmal landen die beiden im besagten Appaloosa, wo sie von den verzweifelten Oberhäuptern der Stadt engagiert werden. Das Dorf wird schon lange von Randall Bragg (Jeremy Irons) terrorisiert. Er tarnt sich als rechtschaffender Farmer, hat aber bereits schon 3 Marshalls umlegen lassen, ohne dass man ihm dies beweisen konnte. Natürlich darf auch in diesem Film der amouröse Part nicht fehlen. Die Verführung hat einen Namen: Allison French (Renée Zellweger). Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn jedes mal, wenn ich Renée in einem neuen Streifen sehe, läuft in meinem inneren Auge sofort wieder „Bridget Jones“ ab. Seither kann ich mir die Gute leider kaum mehr in einer anderen Rolle vorstellen... Wie soll es auch anders sein, eins trifft zum anderen und Virgil verliebt sich in Allison. Nach Jahren der Wanderschaft (oder sollte ich es hier besser Reiterschaft nennen?), soll er nun sesshaft werden. Allison plant bereits schon den Hausbau und sucht die passenden Vorhänge für das neue Heim aus, während Marshall Virgil Cole und sein Debuty Everett Hitch immer noch Jagd auf den ungesetzlichen Randall Bragg machen. Und als ob es nicht schon turbulent genug wäre, tauchen nun in der Stadt auch noch die Shelton-Brüder auf, die ihren Namen als Revolverhelden nicht zu unrecht tragen. Nachdem bisher alle Versuche der Überführung Bragg’s schief gelaufen sind, meldet sich nun überraschend ein Zeuge, welcher den letzten von Randall begangenen Mord, als Zeuge miterlebt hat. Er kommt in Schutzhaft und Randall Bragg kann endlich verhaftet werden. Beim Prozess macht der Richter keine langen Faxen und verurteilt Randall Bragg zum Tode, empfiehlt dem jungen Zeugen jedoch, sich sofort auf sein Pferd zu setzen und um sein Leben zu reiten, was dieser auch macht. Nach dem Urteilsspruch, wird der Gefangene mit der Eisenbahn zur Hinrichtung gefahren. Beim Zwischenhalt an einem Wasserturm, erscheinen jedoch ganz unerwartet, die Shelton-Brüder, welche Allison als Geisel festhalten. Sie soll im Austausch gegen Bragg freigelassen werden. Als Vigil Bragg gehen lässt, reiten die Gauner jedoch mit Allison davon. Zu zweit nehmen Virgil und Everett die Verfolgung auf. Als sie das Quartett in der Prärie ausfindig machen, muss Virgil jedoch feststellen, dass es Allison in der Hand ihrer Entführer gar nicht so schlecht geht, befindet sie sich doch gemeinsam mit Shelton im Fluss beim Nacktbaden. Als die Entführer dann von Indianern überfallen werden, nutzen die beiden Filmhelden die Gunst der Stunde und beschliessen gemeinsam mit den Entführern einen Waffenstillstand. Das gemeinsame Ziel ist nun ein nahe gelegenes mexikanisches Städtchen, in der Randall Bragg dem hiesigen Sheriff übergeben wird. Ein Fehler, wie sich herausstellt, ist der besagte Sheriff doch ein Cousin der Sheltons. Es kommt zu einem Duell, bei dem Virgil verletzte wird und Randall als einzigem die Flucht gelingt. Virgil und Everett kehren nach Appaloosa zurück, wo sie erfahren, dass Randall inzwischen vom US-Präsidenten Chester A. Arthur begnadigt wurde. Bragg nutzt die neu gewonnene Freiheit und fungiert nun als Geschäftsmann und Saloonbesitzer in Appaloosa. Er engagiert Allison als Klavierspielerin in seinem neuen Saloon und wäre dies nicht schon genug, betrügt diese Virgil nun auch noch mit dem begnadigten Schurken. Es kommt, wie es kommen muss, ein feuriger Showdown, bei dem Vigil Randall in seinem eigenen Schober mit einem gezielten Revolverschuss hinrichtet. Appaloosa wird fortan ohne Virgil auskommen müssen, denn dieser reitet nun wieder dem Sonnenuntergang entgegen.Mein persönliches Fazit zu diesem wirklich besonderen Film: Appaloosa entspricht nicht ganz dem klassischen Western, wie wir ihn aus den guten alten Tagen kennen. Er hat Feingefühl und auch eine hauchzarte Komik zu bieten, welche gekonnt von Ed Harris und Viggo Mortensen umgesetzt wird. Dieser Streifen ist auch für Nicht-Liebhaber dieses Genres durchaus einen Versuch wert. Viel Spass dabei! (Nicole) |
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