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KALMAH |
14.02.2008, Tavastia Club, Helsinki/Finnland |
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Am
Vorabend der Finnish Metal Expo (FME) gibt es im Tavastia Club jedes Jahr
ein entsprechendes Warm-Up Konzert. Macht Sinn, ist der Tavastia Club doch
der bekannteste Metal-Schuppen in Finnland, wo alles was im finnischen -
und zum Teil auch internationalen - Metal Rang und Namen hat, schon auf
der Bühne gestanden hat. Die Location ist gut aufgeteilt in einen Vorraum
mir grosser Bar und Sitzgruppen, von denen aus man bequem über grosse
Bildschirme das Geschehen im Konzertsaal beobachten kann, sowie einer am
Ende des Konzertraums befindliche Galerie (natürlich ebenfalls mit Bar
ausgestattet), um die Bands von oben zu erleben. Zudem liegt der Club
direkt neben der Metrostation des Einkaufszentrums Kampii nahe dem
Hauptbahnhof und ist somit gut erreichbar. Kurz vor Beginn verteilten sich die nicht gerade in Massen anwesenden Metal-Heads schön überschaubar zwischen Bar und Bühne. Im Jahr davor war es dagegen brechend voll, denn im Februar 2007 wärmten BROTHER FIRETRIBE, eine in Finnland recht beliebte Classic Rock Formation, das Tavastia vor für niemand geringeren als TAROT. Dies ist die zweite Band von Marco Hietala (NIGHTWISH), der als Mastermind von TAROT am Micro steht und den Bass bearbeitet. Da Familienzusammengehörigkeit in Finnland noch gewissen Wert hat, ist es nicht verwunderlich, dass Marcos Bruder Zachary Hietala an der Gitarre mit von der TAROT-Partie ist. Somit hatte sich auch eine illustre Gästeschar zwischen die Normalo-Besucher gemischt, und man traf an der Galeriebar neben Tuomas Holopainen (NIGHTWISH / Keys) auch Bandmitglieder von HIM oder SONATA ARCTICA an. Aber wie gesagt, 2008 fehlten die metallenen Magneten und daher auch die Rocker-Promis.
Um 22.00 Uhr starteten PROFANE OMEN, die Gewinner des 2007er Finnish Metal Awards für den besten Newcomer, tapfer durch, um Stimmung in die kleine Runde zu bringen. Frontmann und Mädchenschwarm Jules Näveri, der noch bei MISERY INC. mit am Micro steht, war Hardcore-mässig gekleidet mit "Get In The Pit"-T-Shirt, knielanger Military-Schlabberhose und Turnschuhen. Seine teilweise Death Metal angelehnten Growls gemischt mit aggressivem Geschrei wurden gekonnt umpeitscht von Gitarrenschlägen der Bandkollegen Williami Kurki und Antti Kokkonen. Einflüsse, die zum unüberhörbar melodiös angehauchtem Stil geführt haben, stammen von Bands wie Sentenced, älteren Scheiben von Sepultura und Pantera. Die Band selbst bezeichnet ihren Sound als "Shotgun Metal mit wunderbaren Melodien", und das kommt auch live so rüber: mal klampften PROFANE OMEN heavy Riffe bis zur Brutalität, dann folgte wieder ein, wenn auch kurzes, Abdriften in atmosphärische Melodien. Nach 45 Minuten bestem finnischen Hardcore mit Songs v.a. aus dem einzigen Album BEATEN INTO SUBMISSION verliessen PROFANE OMEN kaum verschwitzt die Bühne, um das Schlachtfeld KALMAH zu überlassen. Schade, dieser Auftritt hätte ein Full House verdient gehabt!
Set-Liste: Disconnected,
Adrenaline, Painbox, FMH, In Fear, Rewind, Gunshot/Mindset, Damaged
Justice, God In A Bottle, Pit Of My Thoughts (Kassandra) Nachdem PROFANE OMEN der anwesenden Meute schon mal ordentlich eingeheizt hatte, war nun nach der Umbau-Pause KALMAH an der Reihe, den dünn besiedelten Tavastia Club mit ihrem finnischen Melodic Death Metal auf Kochtemperatur zu bringen. Ohne gross Worte zu verlieren, legten die Jungs mit dem Opener der Swampsong Scheibe „Heros to us“ gleich druckvoll los. Mit „Heritance of Berija“ wurde das nächste glühende Eisen alter Tage nachgelegt, welches deutlich zeigte, dass Klamah live roher als ab Konserve tönen, dabei aber das filigrane Zusammenspiel zwischen Saiten- und Tastenfront fast völlig verloren ging, da die Abmischung dem Keyboard keine Luft lies, sich zu entfalten. Doch nicht nur dies, wer KALMAH kennt, der weiss, wie viele Details und kleine feine Melodien die Saitenhexer hervorzaubern können, doch im Tavastia gingen die meisten davon schlicht verloren. Etwas „verloren“ kam man sich auch als Besucher vor, denn obwohl ich hoffte, dass nach PROFANE OMEN noch einige Leute den Weg zum Club finden würden, war fast eher das Gegenteil der Fall. Die mickrige Fan-Traube, zusammengeschart vor der Bühne, hatte zwar ihre Freude, doch es reichte nicht aus, um das Tavastia in eine euphorische Rockarena zu verwandeln. Sichtlich enttäuscht von den wenigen Gästen schienen auch KALMAH zu sein, welche zwar routiniert ihr Programm hinklatschten, aber kaum Kommunikation mit dem Publikum suchten. Da dauerte es einige Songs, bis sich Sänger Pekka Kokko aufraffen konnte, ein paar finnische Worte an den Mob zu richten, und auch der Rest der Truppe wurde erst ab Mitte des Sets ein wenig agiler auf der Bühne. Die Stimmung hob sich gegen den Schluss glücklicherweise noch etwas an, wobei der Mid-Tempostampfer „Black Waltz“ vom gleichnamigen aktuellen Album das Highlight symbolisierte. Als die Band nach ihrem Set von der Bühne ging, liessen sie die wenigen noch verharrenden Fans nicht all zu lange warten, sondern wollten die Schäfchen so rasch wie möglich ins Trockene bringen. So wurde als Dessert noch „Defeat“ und „They will return“ serviert, was den Abschluss des 50-minütigen Gigs bildete.
Ich hatte mich im Vorfeld sehr gefreut, KALMAH mal live zu erleben und dies noch auf finnischem Boden in einem der bekanntesten finnischen Metal Clubs, doch wie die Band wohl auch, hätte ich mit mehr Leuten gerechnet, zumal das Ganze noch als Auftakt zur finnischen Metal Expo publiziert wurde. Nun dieser Auftakt war nicht der gewünschte Exploit, doch ich erhoffe mir, dass Kalmah auch mal ihren Weg in die Schweiz finden werden, um sich dem heimischen wilden Haufen zu stellen, welcher sicherlich die Stimmung aus dem Tavastia mit Leichtigkeit überbieten kann.
Set-Liste:
Heroes To Us, Heritance Of Berija, Wings, Swamphell, Cloned Insanity, To
The Gallows, With Her Ring Away, The Groan Of Wind, For The Reva, Black
Waltz, Bitter Metallic Side. Zugaben: Defeat, They Will
Return (R.K./MetalFactory) |
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ALTER
BRIDGE |
02.02.2008, Backstage Werk, D-München |
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Vor
Jahren habe ich Alter Bridge das erste mal als Vorband von 3 Doors Down
erlebt und war damals schon sehr begeistert, was mir normalerweise bei mir
unbekannten Vorbands nicht so leicht passiert. Creed war mir zwar ein
Begriff, riss mich aber nicht so vom Hocker. Black
Bird, das zweite Album, war also veröffentlicht und kurz darauf wurde die
Tour bekannt gegeben. Jippie, sie kamen auch nach München! Das Backstage
ist ja eine eher kleine Location, im Vergleich zu den Grossveranstaltungen
im Olympiastadium oder –Halle, trotzdem hat es mich verwundert und auch
sehr gefreut, dass es ausverkauft war!
Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, bevor der grosse Schwung an
Konzertbesuchern eintraf. Kalt war die Nacht Anfang Februar! Aber wir
mussten nicht lange warten und waren ziemlich schnell drinnen, haben auch
einen relativ guten Platz ergattern können. Nun ging es ans Warten, wie
vor jedem Konzert. Das Publikum war gemischt, von ganz jung bis älter als
ich J (Anm.Ralph: Was ja jetzt einige Spekulationen zulässt...). Die
Vorgruppe, Enjoy Destroy, hat mich nicht vom Hocker gehauen,
genauso wenig wie die meisten im Publikum. Netter Radio College Rock,
etwas deplaziert an dieser Stelle. Nach der Vorband folgte das obligatorische Umbauen. Die Spannung steigt und steigt und steigt. Sprechchöre werden immer lauter und riefen und forderten die Band. Endlich erschienen die Bandmitglieder auf der Bühne. Gekonnte Rockposen und jubelnde Zuschauer! „Come to life“, der Opener, grandios! Sie spielen echten Hard Rock mit schönen Melodien, kraftvollen Solis, gefühlvollen Balladen, naja richtige Balladen sind es ja nicht, etwas ruhigere Songs eben, wie „Before tomorrow comes“ oder „ Watch over you“ (ok, das ist eine richtige Ballade). Alter Bridge spielten fast die ganze Black Bird und natürlich auch die Kracher und Klassiker der ersten CD „Broken wings“ und „Open your eyes“. Die Stimmung war umwerfend! Singalongs taten ihr Üriges. Man sah der Band ihren Spass an und sie genossen es, wie ihnen die Fans aus der Hand frassen.
(Melanie) - Forum |
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THE
69
EYES |
27.03.2007, Z7, CH-Pratteln |
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Bereits um 18.00 Uhr, als ich
zum Interview mit 69 Eyes Frontmann Jyrki beim Z7 ankam, tummelte sich
eine Gruppe Gothic-gestylter Die-Hard Fans, hauptsächlich bestehend aus
Mädels, vor dem noch nicht geöffneten Eingang. Ich durfte dann gleich
Backstage, wo bald darauf das Interview statt fand. Das Konzert begann
gegen 20.30 Uhr, aber nicht wie bei den Gigs zuvor und danach mit den
DEATHSTARS, sondern mit JESUS AND THE GURUS, die in einer Blitzaktion
aufgeboten wurden. Die laut eigener Aussage "untypisch Schweizer
Formation" bestehend aus "professionellen Musikern und
Performance-Künstlern", boten ihre rebellischen, sozialkritischen
und zynischen Songs in einer distanzierten Art dar, die wenig Anklang
fand bei den Gothic Rock Anhängern. Musikalisch findet sich die Band in
einer breiten Masse aus Gothic, Rock, Electro, Neofolk und Heavy Metal
wieder. Das minutenlang dauernde instrumentale Intro rief nach einiger
Zeit erst Ungeduld, dann Langeweile beim Publikum hervor. Dass JESUS AND
THE GURUS nicht nur an Gothic- oder Metalkonzerten spielen, sondern auch
an Fetish-Events zu Hause sind, merkte man schnell, als Sänger Son ov
David im Kardinals-Gewand wilde Spielchen mit der Nonne schauspielerte.
Trotz dieser Showeinlage war kaum Applaus hörbar, als JESUS AND THE
GURUS nach langen 40 Minuten die Bühne verliessen.
Und dann war es endlich soweit: die Helsinki
Vampires stürmten gut gelaunt die Bühne und legten mit
dem Stück ANGELS des brandneuen, gleichnamigen Album los.
Die vorher extrem abgekühlte Gothic-Schar taute sogleich auf und emfang
die Band mit hochgestreckten Armen und Kreischen. Als Jyrki mit seiner
dunkel-atmospärischen Stimme FEEL BERLIN aus der 94er Hit-Scheibe
DEVILS anstimmte, war klar: das wird ein gelungenes Konzert! Weiter ging
es sozusagen mit einem 69er-Oldie, WASTING THE DAWN aus dem
gleichnamigen Album anno 1999. Die Gothic Rock Fahrt ging anschliessend
ins Jahr 2002 zum Album PARIS KILLS,
woraus die Energie-geladenen Finnen
BETTY BLUE und DON'T TURN YOUR BACK ON FEAR darboten. Nochmal
einen Zeitsprung zum Jahr 2000, und THE CHAIR aus dem BLESSED BE
Silberling ertönte. Nach dem ersten Rundumschlag durch die wichtigsten
Alben rockten THE 69 EYES die aktuelle Single PERFEKT SKIN. Den
folgenden Song leitete Jyrki ein mit den Worten "The next song is
from our new album, and it's about me because I'M A ROCKER", und
dann ging es richtig ab im Z7. Und wenn Jyrki singt "I'm a rocker,
a goddamn rocker, yeah", dann spürt man, dass er das nicht nur
singt, sondern er ist mit Leib und Seele ein Rocker! Die weiblichen Fans
hatten da bereits schon lange strahlende Gesichter und konnten die Augen
nicht von der Bühne abwenden, und die männlichen Fans konnten
ebenfalls nicht still halten und tanzten begeistert mit. Jyrki und seine
Jungs wirkten extrem sympathisch, relaxt und dennoch in Fahrt, was das
Publikum sehr erfreute.
HEVIOSO aus dem Teufelsalbum war dann die Einleitung zum ersten Höhepunkt des Abends, der natürlich bei jedem 69er-Konzert der Song ist, mit dem sie im Jahr 2000 tief in die schwarze Szene eingetaucht sind: GOTHIC GIRL, einfühlsam und doch energetisch vorgetragen vom "Haup-Vampyr" Jyrki69 mit seiner düster-sanft-charismatischen Stimme. Mit WINGS & HEARTS sowie dem Knallersong FRANKENHOOKER fand sich das Z7-Publikum in der Jetztzeit wieder, und es war deutlich, dass viele Fans das neue Album ANGELS bereits kannten, da sie begeistert mitsangen.
Dann ging es Schlag auf Schlag weiter mit dem
ruhigeren Ohrwurm SISTER OF CHARITY, wobei wieder ein perfekter Übergang
von ANGELS zu DEVILS und nochmal Retour erfolgte mit NEVER SAY DIE. Mit
dem 2002er DANCE D'AMOUR und dem teuflische-flotten LOST BOYS wollten sich
die Helsinki Vampires nach gut einer Stunde vom tobenden Schweizer
Publikum verabschieden. Das liessen diese aber nicht zu, gröhlen ihre
"we want more"- und "Zugabe"-Rufe, bis die finnischen
Goth'n'Roller schon nach kurzer Zeit erneut erschienen, um noch 3 weitere
Songs zu performen. So fand der finnische Gothic Rock Abend leider viel zu
schnell ein Ende mit DEVILS, dem 1997er WRAP YOUR TROUBLES IN DREAMS und
BRANDON LEE. THE 69 EYES boten eine absolut überzeugende Show,
toll gespielt von den Musikern und sympathisch sowie rockend vorgetragen
von Jyrki. Die Finnen sind eben eine absolut tolle LIVE-Band, und das
merkt man an jeder Geste in jeder Minute und bei jedem Song. Keep rockin' ! |
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THE BEAUTY OF GEMINA |
16.03.2007, X-Tra, CH-Zürich |
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Eine gewisse Nervosität war den Mitgliedern von THE BEAUTY OF GEMINA, kurz TBOG, in den Wochen vor dem Konzert anzumerken. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass das erste Album "Diary Of A Lost" im Januar 2007 veröffentlicht wurde und es das erste Konzert von TBOG war. Michael Sele (Vocals, Keyboards), Martin Lucio (Bass) und Mac Vincens (Drums) haben zwar bereits bei NUUK zusammen gespielt, aber das erste gemeinsame Album mit neuer Band vorzustellen, ist dann doch was anderes. Ausserdem sind TBOG Perfektionisten, die nicht mal schnell auf der Bühne ihre Songs runterschrammeln, sondern eine gute Performance bringen wollen. Ihr erster Silberling "Diary Of A Lost" wurde in den einschlägigen Magazinen durchaus gut bewertet und gefiel auch ASP, so dass das Schweizer Industrial/Electro-Trio in den kommenden Wochen als Support für den Schwarzen Schmetterling die Bühne aufwärmen darf. Bevor es aber soweit ist, kam erst die Feuertaufe im X-Tra, einem der bekanntesten Party- und Konzert-Clubs Zürichs. Jede Menge bekannter Gesichter aus der Schweizer Gothic/Electro-Szene waren ebenso zu sehen wie Leute, die optisch nicht der Szene angehören, aber diese Art Musik gerne hören, was ein gut gemischtes Publikum ergab. Sogar extra aus München angereist waren u.a. zwei Damen von Schatten TV, um die Live-Premiere von TBOG zu filmen. Es werden in Kürze daher auch 2-3 Songs des Konzerts auf www.schatten.tv zu sehen sein.
Als das Intro um 22.40 Uhr startete, war das X-Tra mit rund 500 Personen gut gefüllt. Schliesslich fiel der weisse Vorhang, auf den eine öde Landschaft - die Suicide Landscape - und dann das graphisch sehr schön gestaltete Gemina-G projeziert waren, und los ging es mit "Kingdoms of Cancer", "Nevertime" und "Trapped". Ungewohnt war der vierte Mann auf der Bühne. Die dreiköpfige Band hat nämlich zur Vervollständigung des Live Line-ups den Gitarristen Dennis Mungo verpflichtet, der nicht nur klassische Gitarre, sondern am American Institute of Music auch Rockgitarre studiert hat. Seine Erfahrungen im Heavy Metal, Hardrock und Progressive Metal sollen den elektronischen TBOG-Sound mit Rock-Elementen fusionieren. Die Stimme Michael Seles war leider etwas zu leise während den ersten Songs, aber spätestens als das Lautstärkenverhältnis optimiert war und TBOG das ohrwurmverdächtige "Monsters in me" anstimmten, war es mit blossem Herumstehen vorbei. Es wurde getanzt, mitgesungen oder wenigstens im Takt mitgewippt, und es war erkennbar, dass die Fans zum Teil die Songtexte auswendig wussten. Dann wurde die Bühne plötzlich abgedunkelt, während weiter eine TBOG-typische Melodie lief. Stühle und ein Piano-Keyboard wurden auf die Bühne gebracht, während Mac, Martin und Dennis verschwanden. Statt dessen betraten vier am Konservatorium klassisch ausgebildete Musiker das Podium und stimmen die Ballade "Forgiveness" an. Diese war so gefühlvoll vorgetragen von Michael und den Gastmusikern, dass am Ende lautstarke und begeisterte Beifallsbekundungen erklangen.
Danach ging es mit der eigentlichen Besetzung weiter und das Publikum wurde in das Schattenland entführt, wo die Landschaft suizidgefährdend wirkt. Da das eingängige "Suicide Landscape" vielen Leuten bereits von diversen Gothic/Electronic Parties in Zürich bekannt war, wurde auch dieser Song extrem gut entgegen genommen. Dazu gelungen umgesetzt waren die Ausschnitte aus dem Video zum Song, die auf einer grossen Leinwand hinter der Band gezeigt wurden. Schliesslich folgten noch "One Step to heaven", "Victims of love" und der Abtanzer "Hunters". Das Konzept, das ganze Album am Stück zu vertonen, wurde komplettiert durch "Fight song", "Isle of desire" sowie "Lovehate". Das Instrumentalstück "La reve de l’infidèle", das den Abschluss des Albums "Diary Of A Lost" bildet, beendete auch das Konzert und geleitete die Band von der Bühne.
Musikalisch
und visuell war der Auftritt von TBOG absolut gelungen. Ein kleines ABER
am Schluss möchte ich dennoch anbringen. Es ist schade, wenn eine
Schweizer Band die zu wenigen Ansagen, die sie machen, auch noch in
Englisch bringen. Das wirkt schnell mal arrogant und unnahbar, also
warum nicht in Schweizerdeutsch oder wenigstens Hochdeutsch? Es waren so
viel Leute im Publikum, die die Band kennt, da hätten sie sich auch
offiziell von der Bühne herab bei den Leuten für deren Support
bedanken und ihre Freude über den Auftritt Kund tun können, nicht nur
in ein paar Einzelgesprächen anschliessend beim Merchandising Stand.
Solche Kleinigkeiten lassen sich aber leicht ändern, nicht wahr, TBOG? |
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EXCRUCIATION
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13.01.2007, Werk21/Dynamo, CH-Zürich |
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Die "Angels to Some, Demons to Others"
Plattentaufe der Schweizer Doom/Death/Thrash Metal Formation
EXCRUCIATION liess sich als Mammutkonzert an. Mit sage und schreibe vier
Bands als Anheizer und einer weiteren als Abrocker-Hammer-Abschluss
umrahmte das Sextett den Release-Auftritt seines neues Albums. Nach 15
Jahren Abstinenz kehrten Excruciation auf die Bühne zurück, und das
will natürlich entsprechend präsentiert und gefeiert werden. Los gings aber erst mal mit Pÿlon und Cerperus,
die ich aber aus zeitlichen Gründen nicht gesehen habe.
Als ich gerade zu Beginn von shEver im Werk21 eintraf, kühlten
sich bereits viele Konzertbesucher in der nicht allzu kalten Januarnacht
draussen ab. Bald fragte ich mich aber, ob es wirklich nur an den ersten
Bands lag, weil diese so eingeheizt hatten, oder an der Darbietung der
Doom-Metallerinnen shEver. Eins hat sich in dem ganzen Jahr, seit ich
sie das letzte Mal gesehen habe, leider nicht verändert: die Sängerin
kann immer noch nicht besser singen und ihre Stimme liegt ziemlich oft
neben der Reihe. Und das trotz der vielen Auftritte, die shEver
mittlerweile hinter sich haben. Schade. Mit Black Metal und brutalen Trash-Passagen lockten
"Forgotten Chaos" die abtrünnigen Metal-Fans schnell wieder
zurück in die Hölle, die nun teuflisch gut gefüllt war. Die Stimmung
und Temperatur stieg mit zunehmendem Headbangen und machte Durst.
Teilweise schafften die Bardamen kaum mehr, dem Andrang überhitzter
Metaller nachzukommen und so musste man manchmal etwas länger auf sein
Bier oder Met warten. Aber selbst an der Bar wartend dröhnten Forgotten
Chaos so gewaltig, dass man nichts verpasste. Gegen 23.15 Uhr war es dann endlich soweit. Die Headliner des ohrenbetäubenden Abends betraten die Bretter, die für viele die Welt bedeuten. In den ersten Jahren der Bandgeschichte spielten Excruciation mehr als 100 Gigs in ganz Europa, und das ist immer noch spürbar. So wie man das Schwimmen nicht verlernt, so weiss sich die Band immer noch auf der Bühne zu geben. Nach einem kurzen Intro wummerten sich Excruciation nahezu durch das komplette Album "Angels to Some, Demons to Others". Der Doom-schleppende und dennoch wuchtige Sound der neuen Songs kam von Beginn an sehr gut bei den Konzert-Besuchern an, die gerne weiter ihre langen Haare, die kurzen und nicht mehr vorhandenen Haare mitschwangen.
Los gings mit dem zäh-düsteren "Golgotha",
im Markusevangelium den "Ort des Schädels" bezeichnend, das
sofort deutlich machte, dass Excruciation ZURÜCK sind! Szenenmässig
passend folgte "Black", dann "Arise" und der Song
mit dem interessanten Titel "Like Hyde In Jekyll". Es folgen
noch eine Reihe neuer Songs, die weiter unten in der Setlist nachzulesen
sind. Unterstrichen wurde die Show von der markanten Bühnenpräsenz einiger Bandmitglieder, untermalt durch nach oben gestossene Arme oder Sänger Eugenios fast pathetischen Gesten, wie ausgebreiteten Armen. Eugenio war mit intensivem, gröhlendem und morbidem Eifer bei der Sache. Bassist D.D., aka Rick Hatred, zog mit seinem weiss geschminkten Gesicht sowieso alle Blicke auf sich, hasserfüllt und bösartig wirkend in seiner Rolle.
Eine absolut gelungene Plattentaufe, mit der sich
die Band auch sehr zufrieden zeigte. Welcome back, Excruciation, wir
wollen Euch wieder öfter live erleben! Setlist Excruciation: Damit aber noch immer nicht genug. Obwohl doch einige der Konzert-Besucher nach dem Excruciation Auftritt das Werk21 verliessen, sorgen Mirto Massasker ab 00.45 Uhr weiter für Bombenstimmung, diesmal anderer Art als im Verlauf des vergangenen Abends. Mirto Massasker sind bekannt für ihre Hardrock/Metal Cover-Versionen wie AC/DC's "Back in Black" oder Judas Priest's "Breaking The Law". Ein letztes Abrocken, Headbangen und exstasisches am Boden wälzen seitens der Fans, und der Abend ging mit dem Power-Auftritt von Mirto Massaker zu Ende. www.pylon-doom.net (Kassandra) - talk about |
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BACKWASH
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11.12.2006, Mascotte, CH-Zürich |
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Endlich
war es soweit. Auf diesen Moment hatte die Band ein Jahr lang
hingearbeitet. Wie mir Sänger Bob Spring im Interview
bereits gesagt hatte, sollte uns heute eine spezielle Show erwarten. Die Stimmung war also schon mal bestens, als Bob von zwei Helfern auf die Bühne geschleppt und in einen Rollstuhl verfrachtet wurde. Dieser wurde in der Bühnenmitte platziert und Bob bekam eine Westergitarre in die Hand gedrückt. Und so begann er mit Unterstützung von Leadgitarrist Volli Country und Western Tunes zu schrammeln. Das Gejohle im Publikum wurde lauter. Dann hatte die restliche Band genug von diesem Intro und schlug einen heftigen Powercord an. Wie von der Tarantel gestochen schoss Bob aus dem Rollstuhl und verarbeitete seine Gitarre stilgerecht zu Kleinholz.
Zu
meinem Erstaunen begannen Backwash die Show mit INFECTED, einem erst
etwa 4 Monate alten Song, der nicht auf KICK ASS zu hören ist. SHE’S
ROCK’N ROLL als nächster Song war dann der erste Track vom Täufling.
Die Band hatte sich kurz vor Showbeginn noch Sorgen gemacht, ob Montag
doch nicht so der ideale Abend für eine Rockshow sei und die Leute
Zuhause bleiben würden. Doch weit gefehlt, mit weit über 200 Gästen
war der Club sehr gut gefüllt. Die Crowd war in bester Partylaune und
die Band auf der Bühne gab ihr was sie wollte. Rhythmusgitarrist Notter
war wie immer nicht zu halten und tobte wie ein Wilder auf seiner Bühnenseite.
Bassist Toby bangte was das Zeugs hielt und auch der sonst auf der Bühne
eher introvertierte Volli suchte den Kontakt zum Publikum. Drummer sind
naturgemäss etwas ortsgebunden, trotzdem feierte Spiga hinter der
Schiessbude seine eigene Party. Backwash
rockten sich fast durch die komplette CD. Es kam zur Konzertpremiere der
Ballade FEELIN’ LIKE A BITCH, welche die Band bis jetzt bewusst nicht
gespielt hatte, damit es auf der CD auch für alle Hardcore Fans was
Neues zu hören gibt. Der Song fügte sich aber nahtlos ins restliche
Repertoire ein, als ob er schon immer auf der Setlist gestanden hätte.
Ebenfalls nicht fehlen durfte HIGHROLLER, bereits ein Backwash-Klassiker
von der EP FEEL ROCK, inklusive Gitarrenduell und Bandvorstellung. Mit
HOLLYWOOD wurde zusätzlich ein älterer Song gespielt, der fix zum live
Programm gehört, aber auf keinem Tonträger zu hören ist.
Der eigentliche Taufakt fand so ungefähr in der Mitte des Gigs statt. Zuerst wurde der Champagner auf die Bühne gebracht. Dann folgte Notter mit einem gefährlich mysteriös dampfenden Kessel. Bob erzählte was von CD runterkühlen, Stickstoff und Essen und begann unter Mithilfe von Notter die CD in den Kessel zu tauchen. Das Ganze sah reichlich umständlich aus und nach ein paar Sekunden kam die „schockgefrorene“ CD wieder zum Vorschein. Dann nahmen die Zwei die CD aus der Hülle und bissen kräftig zu (das letzte Mal musste ein Mixer herhalten, siehe Interview). Nacheinander nahm die ganze Band dann einen Bissen CD und der Rest wurde dem gröhlenden Publikum zum Frass vorgeworfen. Was noch folgte war die Champagnerdusche, die so manche Formel 1 Siegerehrung alt aussehen lassen würde.
So
gestärkt ging die Party noch eine gute dreiviertel Stunde weiter. Bob
hatte das Publikum stets in Griff und liess den Saal auch mal nach
Bedarf laut schreien. Die Band war in Partylaune und das Publikum
feierte ausgelassen mit. Sogar umgezogen haben sich Bob und Notter während
der Show. Das war schon fast ein bisschen wie bei Christina Aguilera.
Das es Backwash nicht bloss laut und wild können, zeigten sie neben der
Ballade noch mit einer Soloeinlage von Bob, der nur mit Akustikgitarre
ausgerüstet einen Song zum Besten gab. Nach dem 14. Song des Abends,
TELL MY LINE, verliessen Backwash die Bühne, um unter lautem Geschreie
nochmals auf die Bühne zu kommen. CAT FIGHT zum Ersten und das
obligatorische ONE MORE DOLLAR, ebenfalls ein Klassiker von der EP,
beendeten einen kurzweiligen, unterhaltsamen Gig, bei dem sich Backwash
von ihrer besten Seite zeigten. Wenn Backwash in dieser Spiellaune Gas
geben, können sich die Anderen schon mal warm anziehen. Setlist Zugaben (Scari) - talk about |
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ANCARA
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01.12.2006, Rock-City, CH-Uster |
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Nur
wenige Metaller fanden sich im Rock-City ein an diesem Freitagabend.
Lag's an stattfindenden Weihnachtsfeiern oder an den unbekannten Bandnamen? Wer
weiss... Mit
etwas Verspätung ging's ca. 22.15 Uhr los mit den 5 Düster-Rockern
D-Fect aus der Innerschweiz. Fetter Rock/Metal/Tex Mex-Sound dröhnte
sogleich durch den Raum. Es gibt keine
musikalische Schubladen, in die D-Fect reinpassen, wodurch sie
umso interessanter rüberkommen. Egal ob sie "Liliths Daughter"
besingen (mein persönlicher Favorit), in "Flatline" auf ein
Leben nach dem Tod hoffen oder sich in "Cthulhus Awake" mit
H.P.Lovecrafts düsteren Fiktionen beschäftigen, alles passt zum
harten und doch eingängigen Sound. D-Fect wird total dominiert auf der
Bühne von Sänger Raubi. Natürlich steht der Sänger immer im
Vordergrund, aber hier ganz besonders. Raubi's Look und seine
Performance bringen der
Band noch das "gewisse etwas". Einer der Zuschauer meinte gar,
"Raubi hat ja schon fast Kultstatus!". Der Weg zur Erreichung
des Kultstatus ist lang... Also D-Fect, arbeitet daran, öfter auf die Bühne
mit euch!
Mit den
finnischen Ancara wechselte der Sound zu perfekt gespieltem Melodic
Metal. Ancara sind ausserhalb Finnlands kaum bekannt. Ihre CD "The
Dawn" schoss jedoch in den finnischen Charts auf Platz 2 und wurde
nur von Lordi gehindert, an die Pole-Position zu gelangen. Ancara
spielten bereits 7 mal im Tavastia Club, DEM Live-Club in Helsinki
schlechthin. Sänger
Sammy merkte man seine Virus-Infektion nicht an, er sang kraftvoll und
auch einfühlsam und stand gut gelaunt auf der Bühne. Ob das softere
"Flower Garden", das ins Ohr gehende "Comes around goes
around" oder das kraftvoll-dreckig gesungene "Burn in
Hell" - es macht einfach Spass, Ancara live zu erleben.
Finnische
Bands sind bekannterweise grosse Fans grosser Rockbands, und covern
deren Songs gerne und gut. So kam der erste Höhepunkt schliesslich mit
Billy Idol's "Rebell Yell". Es gibt ja unmengen Coverversionen
von diesem Song, aber Ancara's war die beste, die ich je gehört habe.
Das Rock-City wäre sicher dem Einsturz nahe gekommen, wäre es sold-out
gewesen - WOW! Damit
begnügten sich Ancara aber nicht. Sie holten den im Publikum anwesenden
D.C. Crow der deutschen Metalband Medusa's Child auf die Bühne und
performten gemeinsam "Breaking the law" von Judas Priest. Es
reicht ein Wort, um die Show zu beschreiben: Power!
Die
Band zeigt sowohl auf dem Album als auch live die typisch finnische
Perfektion in Musik und Gesang. Dieses Konzert hätte ein Full-House
verdient. Leute, da habt ihr was verpasst! http://www.ancarasite.com/ (Kassandra) - talk about |
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IN
STRICT CONFIDENCE
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25.11.2006, Dynamo, CH-Zürich |
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Der Saal des Dynamo war gut gefüllt, wie meist bei
den Konzerten von Divus Modus, als um 21.15 Uhr DIORAMA den Abend
eröffneten. Ein Teil der Besucher kam extra ans Konzert, um die
Deutsche Gothic/Elektro-Band live zu erleben. Gut gelaunt legten diese
los und boten vorwiegend Songs der letzten 3 Alben. Fans der älteren CDs
warteten leider vergeblich auf manche ihrer Lieblingsstücke. Dennoch
waren Diorama ein perfekter Auftakt für IN STRICT CONFIDENCE (ISC). Die ebenfalls aus Deutschland stammende
Elektro-Industrial Formation stand schon fast am Ende ihrer "Exile
Paradise"-Tour, nur ein Auftritt in Tel Aviv folge noch. Dennoch
war den Bandmitgliedern keine Müdigkeit anzumerken, als sie mit dem
genialen "Promised Land" aus dem aktuellen Album, gleichnamig
zur Tour, die Fans begeisterten. Die Vocals von Dennis Ostermann und
Antje Schulz ergänzten sich wunderbar, so dass die Songs gleichzeitig
mitreissend und sanft fliessend wirken, wie z.B. bei "Forbidden
Fruit" Visuell untermalt wurde der Auftritt von den Bildern auf der
Grossleinwand hinter Bühne. Das spezielle daran bei ISC sind die
Motive. ISC designen für ihre CDs ein ganz spezielles, aufwendiges und
stilvolles Artwork (siehe hier).
Diese Bilder verliehen dem Konzert ein ganz besonderes Ambiente. Trotz der oft düster-melancholisch wirkenden
Lieder war der Auftritt von In Strict Confidence keine Minute
langweilig. Und das hauptsächlich schwarze Publikum dankte es der Band
mit viel Applaus und begeisterten Gesichtsausdrücken. Ein kleiner
Minuspunkt war lediglich der etwas zu basslastig wirkende Sound, was
aber auch an der Akustik im Saal gelegen haben kann. Zu Bemerken ist hier noch das Merchandising. ISC
sind bekannt für eine sehr aufwendige und wunderschöne Aufmachung
ihrer CDs. Nahezu jede CD ist in besonderer Form erhältlich und geprägt
von dem oben beschriebenen Artwork. "Exile Paradise" ist im Digipak erhältlich, das zweifach aufgeklappt werden
kann und eine Bonus Disc enthält. "Holy" gibt es als
aufklappbare Box mit 3 Stickern, einem 5er Postcard Set, und ebenfalls
einer Bonus Disc. Speziell zur "Exile Paradise"-Tour bot ISC
eine auf 999 Stück limitierte längliche Box an, die die Single "The
Serpent´s Kiss" als 3-fach EPCD und ein von der Band signiertes
Zertifikat mit der Copy Number enthält. Die drei Maxis sind quadratisch
- einfach fantastisch! Für jeden Fan sollte es MUSS sein, dieses nur am
Konzert offerierte rare Stück zu kaufen - trotz dem stolzen Preis von
SFr 40.- www.instrictconfidence.com (Kassandra) - talk about |
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SWISS
GOTHIC NIGHT |
18.11.2006, Club The Rock, Schloss Thun, CH-Thun |
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Die
Swiss Gothic Night, veranstaltet von dieStille, war auf zwei Locations
verteilt: Deutlich
bessser wurde es, als um 22.45 Uhr Seelenzorn mit ihrem
haemmernden Industrial-Metal loslegten. Der Club, der leider nur ca. 100
Leute fasst, war zum Bersten voll, als die drei (!) Saenger mal
abwechselnd oder gleichzeitig ins Mikro sangen und roehrten. Die beiden
Taenzerinnen sangen nicht (nicht mal im Background), spielten kein
Instrument, waren also nur zur Dekoration dabei. Dennoch boten die
Darmstaedter eine gute und fetzige Show. Last
but not least enterten Fanoe um 0.35 die Buehne. Die Zuericher Electro
Rocker, die bereits als Support der legendaeren *Sisters Of Mercy* im
X-Tra und am diesjaehrigen Wave Gothik Treffen in Leipzig gespielt
haben, liessen es so richtig krachen. Ab Mitte der Show wurde es etwas
leerer im THE ROCK, was aber sicher nicht an der Qualitaet von FANOEs
Auftritt lag, sondern weil parallel die Schlossparty im Gange war. Nach
einem Fussmarsch von ca. 5 Minuten errreichte man vom Konzertclub aus
das Schloss. Der Rittersaal war gut gefuellt mit tanz- und trinklustigen
Mitetlalter-, Gothic-, Rock- und Metalfans. Musikalisch war fuer jeden
dieser Geschmaecker was geboten. Der entsprechend des Anlasses
stimmungsvoll dekorierte Rittersaal trug ebenso zu einem gelungenen Fest
bei wie der Ausschank von Met. An langen Tischen konnte man sich, an
fruehere Rittergelage erinnernd, setzen und das Treiben beobachten. Etwas
negativ (aber von manchen natuerlich auch positiv!) wurde zum Teil
empfunden, dass sowohl im Rittersaal als auch auf der langen
Steintreppe, die zum Saal fuehrte, nicht geraucht werden durfte. So
mussten sich die Raucher sportlich betaetigen und immer wieder die
vielen Stufen in den Schlosshof hinab steigen. Dort bildeten sich im
Laufe des Abends immer mehr Gruppen, so dass sowohl im Saal als auch im
Schlosshof eine Party stattfand. Vor den viel zu wenigen Toiletten
bildeten sich mehr oder weniger lange Schlangen, aber auch das konnte
den Spass an dem Event nicht trueben. Nach
einer langen durchtanzen Mittelalternacht ging die Schlossparty in den
fruehen Morgenstunden zu Ende und entliess die letzten Ritter und
Burgfraeuleins in ihre heimatlichen Gemaecher oder in eines der Hotels
in Thun. (Kassandra) - talk about |
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| NEGATIVE Jann Wilde & Rose Avenue |
17.11.2006, Sommercasino, CH-Basel |
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Das relativ kleine, aber vom Ambiente her sehr schoene
Sommercasino war gut gefuellt – hauptsaechlich mit Teenies. Bevor aber
Negative die Buehne betraten, erschienen statt der auf dem Ticket
angekuendigten Lacrimas Profundere (D) und Sinamore (FIN) die aus
Finnland kommenden Jann Wilde & Rose Avenue. Die ebenfalls
ziemlich junge Band wirkte Anfangs sehr schuechtern. Dabei war ihr
Styling ziemlich auffaellig: eine Mischung aus Glam-Pop-Punk-Rock. Und
so klang auch ihre Musik. Nach 2 Songs und viel Gekreische der Maedels
ging es aber absolut sicher weiter. Musikalisch sticht die Band nicht
besonders von anderen ab, aber der Saenger Jann Wilde hat neben einer
vielfaeltigen Stimme auch noch komoediantisches Talent. So war der
Auftritt von Jann Wilde & Rose Avenue ein fetziges und amuesantes
Intro fuer die finnischen Kollegen Negative. Diese betraten nach nicht allzu langer Umbaupause die
kleine Buehne – und
legten, von lautem Kreischen begleitet, los mit *Glory Of The Shame* aus
dem neuen Album *Anorectic*. Negative spielten sich quer
durch dieses und den Vorgaenger *Sweet & Deceitful* mit *One Last
Shot*, *Stop F..cking Around*, *We can't Go On*, *Frozen To Loose It
All*, *Creeping Inside*, *The Moment Of Our Love* u.a. Das sehr rockige Album *Anorectic* bietet tolles
Material fuer Liveshows, das Negative bestens umzusetzen wissen. Der
Saenger Jonne Aaron war bester Stimmung und die Buehne schien ihm zu
klein zu sein, um seinen Sing- und Performancedrang richtig auszuleben.
Er riss sich am Ende des Konzerts sein Shirt vom Leibe, zerfetzte es in
mehrere Teile und warf es in die groehlende Menge. In
*Ich-bin-der-Beste*-Manier reckte er die Arme in die Hoehe,
deutete an, eine Gitarre zu zertruemmern und schien bersten zu wollen
vor Kraft, Freude und Tatendrang!
Der Bassist Antti Anatomy trug waehrend des Auftritts stolz ein T-Shirt
mit dem Schweizer Kreuz und warf es dann ebenfalls in die Menge (ohne es
zu zerreissen). Das Ganze glich einem typischen Rocker-Gebaren der
wilden 80er. Aber sie haben einen tollen Auftritt hingelegt - daher sei
ihnen verziehen, den jungen wilden Finnen. Come back! http://www.myspace.com/roseavenue (Kassandra) - talk about |
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| SATYRICON Insomnium / Keep Of Kalesin |
14.10.2006, Kleiner Elsersaal, D-Muenchen |
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Mit einem unguten Befuehl in der Bauchgegend und der quaelenden Frage, ob ich nun auf der Gaesteliste stehe oder nicht, fuhr ich zum SATYRICON Konzert zur Kleinen Elser Halle in Muenchen. Dennoch darf ich sagen, fing der Abend erstmal gut an, denn ich stand auf der Gaesteliste. Ohne Soundcheck und das uebliche hin und her fingen INSOMNIUM, ich darf fast sagen zu frueh, an. Ein eindeutiger Pluspunkt, da ich wenig Lust hatte noch ewig zu warten und erst recht nicht auf irgendwelche langweiligen Soundchecks. Die Death Metaller lieferten eine leider etwas langweilige Buehnenshow ab, es gab wenig Bewegung und wenn, dann lief der Gitarrist mal kurz zwei Meter nach links. Da sich aber der Saenger kaum vom Fleck ruehrte, wurde das Publikum auch nicht weiter angesprochen, dennoch bangten bereits die ersten. Zwischen dem vom Bass gepraegten Gedonner kamen immer mal wieder ein paar progressive Parts durch, die erstaunlich viel Atmosphaere trugen, leider kurz darauf von dem wieder aufkommenden Geknueppel sofort wieder zerstoert wurden. Daher war es fast schon ein stressiges Hin und Her. Was aber nicht so tragisch war, da KEEP OF KALESIN eine umso bessere Show hinlegten. Einheitlich gekleidet in schwarze Lederhosen und Longsleves die mit Lederbaendern umwickelt waren traten sie auf die Buehne, um das Publikum sogleich in ihren Bann zu ziehen. Kein stumpfer Black Metal, sondern eher melodioes aber mit extrem vielen komplexen aber genialen Breaks. Wirklich wunderbarer Black Metal, der nicht nur auf Party-Machen aus war, sondern viel mehr die musikalische Komplexitaet spielerisch unter die Leute brachte. Manche bangten einfach mal querbeet durch, bekamen aber vor lauter Gehirn-Durchschuetteln nicht mehr mit, das sie laengst nicht mehr im Takt waren. Inzwischen hatte sich die Halle schon gut gefuellt, aber man konnte auch in der 5ten Reihe noch ohne Gefahr vor klaustrophobischen Anfaellen stehen. Ein wirklich rundum perfekter Auftritt, vom Licht ueber den Sound (der zum Glueck nicht zu laut war), bis hin zu der genialen Musik, eine wirklich angemessen Vorband, die ich mir auch gerne als Hauptakt angeschaut haette. Sie haetten ruhig auch noch laenger spielen koennen, doch es war Zeit fuer den Umbau. Die SATYRICON-Flagge hin schon von Anfang an im Buehnenhintergrund und das Schlagzeug von Frost stand auch schon bereit (die Vorbands durften ihr Drumset vor demjenigen von Frost aufbauen), doch zum Glueck war die Buehne gross genug. Nach einer langen Umbauphase betraten endlich SATYRICON die Buehne um mit einer Power loszulegen, die man kaum fassen kann. Sie behielten sie auch weiterhin bei, allein schon wie sie auf der Buehne standen, strotzen sie vor Kraft. Alle, bis vielleicht auf Frost und die Keyboarderin, hatten durchtrainierte Koerper, schoene Oberarme (Anm.Ralph: Soviel zu den optischen "Reizen" :-)), dazu der oftmals fast stampfende Rhythmus ihrer Musik, all das spielte in ihre Wirkung auf der Buehne mit ein. Generell darf ich sagen, das Satyricon neben ein paar Stellen und Liedern einfach nur Party machten, nebenbei diktierte Satyr ein paar Tagebucheintraege oder forderte das Publikum zum Mitsingen auf. So wurden Lieder wie „K.I.N.G“ zum absoluten Kracher bei, „Mothern North“ jedoch fand ich das Mitsingen unpassend, da die Atmosphaere des Liedes darunter lit. Leider lies sich so mancher von der Stimmung zu sehr mitreisen, so konnte gegen Ende des Konzertes gerade noch eine Schlaegerei verhindert werden. Es wurden ein paar Lieder vom neuen Album gespielt was die juengeren Fans sehr begeisterte, aber schon angefangen beim Intro ihrer Shwo spielten sie auch aeltere Sachen, insgesamt ein gutes Gleichgewicht zwischen dem neuen Album und aelterem Material. Generell ist zu sagen das die Lichtshow absolut passend war, der Sound gut, das Publikum gemischt, die Stimmung besser und die Band einfach genial. Und ich denke auch das SATYRICON mit ihrem Auftritt der ihr letzter auf der Tour war sehr zufrieden sein koennen. (Laura) - talk about |
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| WHITESNAKE Shakra |
05.06.2006, Volkshaus, Zuerich |
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SHAKRA gebuehrte die Ehre, fuer WHITESNAKE den Abend in Zuerich zu eroeffnen. Das Volkshaus war beinahe ausverkauft und bereits bei SHAKRA sehr gut gefuellt. Eigentlich logisch, da das Konzert 1 Stunde zu spaet begann. Mit ihrem modernen und doch klassischen Hardrock-Sound legten die fuenf Schweizer die Grundlage fuer ein erfolgreiches Konzert und hatten das Publikum nach zwei Songs im Griff. Saenger Mark Fox genoss das volle Haus und das gut aufgelegte Publikum. Der Sound war sehr druckvoll und crisp. Offenbar hat man SHAKRA ueber das ganze PA spielen lassen, was nicht selbstverstaendlich ist. Mit RISING HIGH beendete die Band ihren Set und liess eine freudig erregte Zuschauermasse zurueck, die nun gespannt auf den Headliner wartete. WHITESNAKE eroeffneten nicht ganz ueberraschend mit BURN, einem Klassiker aus David Coverdale’s Deep Purple Zeit. Nicht ganz ueberraschend, da dies auf der aktuellen Live-DVD ebenfalls der Opener ist. Die weitere Setliste war nahezu identisch mit derjenigen der DVD. Wie zuvor bei SHAKRA war der Sound wirklich geil, will sagen laut, druckvoll und klar. Die Band ist im Vergleich zur DVD auf dem Posten des Bassisten neu besetzt worden, es spielt jetzt Uriah Duffy anstelle von Mark Mendoza. David Coverdale war begeistert ueber den stuermischen Empfang, den ihm das Zuercher Publikum bereitete. Entsprechend mit viel Elan und Leidenschaft legte er sich ins Zeug. Unterstuetzt von einer klasse Band spielte sich DC von Hit zu Hit. Die Zeit geht aber auch an ihm nicht spurlos vorbei. Immerhin ist Coverdale inzwischen 55 Jahre alt. Die ganz hohen Toene kamen nicht immer mehr so spritzig wie frueher, er musste zum Teil etwas pressen, hat einfach tiefer gesungen oder clever diese Parts den Publikum ueberlassen. Dank seiner Praesenz und seines Charismas auf der Buehne nahm man diese Tricks jedoch gelassen hin. Coverdale konnte mit dem Publikum waehrend des gesamten Gigs machen was er wollte, die Masse ging mit. Er persoenlich erfreute er sich speziell an den schoenen Frauen in Publikum. Nachdem ich mir die DVD angesehen hatte und hoerte, wie laut das Londoner Publikum sag, war ich aufs Schweizer Publikum gespannt. Mir bleibt nicht anderes als ein Kompliment an die Fans zu richten, wir muessen absolut nicht hinter den Englaendern anstehen. Bei AIN’T NO LOVE IN THE HEART OF THE CITY, GIMME ALL YOUR LOVE oder HERE I GO AGAIN lief’s mir jedenfalls kalt ueber den Ruecken. Wenn man so lange im Business ist wie David Coverdale, kann man auch der Band genuegend Platz einraeumen um zu brillieren. Nebst DC war der zweite Star des Abends Leadgitarrist Doug Aldrich. Er glaenzte einerseits durch sein hervorragendes Gitarrenspiel und sein Waschbrettbauch duerfte auch die zahlreichen weiblichen Fans entzueckt haben. Drummer Tommy Aldrige ist ein alter Wegbegleiter von DC. Er trommelte bereits auf dem legendaeren 1987’er Album. Tommy ist ein absolutes Tier am Schlagzeug. Er ist tight und aeusserst druckvoll, dazu immer in Bewegung, seine Stoecke wirbeln durch die Luft und die riesen Maehne schwingt in Takt. Sein spezieller Gimmick; zum Schluss des Schlagzeugsolos bearbeitet er die Felle mit den blossen Faeusten. Reb Beach, Rhythmusgitarre, Uriah Duffy, Bass und Timotyh Drury, Keyboards verrichteten ihren Job eher unauffaellig, aber sehr Band- und Song-dienlich. STILL OF THE NIGHT beendete nach gut 100 Min und zwei Zugaben ein sehr unterhaltendes Konzert. Eine Band aus Topmusikern, dazu ein Frontman, der diesen Bezeichnung verdient und eine „handvoll“ Rockklassiker. Die Fans bekamen all die Songs, die sie wollten wie BAD BOYS, READY AN’ WILLIN, SLIDE IT IN, LOVE AIN’T NO STRANGER oder CRYIN IN THE RAIN. Was will man mehr...Nach solch einem gelungen Gig geht man nach Hause und schiebt sich gleich nochmals die Live DVD in den Player. (Scari) - talk about |
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| MOTORHEAD Sideburn / Pure Inc. |
04.06.2006, Volkshaus, Zuerich |
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Ausverkauft. So stand es an der Abendkasse angeschrieben und so draengten sich ca.1500 Leute ins Volkshaus, um Lemmy die Aufwartung zu machen. Leider haben es die Organisatoren nicht verstanden, den Getraenkeverkauf in der Halle besser zu organisieren. So stand man bis zu 20 Min in der Schlange, bis man endlich ein kuehles Bier in der Hand halten konnte. Die Westschweizer SIDEBURN durften die Menge als erste in Schuss bringen. Mit ihrem AC/DC- und Rose Tattoo-lastigen, traditionellen Hardrock brachten sie die Menge schon mal auf Touren. Passend zur aktuellen Best-of CD spielten sie sich eine halbe Stunde durch ihre Song-Sammlung und machten damit Lust nach mehr. Nach einem kurzen Umbau folgten die Basler PURE INC. Deren zweites Album A NEW DAY’S DAWN ist erst kuerzlich erschienen. Zur Zeit touren sie damit durch Europa und nutzten die Gelegenheit, sich in Zuerich vor ausverkauftem Haus zu praesentieren. Der Sound ist wesentlich moderner als derjenige von SIDEBURN. Auch hier ging die Menge begeistert mit. Dann betraten Lemmy und Band die Buehne und liessen sich einfach feiern. „We are Motorhead“ und das Volk tobte. „And we play Rock’n Roll“, die magischen Wort zu Beginn eines jeden Motorhead Konzerts. Das war der Startschuss zu WE ARE MOTORHEAD und wie eine Dampfwalze donnerte der wuchtige Sound ueber die Menge hinweg. In den ersten Reihen bildeten sich sofort einige Moshpits, die sich bis zum Schluss nicht mehr aufloesen sollten. Es war laut, logo wir sind bei Motorhead, aber nicht unangenehm, ungeheuer druckvoll und erstaunlich transparent. Grosse Reden sind nicht Lemmys Ding und so ging’s von Song zu Song. Es gab ganz altes wie NO CLASS oder neues wie KILLERS vom INFERNO Album. Ab und zu liess sich Lemmy doch zu einem Witz hinreissen wie fuer seine Ansage fuer SACRIFICE. „This is a song from Sacrifice ... pause pause pause … it’s called ... pause pause pause ... Sacrifice” Das war auch der Zeitpunkt fuer das Killerdrumsolo von Mikkey Dee. Es flogen die Drumsticks und Doublebass-Attacken kitzelten im Bauch. Einen Solospot fuer Phil Campbell gab’s nicht, aber seine Solos kamen auch so messerscharf aus den Boxen geschossen. Songs wie KILLED BY DEATH, STAY CLEAN, R.A.M.O.N.E.S., GOING TO BRAZIL, IRON FIST und wie sie alle heissen liessen keine Verschnaufpause zu. Mit ACE OF SPADES endete nach gut 55 Min der regulaere Set. „ You know how it works. You make noise, we come back“ und weg war die Band. Der Laerm war laut und die Band kam zurueck. Mit zwei Akkustikgitarren und einer Mundharmonika. „This is Motorhead unplugged“ so Lemmy’s Kommentar. Und dann spielte Lemmy den Blues, den WHOREHOUSE BLUES um genauer zu sein. Der Mann kann Mundharmonika spielen und zwar nicht schlecht. Aber so konnte es dann doch nicht enden und zu Abschluss wurde uns mit OVERKILL nochmals voll die Kante gegen. Ich muss sagen, meinen Respekt hat Lemmy. Mit 61 den Leuten noch so in die Eier treten kann nicht jeder und an ihrem eigenen Kultstatus hat die Band lange genug gearbeitet. Nach diesem erfreulichen Abend konnten wir gespannt auf das morgige WHITESNAKE Konzert warten. (Scari) - talk about |
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| SCHANDMAUL Regicide |
29.04.2006, Zenith, Muenchen |
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Von der Vorband REGICIDE hatte ich noch nie was gehoert, war dementsprechend gespannt, aber noch sollte es noch nicht so weit sein, den noch wurde die sich langsam fuellende Halle mit franzoesischen Hip Hop mit Geige, und „Come on Eileen“ beschallt. Sehr zur Freude meinerseits ;-). Endlich fing die Vorband an. Ich mach keinen Hehl draus; der weibliche Gesang war unter aller Kanone, dafuer konnte der Saenger umso mehr punkten. Jedoch das schlimmste war, wenn beide zusammen gesungen haben. Anscheinend sangen beide absichtlich nicht den gleichen Ton, aber leider haben sie es selten hinbekommen es so zu singen, dass es NICHT schraeg und unharmonisch klang (wenn sie es mal hinbekommen haben, klang es dafuer umso besser *g*). Generell passte die Stimme der Frau vielleicht zur Geige, aber leider nicht zum Rest der Band. Zumindest versuchte die Gruppe ihr bestes um ihre zwei Alben, und vor allem das Aktuelle gut rueberzubringen. Vor dem vorletzten Lied meinte Saenger Timo, das Regicide den Auftrag bekommen haetten, den Saal fuer Schandmaul zum brodeln zu bringen, und so bruellte die Halle teilweise wohl eher halbherzig den Refrain mit. Dann war auch endlich genug und das Publikum durfte wieder mit franzoesischen Hip Hop vorlieb nehmen, oder was auch immer das gewesen sein soll…;-) Generell waren Regicide als Vorband ganz annehmbar, auch wenn die eine Stunde Spielzeit recht langweilig war. Dennoch versuchten die Jungs und Maedels mit Soli Passagen und Mitklatschen des Publikums die Temperatur des Saales steigen zu lassen. Letzteres haben sie nicht wirklich geschafft. Die Lieder klangen irgendwie alle gleich. Das Auffordern zum Mitklatschen war leider haeufig an unpassenden Parts, sodass die Leute einfach irgendwie klatschten und alles andere als im Takt waren oder sie sollten so schnell Mitklatschen, dass es einem Applaus glich… Ein kleiner Pluspunkt jedoch war die Buehnenshow, die durchaus abwechslungsreich war - im Gegensatz zur Musik. Mit einer super Lichtshow und einem netten Intro fingen die Schandmaeuler an zu spielen. Von unten mit einem Scheinwerfer angestrahlt begruesste die Band das Muenchener und somit auch ihr Heimatpublikum, und man merkte, das sie sich freuten. Wenn ich mich recht entsinne, so spielten sie am Anfang „Kein Weg zu weit“. Ich glaube es reicht wenn ich sage: Die Halle tobte. Weitergefolgt von „Sichelmond“ und „Drachentoeter“, wobei das Publikum die Geschichte des Drachentoetenden Helden mitsang, groelte, schrie, klatschte, sprang, huepfte, tanzte…
Mit einer kleinen Geschichte wurde das Lied „Die Tuer in Mir“ vom neuen Album „Mit Leib und Seele“ eingeleitet, wobei die Halle nicht weniger bebte als kurz zuvor. Aber wenn man denkt, das ist wohl kaum noch steigerungsfaehig, hat sich derjenige geirrt, den mit „Vogelfrei“ rastete die Halle fast aus. Von der Buehne aus muss es ein ziemlich beeindruckender Anblick gewesen sein, wie die Menge da unten kochte. Es hatte fast den Anschein, das Schandmaul mit dem Publikum spielte. Waehrend die Leute bei rasanten Rhythmen sprangen, tobten, groelten, pogten, konnten sie aber auch ganz sanft sein und einfach nur dastehen und mit einem kleinen Feuerzeug winken wie bei „Dunkle Stunde“. Es schien fast so als ob die Band mit dem Betreten der Buehne automatisch auch die Faeden der Marionetten/des Publikums in die Haende genommen haetten. Dann kam eine kurze Ansage des Drummers, welche vom Volk begeistert aufgenommen wurde: Der Fc Bayern hat den Dfb Pokal gewonnen!!! Birgit nutzte diese kleine Pause, um dem Publikum zu erzaehlen, dass die Jungs wirklich fuer alles eine Ausrede haben, so kauften sie 80%igen Schnaps. Zum Bananen flambieren! Daraufhin wurde auf der Buehne erstmal ein Stamperl getrunken und natuerlich, wie konnte es auch anders sein, „Kaeptn Coma“ angestimmt. Die Menge brach wieder los. Auch bei den folgenden Songs „Vor der Schlacht“ und „Feuertanz“ ging es nicht weniger heftig zur Sache. Manch einen mag die springende Menge verwirrt, wenn nicht sogar veraengstigt haben. Doch man konnte sehen, dass der Großteil mit voller Begeisterung dabei war. Vor allem immer wenn man dachte: „Jetzt ist der absolute Siedepunkt erreicht“ setzte die Band noch einen drauf. So steigerten sie sich den Abend ueber immer weiter, und sie liessen sich auch die Zugabe nicht nehmen.
Eine wirklich wohl fast perfekte Show. Vom Licht ueber die Anordnung der kleinen Podeste auf der Buehne ueber das Publikum bis hin zum wohl wichtigsten Punkt das Abends, natuerlich, der Musik!!! Es stimmte einfach alles, auch wenn ich teilweise fand, dass die Geige etwas zu laut war, aber das ist nun wirklich nicht so wichtig. Alles in allem war die Tontechnik gut, bis eben auf ein kleines Manko, dass die Geige und auch die Floete etwas zu laut waren. Das Publikum ist dermassen mitgegangen, wie ich es noch nie erlebt habe, da erscheinen mir selbst die Erinnerungen an das In Extremo Konzert harmlos. Auch wenn man normalerweise Folkrock nicht bevorzugt hoert ist der Besuch eines Konzertes ein Hammer Erlebnis. (Laura) - talk about |
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| ANTHRAX |
26.04.2006, Rohstofflager, Zuerich |
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Meine Erinnerungen an das hammermaessige Konzert
anlaesslich der AMONG THE LIVING Tour 87 im Volkshaus sind immer noch
einigermassen „frisch“. Allerdings erschreckend, dass das schon so
lange her ist. Ich hab Anthrax seither noch zweimal gesehen, doch das
ist auch schon 18 Jahre her. Nun, heute Abend wuerde ich die Band
endlich mal wieder live sehen. Mit der Rueckkehr von Joey Belladonna und Daniel
Spitz ist jetzt wieder das Erfolgs Line-up der 80ziger Jahre zusammen.
Das Warum hat Scott Ian kurz mit einem Satz erklaert – „ Wir haben
gemerkt, dass es noch einige unerledigte Dinge zu tun gibt.“ Die Halle war erstaunlicherweise nicht ausverkauft.
Zum Glueck, den diese Location ist sowieso Scheisse, und wenn’s voll
ist, erst recht. So tummelten sich etwa 700 Leute in der Halle, was es
ertraeglicher machte. Anthrax donnerten gleich mit AMONG THE LIVING los.
Das Publikum reagierte sofort enthusiastisch, auch wenn es anfaenglich
etwas traege agierte. Die Band rockte, als haette es die Pause für
dieses Line-Up nie gegeben. Joey Belladonna bewies seine Faehigkeiten
als Fontmann und nach einer halben Stunde hatte er die Halle in seiner
Hand. Wie bereits auf dem GREATER OF TWO EVILS Album haben Anthrax ihren
Klassikern ein moderneres Soundgewand verpasst, ohne aber deren
Identitaet zu verwaessern. Und dass es solange her war, dass ich die
Band live gesehen hatte, war auch egal, denn der
Abend wurde zu einer kleinen Zeitreise. Der „neuste“ Song GOT
THE TIME hat auch schon 16 Jahre auf dem Buckel. Der groessten Teil der Songs stammte aus der AMONG
THE LIVING Phase, heissa, bin ich wieder 18 oder was? In Verlaufe des
Gigs steigerte sich die Band in einen wahren Spielrausch. Charlie
Benante’s Doublebass Attacken beeindruckten immer noch, Frank Bello
war unermuedlich auf der Buehne unterwegs,
Daniel Spitz stoisch in der Bühnenmitte stehend, feuerte seine
Solis ab und Scott „Not“ Ian hielt mit seinem kompakten Riffing
alles zusammen. Der Sound war fuer diese Halle erstaunlich fett und
transparent. Das Best of Programm brachte uns unter anderem die Perlen
wie INDIANS, METAL THRASHING MAD, A.I.R., BE ALL END ALL, ANTISOCIAL,
N.F.L. oder CAUGHT IN A MOSH und als grandiose Schlussnummer I’ AM THE
LAW. Und was gibt es zu Meckern? Nun, die Show war mit
grosszuegig gerechneten 85 Min zu kurz und sie haben MADHOUSE nicht
gespielt. Scott verabschiedete die Band mit der Ansage fuer ein neues
Album und einer folgenden Tour. Wir duerfen gespannt sein. (Scari) - talk about |
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| CIRCLE OF
GRIN Black Sonic Prophets |
25.03.2006, MTC, Koeln |
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Man koennte sie schon
als die "deutsche" Antwort auf die derzeit ziemlich angesagten
SEVENDUST bezeichnen. CIRCLE OF GRIN auf der Buehne bedeuten Schweiss
und Herzblut, keine Sekunde Stillstand und Vollgas bis zum Ende. Die
Staerke von CIRCLE OF GRIN ist die unbaendige Live-Praesenz. Die Jungs
aus Koeln agieren mit einer unglaublichen Power, wobei die hervorragende
Stimme von Jan eine Mischung aus Schreien und Singen gleichermassen
exzellent miteinander vereint. Es bleibt alles uebersichtlich und
zugaenglich, denn Rotz, Rock, Energie und eingaengige Melodien bilden
nach wie vor das Rueckgrad der Stuecke. Die Gitarren bei CIRCLE OF GRIN
kommen stets melodioes und pendeln zwischen heftig aggressiven
Breitseiten sowie filigranen akustischen Parts wunderbar
abwechslungsreich hin und her ohne stereotype Vorbilder aus
amerikanischen Garagen kopieren zu muessen. Das Wechselspiel zwischen
getragen und heftigen Parts ist natuerlich nicht gerade neu aber CIRCLE
OF GRIN verstehen es mit einer schon beinahe arroganten Laessigkeit
alles frisch und unverbraucht klingen zu lassen. Die
Songs sind dabei so unterschiedlich und facettenreich, wie es ein
Grinsen nur sein kann... mal ironisch, mal bitterboese, mal nett, aber
eins haben sie alle gemeinsam - sie zeigen ihre Zaehne! Eine
Newcomerband sind CIRCLE OF GRIN schon lange nicht mehr. Mit unzaehligen
Konzerten, unteranderem auch beim Ringfest in Koeln, Rotation in den
Airplaycharts und nicht zuletzt die Uebertragung des einstuendigen
Konzertes beim WDR Rockpalast haben sich die "Kreisgrinser"
eine Herscharr von Fans zusammen gespielt. Unter
Eat The Beat Music/Roarunner Records ist ihre erste offizielle EP
"The End Will Be The Same" veroeffentlicht worden. Aber
sie ruhen sich nicht auf den Lorbeerblaettern aus, denn das naechste
Album laesst nicht mehr lange auf sich warten. Mit dabei waren die
angesagten BLACK SONIC PROPHETS aus Luxemburg, die Stimmung in jede
Huette bringen. (Alexandra) - talk about |
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| BILLY IDOL |
03.12.2005, Maag Event Hall, Zuerich (CH) |
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Die
Vorzeichen fuer ein gutes Konzert standen gut. Die neue Platte von Billy
Idol rockt wie Sau, Saitenhexer Steve Stevens ist zurueck an Bord und
der Gig war im Nu ausverkauft. Der Maag Event Hall in Zuerich eilt
allerdings ein eher zweifelhafter Ruf als Konzertlocation voraus.
Miserable Akustik und Saeulen in der Hallenmitte sind nicht unbedingt
ideale Bedingungen fuer eine Rock’n Roll Party. Ohne
Vorband beginnt der Gig ziemlich puenktlich kurz nach 20 Uhr. Das
Publikum, meist im Alter zwischen 30 und 40, jubelt und johlt laut, als
die Band die abgedunkelte Buehne betritt. Der Funke springt sofort vom
Publikum zur Band ueber und mit einem fetten Grinsen im Gesicht startet
Billy Idol mit SUPER OVERDRIVE von der aktuellen Scheibe DEVIL’S
PLAYGROUND die Show. Der Sound ist allerdings zu Beginn nicht
ueberzeugend. Der Gesang und die Gitarre haben gegen das Schlagzeug
keine Chance. Doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Das Volk ist
zeitweise lauter als die Musik und so gibt der Mann am Mischpult langsam
aber sicher immer mehr Gas. Mit
einer Mischung aus neuen Songs und Hits rockt sich die Band durchs Set.
Und die Halle geht mit. Egal ob alt oder neu, der Jubel ist
ohrenbetaeubend. Neben Billy Idol ist Gitarrengott Steve Stevens der
zweite Star des Abends. Er bekommt neben den Solos einen laengeren
Solospot. Dort beweist er, dass Rockgitarre auch mit Flamenco wunderbar
zusammengeht. Flamenco war und ist denn auch Mr. Stevens zweite grosse
musikalische Liebe. Aber auch der Rest der Band ist in hervorragender
Spiellaune, die Jungs haben Fun auf der Buehne. Dieser Austausch von
Spass und Energie zwischen Musiker und dem Publikum ist waehrend des
gesamten Gigs spuerbar. Die
Setliste des Abends ist recht schnell erklaert. Man nehme das
Best of Album und die aktuelle CD, mische das Ganze, ergaenze es
mit zwei Generation X Songs und fertig ist der perfekte Mix. Immer wenn
man glaubt, jetzt sind alle Hits durch, zieht Billy dann noch einen aus
dem Aermel. Es wird einem wieder bewusst, wie viele Hits er schon hatte. Billy
Idol feierte in diesen Tage seinen 50. Geburtstag. Der Mann ist aber
immer noch - oder wieder - in blendender Form. Bis mit REBEL YELL das
regulaere Set zu Ende geht, hat Billy beinahe 2 Stunden abgerockt. Im
Zugaben Set darf auch der eigentlich unsaegliche Song YELLING AT THE
X-MAS TREE natuerlich nicht fehlen, schliesslich ist es bald
Weihnachten. Das Konzert wird abgeschlossen mit einer fast 15 Minuten
Monster-Jam Version von MONY MONY, in dessen Verlauf der Drummer zum
zweiten Gitarristen wird und sich ein etwa 5 minuetiges Duell mit Mr.
Stevens liefert. Der Drumroadie erledigt inzwischen den Drumjob. Doch
nicht genug Gitarren, auch Mr. Idol greift in die Saiten und drueckt ein
kurzen Solo ab. Die Armada der Gitarren wird vom Keyboarder
komplettiert, der die 4. Stimme im Chor der Sechssaiter uebernimmt. Nach 2 Stunden und 20 Minuten ist ein hervorragendes Konzert zu Ende. Die Band war bester Laune und hat sich vom begeisterten Publikum zu Recht feiern lassen. Steve Stevens ist ein genialer Gitarrist, der das auch noch cool rueberbringt und wie Billy Idol so lange von der Buehne wegbleiben konnte ist mir ein Raetsel, der Mann ist eine Rampensau. Aber seien wir beruhigt, 2007 kommt eine neues Album und eine Tour, hat uns Billy zum Abschied noch mit auf dem Heimweg mitgegeben. Ich bin jedenfalls froh, dass ich, wenn auch auf dem Schwarzmarkt, noch zu einem Ticket für dieses geile Konzert gekommen bin. (Scari) - talk about |
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| DURAN DURAN X-Age |
02.06.2005, Maag Music Hall, Zuerich (CH) |
| Kleine
Anmerkung vorab: Wir stellen diesen Artikel ebenfalls in unsere "Specials"-Rubrik,
in welcher mehr Bilder vom Konzert zu sehen sind.
Am Donnerstag, 02.06.2005, war es soweit: DURAN DURAN endlich wieder in der Schweiz – und das in Original-Besetzung! Haben die Jungs eigentlich schon mal in Original-Besetzung in der Schweiz gespielt? Ich weiss es nicht... Die letzten beiden Shows waren jedenfalls 1989 (Leysin Rock Festival) und 1993 (als Vorband von Prince) – aber damals waren’s ja nicht die "original five". Man sieht, die Band hatte sich in der Vergangenheit rar gemacht und auch sonst scheint die Schweiz kein allzu gutes Pflaster fuer die ehemaligen New Romantics zu sein, denn die Charts knacken sie hier leider nur noch selten. Doch an diesem Abend war die Maag Music Hall in Zuerich ziemlich gut besucht und es reichte beinahe fuer ein "ausverkauft". Ueber die Tatsache, das die MusicHall "nur" ca. 2500 Leute fasst, huellen wir hier mal den Mantel des Schweigens, denn im Vergleich zum Rest der DD-Tour war’s hier in Zuerich wohl eine der kleineren Hallen auf Ihrer Tour – und trotz aller Fan-Liebe.. sind wir doch mal ehrlich: Es ist eine Schande, das ein Act mit solch einer History nicht mehr als 2500 Leute zieht in der Schweiz... Das Vorprogramm an diesem Abend bestritten X-AGE, die Schweizer Band mit Stephanie Berger am Mikro. Da ich leider erst um 21 Uhr die Halle betrat, hab ich die Vorband leider verpasst, doch freundlicherweise haben X-AGE exklusiv fuer uns einen kleinen Bericht dieses Abends beziehungsweise Ihrer Show verfasst – sozusagen aus Ihrer Sicht der Dinge. Der Exklusiv-Bericht von X-AGE folgt gleich im Anschluss an den Show-Bericht von DURAN DURAN... DURAN DURAN legten los mit ihrer Comeback-Single (REACH UP FOR THE) SUNRISE, gefolgt vom Klassiker HUNGRY LIKE THE WOLF. Leider musste man schnell feststellen, das die Akustik in der Maag Music Hall nicht die allerbeste ist/war – ich sag dazu nur eins: Mikro uebersteuert und "Hall". Da die Music Hall jedoch nicht gerade bekannt ist fuer glasklare Live-Konzerte und die Probleme soweit bekannt sind, druecke ich da gerne ein Auge zu, denn die Hallen-abhaengige Sound-Qualitaet konnte der Stimmung an diesem Abend nicht viel anhaben. Die Band zeigte sich hungrig und frisch – und das Publikum ging von Beginn an gut mit. Leider war aufgrund der Buehnengroesse nicht viel Schnick-Schnack zu erwarten. Die Buehnendeko tendierte also gegen null und auch Displays und andere Spielereien suchte man vergebens. Somit reduzierte sich also alles auf das noetigste: Eine Buehne, eine Band und eine energiegeladene Show.
Nach PLANET EARTH und UNION OF THE SNAKE folgte der zweite Auszug aus dem neuen Album: ASTRONAUT, der Song, der in den USA als naechste Single ausgekoppelt wird. Soweit so gut... der Start an diesem Abend war mehr als geglueckt und die Band bot mit den ersten 4 Songs eine knackige Rock/Pop-Show ohne Durchhaenger, welche die Massen zuenftig anstachelte. Als erste Verschnaufpause kamen dann COME UNDONE (1993) und das tolle WHAT HAPPENS TOMORROW (aktuelle Single), bevor mit THE REFLEX wieder tief in die Klassiker-Kiste gegriffen wurde. Nach dem Instrumental TIGER TIGER, welches Saenger Simon Le Bon nutzte um seine Stimme etwas zu schonen, kommt dieser mit Chauffeur-Muetze auf die Buehne zurueck um, wer haette es gedacht, THE CHAUFFEUR anzustimmen. Es faellt auf, das DURAN DURAN auf der Buehne durchaus rocken koennen und die Songs live eine haertere Note erfahren als auf den (teilweise) doch etwas ueberproduzierten, glattgebuegelten Alben. Etwa ab diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefuehl, dass das Publikum nicht mehr ganz so enthusiastisch mitging, was keineswegs an der Qualitaet der dargebotenen Songs oder der Show lag, sondern eher an der Tatsache, das die Band gerade im Mittelteil des Abends vermehrt ruhige Songs praesentierte – oder waren die meisten bereits hier zu sehr ausgepowert? So folgen nach dem James Bond-Klassiker A VIEW TO A KILL (wo Simon Le Bon tatsaechlich eine Textzeile vergass; hat’s jemand gemerkt?), der 1993er-Hit ORDINARY WORLD, gefolgt vom wunderschoenen SAVE A PRAYER. Auch wenn ich persoenlich froh bin, das die Band wieder im Original-Line-Up am Start ist, so muss ich hier doch anmerken, das bei ORDINARY WORLD ex-Gitarrero Warren Cucurullo einen besseren, weil gefuehlvolleren Job gemacht hat – ohne jetzt Andy Taylor zu sehr ans Bein pinkeln zu wollen, denn der Mann hat an diesem Abend alles gegeben und eine geile Rock-Gitarre an den Tag gelegt!
TASTE THE SUMMER vom aktuellen Album passte gut in diesen wunderschoenen, warmen Sommerabend und kam live noch ein bisschen besser als auf Platte, bevor mit NOTORIOUS mein persoenliches Highlight folgte. DURAN DURAN groovten wie Sau, legten eine ausserordentliche Spielfreude an den Tag, kombinierten das ganze mit WE ARE FAMILY und verstroemten mit diesem Track Party-Stimmung pur! Ich haette nie gedacht, dass ausgerechnet das funkige NOTORIOUS, welches auf Platte zwar funky aber doch etwas zahm daherkommt, in der Live-Version so abgeht! Nach NICE (kommt live auch ziemlich gut) und CARELESS MEMORIES (wo die Duranies beinahe zur Hardrock-Band mutieren – und Andy Taylor nebenbei noch eine Gitarren-Saite riss) folgte als Rauschmeisser das unvermeidliche, aber kurzweilige WILD BOYS. Die Lichter gingen aus und die Jungs verschwanden von der Buehne, doch natuerlich kamen sie bald wieder fuer einen kurzen Zugabenteil in Form von GIRLS ON FILM und RIO. Der Mittelteil des ersten Tracks wurde genutzt, um die Band vorzustellen. Saenger Simon Le Bon gab sich publikumsnah und scherzte ohne Ende beim vorstellen der Musiker und Bandmitglieder. Leider verstand man aufgrund der nicht ganz optimalen Technik/Hallenverhaeltnisse nur einen geringen Teil seiner Plauderei und Scherzerei, speziell wenn man nicht grad direkt in der ersten Reihe vor der Buehne stand, wodurch sich die ganze Bandvorstellung etwas arg in die Laenge zog und leider teilweise sogar etwas langweilte. Haette man mehr verstanden, waere dieser Teil durchaus kurzweiliger und amuesanter gewesen... Dieses "Problem" schien jedoch davon abzuhaengen, an welchem Ort man sich in der Halle befand. Als Abschluss der Bandvorstellung stieg Simon zum Publikum hinunter und streckte einer Zuschauerin das Mikro hin, mit der Bitte, sie moege doch ihn abschliessend auch noch vorstellen. Ich habe keine Ahnung, was da genau abgelaufen ist, da ich nicht direkt nebendran stand – und wie gesagt, leider verstand man die Haelfte der Worte nicht, jedoch schien es da einige Probleme zu geben. Keine Ahnung, ob die Dame den Saenger nicht kannte – oder sich einfach nur zierte, jedenfalls dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis man endlich ueber das Mikro eine weibliche Stimme schreien hoerte: "Simon Leeee Boon". Anmerkung: Wie ich nachtraeglich einen Tag spaeter von einer Zuschauerin erfuhr, hatte Simon Le Bon nach einer Dame gesucht, welche die vierte Landessprache der Schweiz spricht ("Rumantsch"). Verstaendlicherweise wurde er nicht sofort fuendig, wodurch sich das Ganze etwas in die Laenge zog... und einige von uns, welche eben nicht akustisch optimal platziert waren, kriegten davon natuerlich nix mit, was denn da nun genau los war... Dann gab’s als Abschluss noch RIO und kurz nach 23 Uhr stroemten die Menschen in die laue Juni-Nacht hinaus. Wie bereits erwaehnt, spruehte die Band vor Spielfreude. Waehrend Drummer Roger Taylor und Keyboarder Nick Rhodes eher das ruhige, aber solide Fundament im hinteren Teil der Buehne darstellten, sorgten die anderen drei vorne fuer die Show. Bassist John Taylor (sieht immer mehr aus wie der typische, schlacksige Brite) strahlte oftmals wie ein Honigkuchenpferd und man sah ihm die Freude regelrecht an, waehrend auf der anderen Seite Gitarrist Andy Taylor sich in Posen schmiss und seine Gitarre dreschte, stilvoll mit einem hohen Zigaretten-Verbrauch an diesem Abend und eindrucksvollem headbanging waehrend der zwei Stunden. Zuletzt haetten wir da noch Saenger Simon Le Bon, der sowohl koeperlich wie auch stimmlich ziemlich gut in Form war. Sein Stage-Acting war durchaus als Mischung zwischen "cool" und "locker" zu bezeichnen. Auffallend auch, das er ca. ab NOTORIOUS immer plauderfreudiger und lockerer wurde – und auch die Sache mit den Smarties, die ein enthusiastischer Fan auf die Buehne schmiss, mit einem scherzenden Spruch auf den Lippen aufnahm. Im Grossen und Ganzen war es ein toller Abend und die Band hat gezeigt, das sie von einer "Altherren-Show" noch meilenweit entfernt ist. Die Tatsache, das auf der eher kleineren Buehne keine Gimmicks verwendet werden konnten, zeigte, das DURAN DURAN eine fantastische Live-Band sind die durchaus auch ohne optische Dekos etc. ueberzeugen koennen. Dieser Abend hat auch gezeigt, das DURAN DURAN kein Relikt aus den 80ern ist, welches nochmals abzusahnen versucht, sondern eine Band deren Klassiker auch heute noch funktionieren, ohne sich alleinig darauf zu beziehen – die Band spielte 5 Stuecke vom neuen, aktuellen Album ASTRONAUT, welche sich perfekt in das positive Gesamtbild einreihten. Die negativen Punkte lassen sich locker an einer Hand abzaehlen. Erstens vielleicht die Tatsache, das verhaeltnismaessig viele ruhige Songs im Set waren und dadurch die aufgekratzte Stimmung im Publikum nicht immer aufrecht erhalten werden konnte, dann die Soundqualitaet der Maag Music Hall, die leider besonders im Gesangs-Bereich nicht immer top war (wie gesagt, teils uebersteuert, teils hall) und dann die etwas langatmige Vorstellungs-Sequenz, die darunter litt, weil viele eben nicht alles verstanden, was Saenger Simon Le Bon so erzaehlte. Ich moechte hier zu meiner Ehrrettung doch noch anmerken, das mein englisch sooo schlecht nicht ist und wir eine kleine Gruppe von Leuten waren – und keiner von uns kriegte von der Plauderei richtig was mit – es kann also nicht alleine an mir gelegen haben J Doch grundsaetzlich war es ein tolles Konzert einer tollen Band und einem tollen Publikum. Ich musste jetzt 12 Jahre warten um die Band endlich wieder mal live sehen zu koennen und fuer mich war es das erste mal, DURAN DURAN in Original-Besetzung zu sehen – und wurde absolut nicht enttaeuscht! (Ralph) Wie eingangs bereits erwaehnt, folgt nun noch ein kurzer Bericht von der Band X-AGE, welche das Vorprogramm bestreiten durfte an diesem Abend. Here they are: "Natuerlich haben wir in den letzten 2 Jahren an all den Konzerten einiges erlebt und trotzdem war es fuer uns am 02. Juni ein besonderes Gefuehl als wir um 16.00 Uhr in der Maag Eventhall in Zuerich eintrafen. Die Crew von Duran Duran war eben mit dem Buehnenaufbau beschaeftigt und die Produktion war wirklich gross! Nachdem wir uns bei Promoter und Stage-Manager ueber den zeitlichen Ablauf informiert hatten, stellen wir unsere Backline bereit und harrten der Dinge die da kommen sollten. Das ganze sah recht witzig aus – wir mit unseren 2 Gitarren- resp. Bass-Amps und Sandros Schlagzeug und daneben die tonnenschweren Flight-Cases, PA-Tuerme, Ampstacks und Lichttraversen des Mainacts;-) Um halb sieben war es dann soweit: wir konnten unsere Backline auf die Buehne stellen und nachdem ein Problem mit der Stromzufuhr geloest war (die ganze PA hatte amerikanische Normen – wer denkt denn an so was!!;-) herzlichen Dank fuer die tolle Hilfe, Chris!!) konnten wir einen kurzen Soundcheck machen. Die Crew von Duran Duran (Monitor-/ Front-of-House-Mischer) waren extrem professionell und kooperativ und innert Kuerze hatte jeder von unserer Band alles was er benoetigte auf dem Monitor. Very cool – thank you guys!!! Nach der Tueroeffnung um sieben Uhr fuellte sich die Halle schnell und Punkt Acht Uhr startete Mauri mit dem Intro von "If I had known". Natuerlich waren wir super motiviert und freuten uns auf den Gig und schon der erste Song knallte auf der Buehne ab. Die ganze Band war in Hochform und wir hatten richtig Freude auf dieser Stage vor 2500 Leuten abzudruecken. Das Publikum schien ebenfalls Gefallen zu finden und nach anfaenglich warmem Applaus wurde die Stimmung waehrend des Sets noch besser. Die 40 Minuten vergingen wie im Flug und nach unserem letzten Song 1, 2, 3, 4 verliessen wir unter Applaus die Buehne. Another Highlight!! Nach der Show sahen wir nur zufriedene Gesichter und wir selbst waren auch happy . Am CD-Stand im Foyer signierten wir unmittelbar nach dem Konzert CD’s und unterhielten uns mit den Fans und danach liessen wir es uns natuerlich nicht nehmen, dass Duran Duran-Konzert reinzuziehen. Die Band hat ja auch genug legendaere Hits auf Lager und in Simon Le Bon einen immer noch aeusserst charismatischen Saenger! Es war ein toller Auftritt und die Fans schwelgten im Sound der good old Eighties. Wir danken an dieser Stelle dem Promoter Free & Virgin (thanks Stefan!) dass sie uns engagiert haben. Es war ein weiteres Highlight in unserer bisherigen Bandgeschicht! Juhui!" |
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| THE AUSTRALIAN PINK FLOYD |
23.4.05 Point Theatre, Dublin (IRL) |
| Der
Sommer 1994 in der St. Jakobshalle Basel bleibt mir bis heute noch als
unvergesslicher Moment in meinem Leben in Erinnerung. Ich hatte damals
das Glueck und ein Ticket fuer das Pink Floyd Konzert ergattert und
konnte endlich meine Helden Live erleben. Obwohl ich es verdraenge, weiss
ich insgeheim, dass es vermutlich die letzte Chance war, die britische
Rock-Ikone auf einer Buehne zu sehen.
Seither sind elf Jahre ins Land gezogen, und Pink Floyd-Coverbands spriessen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden, um sich an Waters/Gilmour und Co. heranzuwagen. Einer dieser Pilze sind die in Adelaide gegruendeten AUSTRALIAN PINK FLOYD. Die Suedaustralier zaehlen zu den besten und erfolgreichsten Floyd-Coverband der Welt. Diese gastierten waehrend meinen Irland-Ferien im Point Theater in Dublin, was ich mir natuerlich nicht entgehen lassen wollte... Mit Spannung erwartete ich den Beginn der Show, waehrend sich die Halle nach und nach fuellte und die wartenden Zuschauer durch Vogelgezwitscher aus den Boxen berieselt wurden. Punkt 20:00 Uhr gingen die Lichter aus und das Intro OUTSIDE THE WALL wurde eingespielt. Im Schutze der Dunkelheit baute sich auf der Buehne eine fuenfkoepfige Band mit drei Backgroundsaengerinnen auf. Dem Intro nach zu urteilen, war es naheliegend, dass die Show mit dem THE WALL-Opener IN THE FLESH beginnen wuerde. Ich hatte mich nicht geirrt. Danach ein Zeitsprung nach vorne mit LEARNING TO FLY aus dem 88er Floyd-Album A MOMENTARY LAPSE OF REASON. Der naechste Song kuendigte sich durch Kassengeklimper an und jedem Pink Floyd-Kenner war klar was folgen wuerde. Natuerlich: MONEY. Mit US AND THEM folgte ein weiterer DARK SIDE OF THE MOON-Geniestreich. Weiter ging’s mit KEEP TALKING. Nach dem ueberlangen SHEEP endete die erste Haelfte der Show und der wortkarge Bandleader Steve Mac (die original Pink Floyd waren auch nie besonders gespraechig) kuendigte einen kurzen Break an. Nach der 25 minuetigen Pause wurden ausschliesslich alte Songs zelebriert. Beginnend mit der Syd Barrett Hommage SHINE ON YOU CRAZY DIAMOND zu WELCOME TO THE MACHINE ueber HEY YOU und TIME. Bei THE GREAT GIG IN THE SKY lief es mir kalt den Ruecken runter. Was die Backgroundsaengerin mit ihrem Sologesang hier fuer Emotionen verspruehte, wuerde jeder Beschreibung spotten. Fuer diese Glanzleistung gab es zum Lohn eine fast nicht enden wollende Standing Ovation. Dann fuer mich die Ueberraschung des Abends. Das Instrumental CAREFUL WITH THAT AXE EUGENE, ein ueber dreissig Jahre alter Song der schon fast in Vergessenheit geraten ist, wurde angestimmt. Vor meinem geistigen Auge spielten sich Szenen aus dem 1971 gedrehten Pink Floyd Musikfilm Live at POMPEII ab. Sehr witzig fand ich die Idee zu ONE OF THESE DAYS. Ein pinkfarbenes, ca.6 Meter grosses, ueber beide Backen grinsendes Kaenguru baeumte sich auf und schaukelte durch den ganzen Song zum Takt hin und her. Das Kaenguru im allgemeinen begleitete den Zuschauer durch die gesamte Show und war ein zentrales Thema bei der genialen Performance. Bei den verschiedenen Videosequenzen, die originalgetreu auf einer runden Leinwand gezeigt wurden, baute man das australische Huepf-Tier immer unauffaellig mit ein. Sehr amuesant! Die Stimmung war von Anfang an gut, aber spaetestens bei ANOTHER BRICK IN THE WALL PT.2 taute jeder Pink Floyd-Banause auf. Denn wer kennt diesen Song nicht. Die AUSSIE-FLOYDS verabschiedeten sich fuers erste, tauchten jedoch nach Impulsiven "We want more"- Rufen noch mal auf und gaben noch 3 Zugaben zum Besten. Bei der ersten Zugabe COMFORTABLY NUMB war ich persoenlich auf das nie enden wollende, geniale Solo, welches David Gilmour beruehmt gemacht hat, gespannt. Und ich muss sagen, der Gitarrist meisterte dies gekonnt. Die zweite Zugabe war WISH YOU WERE HERE, eine Ode an die verlorene Unschuld im Musikbusiness. Die ganze Halle sang dabei Zeile fuer Zeile mit. Herrlich! Nach RUN LIKE HELL war die mehr als gelungen Reise durch die Pink Floyd Geschichte leider auch schon wieder zu Ende und die australischen Floyds wurden gefeiert wie Helden. Fuer mich steht fest: THE AUSTRALIAN PINK FLOYD kann ich jedem, der Pink Floyd mag nur ans Herz legen. Besucht ihre Show und lasst euch verzaubern von einer zeitlosen Musik, gespielt von Fans fuer Fans, um die es zu schade waere, wenn sie einfach in Vergessenheit geraten wuerde. (Pink) |
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