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IQ
„Frequency“ / 7 Tracks / 62 Min
INSIDE OUT
www.iq.hq.co.uk/
Nach dem Weggang von Keyboarder und Hauptsongwriter Martin Orford und dem
Schlagwerker Paul Cook standen
die Briten IQ unter einem schlechten Stern. Die zwei gehörten
schliesslich seit nahezu einem Vierteljahrhundert zum Inventar der Truppe.
Doch mit Mark Westworth als Tastenmann und Andy Edwards hinter der Küche
wurden nach einem halben Jahrzehnt seit „Dark Matter“ zwei potenzielle
Nachfolger gefunden, um ihr nunmehr zehnter Output namens „Frequency“
einzuspielen. Die beiden Neuzugänge fügen sich dabei optimal in das
Gesamtgefüge mit ein. „Frequency“ macht es vor, dass Neoprog auch
heute noch ihre Daseinsberichtigung hat, ohne dabei altbacken zu klingen.
Denn der Silberling brilliert nicht nur mit einer herausragenden
Produktion, sondern wartet mit hochinteressanten Nummern auf. Während
Genesis beispielsweise auf ihren jüngsten Alben fast nur noch
radiotaugliches Musikgut zusammenkomponierten, kochen IQ selbst heute noch
ihr hauseigenes Süppchen. Und dies mit jeder Menge Mut. Die Jungs lassen
sich absolut nichts diktieren, und legen uns mit ihrem zehnten Werk ein
absolut milleniumtaugliches Progressiverock-Scheibchen vor. Und dass soll
schliesslich belohnt werden. Die sieben, meist überlangen Songs, sind
durchdacht bis ins kleinste Detail. Diese kommen gewohnt sphärisch-verträumt
und einem nötigen Schuss an Epic und einer Spur von Heavyness daher. So
muss Neoprogrock heute klingen. Eine Achterbahnfahrt der Extraklasse, die
niemals langweilig wird, und folglich immer und immer wieder von neuem
abgespielt werden will. „Frequency“ ist bei allem Lob sicher nicht ihr
grösster Geniestreich. Aber allemal ein Hinhörer, an denen sich so
einige Bands, die sich heute noch mit dem Prädikat Prog-Rock schmücken,
und doch nur noch 08/15 Hitparadennummern aufs Band kriegen, ein
Scheibchen abschneiden können. Tolle Leistung Jungs! 8.5
Punkte (Pink) - hier
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