|

|
GOTTHARD
„Need To Believe“ / 11 Tracks
G.RECORDS
www.gotthard.com
Ja
nu, bei Gotthard gibt es verschiedene Meinungen. Die einen mögen ihre
jetzigen Sound die anderen finden nur ihre alten Sachen gut. Also mir
haben nur ihre ersten zwei Scheiben „Gotthard“ (1992) und „Dial
Hard“ (1993) wirklich gefallen. Die ruhigeren Werke gefielen mir nicht
mehr so. Deswegen bezeichne ich sie auch nicht mehr als Hardrocker,
sondern Melodic Rocker. Doch beginnen wir nun mit „Need To Believe“.
Das asiatisch angehauchte „Shangri La“ fungiert als Opener. Na ja,
groovig ist er ja und der Refrain bleibt im Ohr hängen. Typisch Gotthard,
kann man sagen. „Unspoken Words“ fängt echt heavymässig an, aber der
melodische Refrain holt den Hardrocker gleich wieder runter. Als nächstes
folgt der Titeltrack „Need To Believe“, der im Midtempo Bereich zu
Hause ist. Noch etwas ruhiger, aber im gleichen Stil, ist „Unconditional
Faith“. Man kann dabei sogar ein paar Country-Elemente ausmachen, dafür
entschädigt dann wieder das rockigere „I Don't Mind“ mit starken
Riffs von Leo Leoni. „Break Away“ klingt ziemlich modern und hat
gewisse Parallelen mit dem Song „Homerun“, was vor allem beim Refrain
auffällt. Bei „Don't Let Me Down“ lassen die Tessiner ihre wahre Stärke
spielen und zwar die für gefühlvolle Balladen. Überraschung, endlich
wird mal mit dem Brecher „Right From Wrong“ drauflos gerockt. Warum
geht das nicht mehr ein ganzes Album lang fragen sich die Hardrocker wie
ich?! Anfangs lässt sich bei der fast einminütigen, ruhigen Einleitung
vermuten, dass es sich bei „I Know, You Know“ wieder um eine Ballade
handelt. Kurz darauf folgen aber ein wenig härtere Gitarrenklänge und
ein melodischer Gesang von Steve. Ein nochmals rockigerer Song ist „Rebel
Soul“ und zum Abschluss sind die Balladen-Freunde mit dem hymnischen „Tears
To Cry“ nochmals am Zug. „I Need To Believe“ ist ein gutes Melodic
Rock Album geworden. 8
Punkte
(Patrick) - hier
reinhören & bestellen
|