METALLICA : Death Magnetic - Im Härtetest


METALLICA
Death Magnetic“ / 10 Tracks / 74 Min
UNIVERSAL / VERTIGO
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Zur Info am Anfang; ich gehöre nicht zu denen, die denken, METALLICA hätten in den letzten 12 Jahren nur Müll heraus gebracht. Dem entsprechend bin ich auch nicht so kritisch an „Death Magnetic“ heran gegangen wie manch andere(r). Ich habe mir voller Freude die CD in den Player geschoben und nach zwei Minuten konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Da kommen doch die mittlerweile auch schon älteren Jungs in einer jungen Frische zurück, bei der ich mich doch fragen muss, wo seid ihr denn seit dem Jahrtausendwechsel geblieben? „Death Magnetic“ beginnt mit „That Was Just Your Life“ METALLICA-mässig aggressiv und lässt mich die “Load” Zeit doch etwas vergessen. Mit „The End Of The Line“ und „Broken, Beat & Scarred“ geht es hart weiter und man kommt auch wieder in den Genuss von tollen Kirk-Gitarrensolos (die habe ich bei „St. Anger“ definitiv vermisst). „The Day That Never Comes“ erinnert mich zwar stark an „One“, aber mir gefällt diese Slow/Thrash Abwechslung halt einfach. „All Nightmare Long“ lässt dann mein Thrashherz definitiv höher schlagen (Jepeee!!! *g*) das ist DER Song auf diesem Album und ich bin schon fast geneigt zu denken, METALLICA willkommen zurück, obwohl sie für mich ja gar nie weg waren. „Cyanide“ gefällt mir auch sehr gut. Toller Rhythmus zu dem es sich ebenfalls herrlich abrocken lässt. Zu „Unforgiven III“ weiss ich eigentlich gar nicht was ich schreiben soll, ich frage mich, was dieser Song soll. Falls es da eine Verbindung zu „Unforgiven I & II“ geben soll, ich habe sie nicht gefunden und finde dieses Lied einfach nur lasch. „The Judas Kiss“ ist mein zweiter Favorit auf diesem Album. Obwohl mit 8 Minuten ebenfalls zu lange, gefällt mir an diesem Song eigentlich alles und er klingt so, wie METALLICA halt einfach klingen sollten. Hart, mit geilen Riffs und einem Hammersolo! „Suicide & Redemption“ ist ein toll gespieltes und gelungenes Instrumental-Stück, jedoch satte 10 Minuten lang. „My Apocalyspse“ läutet dann das Ende ein und es darf nochmals bolzenderweise Dampf abgelassen werden! Alles in Allem gefällt mir dieses Album sehr gut. Die Gitarrensolos und die messerscharfen Riffs sind zurück und dem Ganzen wurde wieder etwas mehr Thrash und weniger Rock beigemischt. Was will ich mehr? Da mir die einen Songs doch etwas zu lang sind und „Unforgiven III“ bei mir definitiv jedes Mal weggedrückt wird, bremse ich mich in meiner Euphorie über dieses Album ein wenig selbst und gebe 7.5 Punkte (Denise) - Forum

Wie haben wir nicht ALLE (leugnen hilft nichts) darauf gewartet! Das Release eines neuen METALLICA Albums ist halt immer was ganz besonderes. Und sogleich geht auch das niemals enden wollende Gezanke wieder los. Die Meinungen gehen wie immer kilometerweit auseinander. Während sich die ewigen Nörgler das Maul über den neusten Output zerreißen, feiern die unbeugsamen Hardcorefans das Teil als die grandiose Wiederauferstehung der Legende METALLICA. Eins mal vorweg: „Death Magnetic“ schlägt „St.Anger“ bei weitem (alles andere wäre eine Schande gewesen), kann aber niemals an frühere Glanztaten anknüpfen. Stilistisch wurde die Scheibe als Bastard aus „…and Justice for all“ und dem schwarzen Album angekündigt. Das ist aus meiner Sicht nur sehr bedingt richtig. Den außer der Überlänge der Songs hat „Death Magnetic“ so gut wie nichts mit „…and Justice for all“ gemeinsam. Der Riffanteil wurde zwar wieder deutlich gesteigert, Grundgefüge und Sound der Songs tendiert aber mehr in Richtung „Load“. Außerdem tun sich bei der Qualität der 10 Songs wahre Abgründe auf. Von großartig bis grottenlangweilig ist alles vertreten. Nun sehen wir mal, was wo einzuordnen ist! Okay, Number by Number: Der Opener „That was just your Life“ erinnert zu Beginn in beängstigender Weise an „Enter Sandman“. Das darauf folgende wuchtige Riffing ist dann richtig geil! Die Nummer ist ein klasse Thrash-Reißer und erinnert tatsächlich an frühere Tage. Ein mehr als viel versprechender Anfang. „The end of the Line“ fällt dann leider etwas ab. Fast krampfhaft wirkt der Versuch, massenhaft Riffs einzubauen, wo es gar nicht nötig wäre. Der Song wird dadurch unnötig in die Länge gezogen und die Zusammenhänge gehen fast komplett verloren. „Broken, Beat & Scarred“ fällt unter dieselbe Kategorie. „The Day that never comes“ beginnt gemütlich und mit viel Melodie, ehe ab dem Mittelteil die schärferen Geschütze aufgefahren werden. „All Nightmare long“ wird überwiegend von James Hetfield`s Gesang geprägt, der übrigens einen tollen Job macht! Spätestens zu diesem Zeitpunkt fällt auch dem Letzten auf, dass fast alle Songs im Grunde gleich gestrickt sind. Irgendwie schade! Den mit purem Gitarrengeschruppe lässt sich jede Nummer auf 9-10 Minuten strecken. „Cyanide“ klingt wieder um einiges origineller und zugänglicher. Ein Track der sofort zum Kopfschütteln einlädt. Da steigt das Stimmungsbarometer doch wieder beträchtlich an. Doch „The Unforgiven III“ ist dann ein Titel der Marke: Muss das sein? Völlig überflüssig und kommt bei weitem nicht an seine zwei Vorgänger heran. „The Judas Kiss“ sammelt kräftig Pluspunkte mit seiner Eingängigkeit und Heavyness. Mit Bestimmtheit ein Highlight des Albums. Das folgende Mamutinstrumental hätte man sich auch sparen können. Prädikat: Besonders ungenießbar! Den Abschluss macht „My Apocalypse“. Obwohl als Rausschmeißer gewählt, ist der Song wohl eher als klassischer Lückenfüller zu bezeichnen, der keinerlei Akzente setzen kann. METALLICA haben versucht, zu ihren alten Tugenden zurück zu finden. Stellenweise ist das sogar gelungen. Dennoch kann man „Death Magnetic“ niemals als Back to the Roots Album bezeichnen. Der Esprit und die absoluten Hammersongs sind einfach zu dünn gesät. Daran konnte auch Produzent Rick Rubin nichts ändern. Der Sound geht in Ordnung, haut mich aber auch nicht gerade aus den Socken. Zum Schluss dieser Bestandsaufnahme kann ich nur sagen: Das Album geht in Ordnung, ist aber nicht die von vielen erhoffte Wiederauferstehung der Legende. Sehen wir wie’s ist! Und so vergebe ich (mit viel wohlwollen) 7 Punkte. (Andi) - Forum

METALLICA sind eine der erfolgreichsten Bands im Genre des Metal. Sie haben den Thrash kommerzialisiert und salonfähig gemacht. Ich selber war zwar nie ein Fan von den ganz harten Dingern, aber an METALLICA kam selbst ich nicht immer vorbei. Nun will ich aber eines vorweg anmerken, bevor ich mit meinem Review fortfahre, was vielleicht zu einem besseren Verständnis meiner Sicht der Dinge hier beitragen kann. Ich war nie ein sonderlich eingefleischter METALLICA-Fan. Sicher haben sie mich die Jahre über immer mal wieder ein wenig begleitet, aber sie haben mich nie so in ihren Bann gezogen, dass ich mich tiefer mit der Materie beschäftigt hätte. Ende der 80er wurden METALICA zum Mainstream-Hardcore-Metal, anders ausgedrückt, sie schafften den Durchbruch. Jeder der damals richtig hart sein wollte, hörte METALLICA. Nun, bin ich aber ein Mädchen und gehörte damals eher der Poser- , Glam- und Hard-Rock-Fraktion an. Man findet mich bei dem „Enter Sandman“-Mitgrölern und den „Nothinge Else Matters“-Mitschmachtern und das eine oder andere Lied sagt mir auch etwas. Paar gute Lieder, aber so überzeugt haben sie mich nicht – bin eben kein Fan! Man möge es mir verzeihen. Tja, METALLICA haben überlebt und sind nun eine der erfolgreichsten bestehenden METAL-Bands. Große Fangemeinde = großer zu erwartender CD-Verkauf = Kommerz. Hm…. So, nun aber zu der CD. Lang ersehnt, lang erwartet und nun ist jedermann voller Hoffnungen was die Magier des Metals wohl zu Stande gebracht haben. Um es mal kurz zu sagen: Wo METALLICA drauf steht ist auch METALLICA drin J und das hört man auch!!! Für mich klingt es wie eine typische METALLICA-Scheibe. Zehn sehr lange Songs, für mich etwas zu lang, da verlier ich oft die Lust weiter zu hören und Langeweile kommt auf (das mag ich auch live nicht besonders, wenn zu lange Solis gespielt werden). Da wird in so einen Song viel zu viel reingepackt. Puh! Die ganze CD kommt etwas düster rüber, wie ja schon der Titel verrät. „The Judas Kiss“ und „All Nightmare long“ gefallen mir am besten, liegt wohl an den Refrains. Schwer tu’ ich mich mit dem Instrumental „Suicide And Redemation“ – Ansichtssache nehm’ ich an. Ist eben mein persönliches Empfinden, ich warte da jedes Mal drauf, dass wer zu singen anfängt, nix passiert und nach einer Weile schalt ich den Song weiter, obwohl er mir in der Mitte schon gut gefällt, aber die vielen Tempo-und Stilwechsel… ich weiß nicht, wieder zu viel reingepackt. Manch ein Song kommt schon sehr aggressiv und schnell rüber, was ja auch gut ist und so erwartet wird. „The Unforgiven III“ … hm… soll das ne Serie werden? Viele Lieder wirken auf mich viel zu konstruiert, viel zu zwanghaft, viel zu viel wird da reingepackt, weil man irgendwie irgendwem zeigen oder beweisen will, was man alles drauf hat. Alles in allem würde ich mal sagen, eine gute CD, die man immer mal wieder gerne in den Player schiebt sofern man METALLICA und überlange Songs mag. Sie kann wohl nicht ganz an die großen, alten Erfolge anknüpfen, aber muss sie das überhaupt? Kann man einen so großen Erfolg immer und immer wieder toppen? Allerdings ist sie besser als „Load“ und „Reload“ und die etwas gewöhnungsbedürftige „St. Anger“. Ich würd mal 7 Punkte geben. (Melanie) – Forum

Na endlich, da haben sie doch noch mal die Kurve gekratzt. Und ich hab METALLICA schon FAST abschmieren gesehen. Naja, ich als alter Fanatiker der Band hab kein anderes Ergebnis erwartet. Wurde ja auch höchste Zeit. So ziemlich jeder hat sich vor einem „St. Anger 2“ gefürchtet und höret, ich kann getrost Entwarnung geben. Wir hatten alle Glück und die alten Recken beehren uns mit einem guten Stück Arbeit, das wieder ein bisschen in Richtung Thrash-Metal geht. METALLICA selbst kündigten „Death Magnetic“ als den verspäteten „...And Justice For All“ – Nachfolger an und ich muss schon sagen, da haben die Jungs grösstenteils schon recht, auch wenn das Material gegenüber dem von „..Justice..“ recht abgespeckt ist. Nicht mehr so progressiv, aber mit hunderten von Ideen gespickt. Nun, leider bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz so zufrieden, wie ich es mir erhofft hatte. „St. Anger“ lassen sie zwar meilenweit hinter sich, aber mir fehlen die Songs, die einer Band wie METALLICA würdig sind. Beim ersten Hinhören fehlte mir bei einigen Stücken einfach die Zugkraft, die mich sonst immer gleich mitgerissen hat. Eine andere Band hätte solche Stücke auch hingebracht, aber das hier ist nun mal METALLICA. Was mir halt leider schon seit dem schwarzen Album recht sauer aufstösst, ist der zum Teil jaulende Gesang von James Hetfield. Ich frage mich, wo der Herr seine alte Stimme verloren hat. Ich befürchte fast, die bleibt auch verloren. Ist ja schliesslich auch nicht mehr der Jüngste. Was ich hingegen als durchaus positiv bewerte ist, dass Kirk Hammett endlich wieder ein paar Solos aus seiner Klampfe klopfen darf – und das amtlich. Aber bei Songs wie „The Day That Never Comes“ trägt das Ganze recht wenig zum ganzen Song bei. Bei „Fade To Black“ zum Beispiel war das Schlusssolo essentiell! Und was auch auffällt ist, dass die Songs im Allgemeinen oft recht wenig Zusammenhang haben und etwas zusammengeflickt daherkommen. Die Ideen sind toll, („All Nightmare Long“ ist der Höhepunkt der Scheibe!!) aber wenn man das dann einfach irgendwie zusammenschustert, bringt das nicht viel. Nun, schlussendlich kann ich beruhigt sagen, dass sich METALLICA wieder auf ihre alten Stärken besinnt haben und sich mal einen richtigen Tritt in den Arsch verpasst haben, der auch sehr wichtig war um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Man darf schon auf das nächste Album gespannt sein. 9 Punkte (Lupus) - Forum

Tja, Metallica schmeissen eine neue Scheibe auf den Markt und die Welt steht Kopf! Und das TROTZ „St. Anger“, was ja doch mehr oder weniger ein Rohrkrepierer war. Doch woher kam diese Hoffnung auf ein fulminantes „Comeback“ (wirklich weg waren die Jungs ja eigentlich nie)? Lag es an den Aussagen der Band, dass man nun wieder härter und mehr „back to the roots“ gehen wolle? An den, bei einigen Shows live gespielten, neuen Tracks? Oder dachte man einfach, nach „St. Anger“ muss es besser werden, weil schlechter geht’s nicht mehr? Ich weiss es nicht. Letztendlich auch egal, denn Metallica könnten ein „best of Rülpser & Pupser“ veröffentlichen – und sie würden trotzdem auf allen Titelseiten der einschlägigen Magazine landen (ich gebe zu, das war eben gerade etwas böse ausgedrückt). Nun, DEATH MAGNETIC ist glücklicherweise kein „best of Rülpser & Pupser“ geworden, sondern ein Album voll mit harter, energischer Musik (ihr dürft es gerne auch Thrash nennen), die sich auf allen der 10 vorhandenen Tracks in Ueberlänge ergibt. Und ja, Lars Ulrich’s Schlagzeug klingt endlich wieder wie ein Schlagzeug – und ja, da sind Gitarren-Solis drauf! Und ob Ihr es glaubt oder nicht: Ja, Metallica klingen nicht nach „St. Anger“, auch nicht nach „Load/Re-Load“, sondern grösstenteils nach Metallica VOR dem schwarzen Album. Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass das Cover-Artwork so richtig schön oldschool-mässig rüberkommt? Tja, diese Fakten sollten für einen Metallica-Head eigentlich Weihnachten, Orgasmus und Lottogewinn zugleich sein... sollten...! Wer unseren Metallica-Poll auf der Startseite betrachtet, wird feststellen, dass die Meinungen von „schlecht“ bis „genial“ reichen.. und das in erschreckender Ausgeglichenheit. Woran liegt’s? Schlecht ist „Death Magnetic“ in meinen Augen nicht, doch klingt das Ganze zu sehr nach „gebt den Fans, wonach sie seit Jahren schreien“, kurz und gut, irgendwie fehlt mir bei dem neuesten Output das Herzblut. Auch ist zwar das meiste hier schön hart und energisch, doch fehlt mir der Spirit, die Vibes, diese jugendliche Unbekümmertheit, welche die alten Scheiben ausmachten. Doch will ich James & Co. daraus keinen Strick drehen, denn jede Band wird älter, entwickelt sich weiter. Es würde was nicht stimmen im Hause Metallica, wenn sie genauso klingen würden wie einen Tag nach „Ride The Lightning“. Somit stecken Metallica in meinen Augen in einer Falle, die sie sich selbst gebaut haben – ähnlich übrigens wie QUEENSRYCHE, welche den Nachfolger zu „Operation Mindcrime“ rausgehauen haben, obwohl es ja eigentlich gar nicht möglich ist, das Gefühl von damals relevant in die Neuzeit zu portieren. Auf einzelne Songs will ich hier nicht eingehen, das haben meine Kollegen/Innen bereits getan (siehe oben), daher lasst mich diesen Text mit folgendem Fazit abschliessen: Metallica haben mit „Death Magnetic“ ein gutes Album abgeliefert, doch haben sie in meinen Augen das Ziel etwas verfehlt. Doch letztendlich ist das egal, denn diese Band braucht kein „over the top“-Album mehr, um Legendenstatus zu erhalten – diesen haben sie bereits! „Death Magnetic“ wird diesen Status weder schmälern noch vergrössern. 7 Punkte (Ralph) - Forum
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