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EPICA
“The
Classical Conspiracy”
/ 10 Tracks / 65 min
NUCLEAR BLAST
www.epica.nl
Ach ja, schon wieder mal ein Live Album, für das ein klassisches
Orchester samt Chor angeheuert wurde – nicht gerade spannend und
innovativ, oder? Andererseits ist der symphonische Metal-Sound von EPICA
geradezu prädestiniert dafür, pompös-orchestral aufgepimpt zu werden.
Und das ist den Niederländern vollendet gelungen, denn die Aufnahme im
ungarischen Miskolc mit einem 40-köpfigen Orchester und einem 30-köpfigen
Chor ist qualitativ erste Sahne, die vielen anderen Live-Mitschnitten den
Rang abläuft. Leider liegt mir jedoch nicht das Doppel-Album zur Review
vor, denn dies enthält neben Epica Songs auch Adaptionen klassischer Stücke
und Filmsoundtracks, wie 'In The Hall Of The Mountain King' von Edvard
Grieg oder 'The Imperial March' aus Star Wars. So kann ich nur mein Urteil
über den original Epica-Teil abgeben. Zum Glück ist Simone Simons, die
Anfang 2008 an einer Infektion mit multiresistenten Staphylokokken litt,
weswegen viele Auftritte abgesagt werden mussten, wieder topfit. Einfühlsam
und samtig wie bei „Cry For The Moon“ oder kräftig-energetisch wie
bei „Never Enough“ bringt
sie die Songs mit einer Inbrunst, dass es Spass macht, laut aufzudrehen.
Das Orchester und der Chor unterstreichen die Lieder so gekonnt, dass der
Begriff „Symphonik Metal“ nun erst zu seiner wahren Bedeutung
aufsteigt. Heisst doch Symphonik laut Wikipedia nichts anderes als die
Klangfülle des Sinfonieorchesters, basierend auf der der Harmonielehre
befolgenden, abwechslungsreichen Instrumentation, wobei die einzelnen
Instrumente mit dem Gesamtklang verschmelzen. Genau! “The Classical
Conspiracy” ist ein rundum tolles Live-Album, das jeden Epica und Gothic
Metal / Female-Fronted Metal Fan erfreuen dürfte. Gute Songsauswahl,
super gespielt und gesungen, genial gemischt und produziert, daher 9
Punkte.
(Kassandra) - hier
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