DECADENCE
3rd Stage of Decay“ / 8 Tracks / 35 Min
MASSACRE RECORDS
www.decadence.se
„Wow, super!“
Das war der erste Gedanke, der mir beim Opener des dritten DECADENCE Longplayers „3rd Stage of Decay“ durch die Rübe schoss. Und dieser so genannte „Wow-Effekt“ klang auch bei den darauf folgenden Stücken nicht ab. Positive Überraschung! Trotz meiner mittelgroßen Euphorie ist nicht gerade die Metal Revolution in Gang gesetzt worden. Aber was DECADENCE da abgeliefert haben, klingt eben einfach frisch, fröhlich und herzerwärmend (im übertragenen Sinne natürlich!). Eine gute halbe Stunde Thrash in Reinkultur wird geboten, und zwar im urtypischen Stil der 80er Jahre. Fast könnte man denken, eine alte KREATOR Scheibe habe sich in den Player verirrt! Einziger bedeutender Unterschied zu früher ist natürlich die um Längen bessere Soundqualität. Außerdem steht mit „Metallic Kitty“ Saric ein Mädel hinterm Mikro, das richtig konsequent und lauthals drauflos geifert. Das Erstaunliche dabei: Kitty klingt tatsächlich fast wie der Mille Petrozza von damals. Klar kommen auch sofort die Vergleiche mit Angela Gossow von ARCH ENEMY. Doch Kitty hat’s mit dem growlen wohl nicht so, und probiert es auch gar nicht. Das ist ganz gut, denn das giftige keiffen der Dame passt viel besser zum Sound. Was noch zu erwähnen wäre: „3rd Stage of Decay“ erschien bereits 2006 über das Underground Label HTI RECORDS, und leider nahm zu der Zeit kaum jemand Notiz von diesem Hammer. Dass dieses kleine Schmuckstück aber das Zeug hat mehr zu bewegen, dachten sich auch die Leute von MASSACRE RECORDS und sicherten sich kurzerhand die Rechte für die Scheibe. So wurde schließlich 2008 eine Neuauflage auf den Weltmarkt geworfen. Und DECADENCE haben’s verdient. Fette Riffs, intelligente Breaks und facettenreiche Songs sind keine Selbstverständlichkeit mehr heutzutage. Mitteilung an alle: Wer den guten alten Thrash Zeiten nachheult, sollte unbedingt mal ein Ohr riskieren! Anspieltipp: Jeder einzelne Track! 9 Punkte (Andi) - Forum

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