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MYRKGRAV Bereits nach einer Minute des ersten Liedes von „Trollskau, Skrømt og Kølabrenning“, bewegt sich schon mein ganzer Körper zur Melodie. Sowohl
die Folk- als auch die Black-Passagen werden von Anfang an grandios und
ohne jegliche Abschweife eingesetzt. Die Passagen gehen reibungslos
ineinander über und erwecken den Eindruck, als ob dies eine Selbstverständlichkeit
wäre. Eines der Highlights findet man bereits beim Hören des
zweiten Liedes „Fela Etter’s Far“. Beginnend mit einer leisen
Melodie, die bald mit Drums und Gitarre verstärkt wird, singt Herr Jensen
mit einer klaren und ruhigen Stimme. Diese beruhigende und idyllische
Stimmung schwindet jedoch schlagartig. Als der Bass die bisherigen
Instrumente ersetzt und die Stimme von Jensen bedeutend tiefer und wütender
klingt, beginnt der kalte Sturm und endet in einem göttlich-geilen
Wutausbruch seitens Jensen. Das Szenario wiederholt sich circa zwei bis
drei Mal, ständig wechseln die Passagen von ruhiger Melodie bis zum
lauten Gemetzel. Obwohl die Lieder gleich aufgebaut sind, besitzt jeder
einzelne Song seine eigene und spezielle „Persönlichkeit“, diese
hauptsächlich durch die mythischen Folk-Melodien und der genialen Stimme
von Jensen zu verdanken haben. So möchte ich auch zudem noch das neunte
Lied „De To Spellemenn“ als Anspieltipp erwähnen, ein traditionelles
Folklied aus Dänemark. Zu gerne würde ich da mitsingen, hätte sich
Jensen nicht nur auf die norwegische Sprache konzentriert (wie übrigens
bei allen anderen Liedern … nur norsk). |
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