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DEFUELD
„Defueld“
/ 11
Tracks / 48 Min
SHORTWAVE RECORDS
www.myspace.com/defueld
Jaja ihr lest schon richtig! DEFUELD! Könnte mir nämlich gut vorstellen,
dass Leser mit versierten Englischkenntnissen hier genau so schmerzlich
ein „E“ vermissen wie ich. Absicht oder grammatikalisches Unvermögen?
Wer weiß… Hoffentlich musizieren die fünf Schweden besser als sie
schreiben. Aber der wirklich gelungene Opener „Spawn“ lässt die
Gedanken um den verlorenen Buchstaben schnell verfliegen und macht hungrig
auf weitere solche Leckerbissen. Diese lassen mit „Endless Roll“, „Hero(in)“
oder „Retarded“ (jaaa es klappt doch mit der Rechtschreibung) nicht
lange auf sich warten, und bieten neben erheblichem Ohrwurmpotenzial auch
viel Abwechslung und eine bestens abgestimmte Portion Härte. Ein extra
Lob verdient sich Sänger Christoffer Wetterström, der im Stile eines
alten Hasen jede Note optimal getroffen raushaut und dabei auch noch äußerst
variabel und wandlungsfähig agiert. Kein Wunder also, haben DEFUELD im
Jahre 2007 bei ihrer ersten Tour im afrikanischen Senegal auf ganzer Linie
abgeräumt! Wohlgemerkt: DEFUELD sind die erste Metalband überhaupt die
im Senegal auf Tour gegangen ist, und dabei konnten sie bis dato noch
nicht mal eine einzige offizielle Veröffentlichung vorweisen! Die
Aufnahmen zum selbstbetitelten Debüt wurden erst im folgenden Jahr
abgeschlossen. Danach zog noch ein weiteres Jahr ins Land bis der
Silberling endlich auch bei uns über den Ladentisch huschen durfte. Die Mühlen
der Musikindustrie mahlen eben auch gern mal gemächlich! In welchem Lager
die Scheibe nun am besten ankommen wird, ist kaum vorhersehbar. Denn die
überwiegend gelungene Mischung aus SENTENCED, LINKIN PARK, AMORPHIS und
sogar etwas SOILWORK kann über die gesamte Albumlänge gute Unterhaltung
präsentieren und bietet zahlreiche Nischen für verschiedenste
Stilrichtungen. Da die Parallelen zu genannten Bands aber teilweise extrem
offensichtlich hervorstechen, leidet die Eigenständigkeit dadurch doch
erheblich. Zudem ist der Sound übermäßig auf Hochglanz poliert, was mit
der Zeit etwas sauer aufstößt. Im Endeffekt können DEFUELD ein
Erstlingswerk vorweisen das sich zwar überall etwas hinten anhängt, aber
mit einer beachtlichen Hitdichte gut die Kurve kriegt! 7
Punkte (Andi) - hier
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