* html .gainlayout { height: 1%; } Live U.D.O.

U.D.O.

CH-Pratteln/ Z7/ 07.12.2011

SISTER

5 Minuten vor halb acht begann das Intro der Schweden. Einer nach dem anderen kam auf die Bühne geschlendert. Nach dem Intro gab es aber dann kein Halten mehr. Die Musiker waren in ständiger Bewegung. Mit üppiger Schminke auf den Gesichtern rockten sie durch das ½ stündigen Set. Die Band poste und rockte was das Zeug hielt. Ohne Ansprachen wurden Song um Song raus geballert. Mit ihrem Metal im Fahrwasser des Glam und Sleaze, mit ordentlichem Wumms konnten sie schon überzeugen. Die Jungs wussten wie man amtlich Power macht. Ihre Mucke ist sicher nichts bahnbrechend Neues, aber als Opener sehr gut geeignet, auch wenn die Zuschauer noch sehr reserviert waren.

SISTER SIN

Female Fronted Old School Metal aus Schweden war danach an der Reihe. Eigens für Sängerin Liv wurde an vorderster Front der Bühne ein kleines Podest hingestellt. Die Band ging auch sogleich in die Vollen und rockte ohne Umschweife los. Liv war in ihren Hotpants und Corsett zwar ein Blickfang, aber das war auch schon alles. Ihre Stimme ist sicher nicht übel, sie hat den gewissen Rockröhre- Charakter zu bieten, aber was sie am liebsten macht ist Posen und sich in Szene setzen. Der Rest der Band verstand sein Handwerk. Musikalisch kam ihr stampfender Heavy Metal sehr gut rüber. Der Sound wurde von Track zu Track fetter, ansonsten war der Auftritt gutes Mittelfeld. Die Stimmung stieg im Zuschauerraum langsam an. Die Band schlug sich redlich und machte die Zuschauer heiss für den Hauptact.

U.D.O

Um halb Zehn war es dann soweit. Ich habe die Z7 Bühne noch nie so spartanisch eingerichtet gesehen. Keine Monitore, nicht mal eine Setlist. Nur neben dem Drumpodest waren zwei LED Monitore. Auf denen wurden die Tracks farblich untermalt. Als die Tarnanzug Armada unter Anleitung ihres Chefs dem „German Tank“ Udo Dirkschneider die Stage enterten, gab es kein Halten mehr. Die Fans gingen steil ab und feierten den kleinen Mann. Es wurde gesungen, gebangt, die Fäuste gingen hoch. Die Band legte mit dem Titeltrack ihres aktuellen Longplayers „Rev-Raptor“ los, danach ging es Schlag auf Schlag weiter durch ein wahres Hit-Feuerwerk aus Neu und Alt. Auch zahlreiche Songs aus Udos ACCEPT-Zeit wurden zum Besten gegeben. Trotz seiner grauen Haare und doch fast 60 Jahren auf dem Buckel, ist er einfach eine Institution des Teutonen-Stahls. Die Halle war leider nur knapp halb voll, aber das hinderte die Musiker nicht alles zu geben und professionell und tight zu rocken. Der Meister kam nur mit wenigen Worten zwischen den Liedern aus, ansonsten ging es ganz nach dem Motto „Let The Music Do The Talking“. Udos Musiker sind allesamt professionell und stark an ihren Instrumenten. Stefan Kaufmann an der Gitarre war eher der ruhende Pol, Igor an der anderen Axt war der Wirbelwind. Er liess es sich nicht nehmen bei seinem grossen Soli mitten ins Publikum in die Halle zu kommen und solierend den Weg durch die Leute zu machen. Ich bin kein Fan von zu vielen, resp. Überlangen, Soli, aber so macht es natürlich Spass. Die Fans wollten die Band nicht gehen lassen. Die Jungs mussten zweimal auf die Bühne zurückkehren. Das war ein Teutonenstahl Auftritt der genialen Art. Der nach „Balls To The Walls“ und „Burning Just Like Fire“ sein Ende fand.

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  • udo


 

Bericht by Andrè


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