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NERVECELL
Das eine Band, der härteren Gangart, aus den Arabischen Emiraten international von sich reden macht ist eher selten. Nervecell legten pünktlich und mit voller Wucht los. Leider waren bei den ersten Klängen eine knappe Handvoll Leute im Z7. Das änderte sich aber dann doch ziemlich schnell. Tight und unglaublich heftig knallten sie ihre groovigen Tracks in die Halle. Sie erschütterten das Z7, dass die Wände wackelten. Technisch versiert und auf den Punkt konnten sie zusehends mehr gute Reaktionen aus dem Publikum einfahren. Das war das volle Death Metal Brett. Ein perfekter Anheizer für den Abend. Meiner Meinung nach hätten sie einen Platz weiter hinten auf der Running Order verdient.
BENIGHTED
Die zweiten im Bunde des 4 Länder Billings kamen aus Frankreich. Mit ihrem wilden, sehr rohen Todesblei mit Brutal Death Anleihen konnten sie nicht so wirklich überzeugen. Es rumpelte sehr stark. Die Musiker als solches brachten oft fetten geilen Sound der auch einen ziemlichen Groove zu bieten hatte aber der Sänger vernichtete alle Freude in den Lauschlappen. Sein Wechselspiel zwischen wütendem Growlen und Schreien hin zu anstrengendem Pig Squealing war einfach nur nervend. Musikalisch gab es wütendes, wildes und extrem rasendes Todesblei das die Stimmung schon anzuheizen vermochte.
NECROPHOBIC
Danach ging die Reise um den Globus weiter nach Schweden. Genauer gesagt nach Stockholm. Mit Kriegsbemalung auf den Gesichtern und in Leder und Ketten gekleidet enterten die Jungs die Stage. Mit ihrem Death/Black Metal waren sie musikalisch die Aussenseiter. Sie zockten sich munter und flott durch das Set. Düster und stoisch agierten sie auf der Bühne. Einzig der Gitarrero liess seine Haare fliegen. Ansonsten hiess es ein Bein auf den Monitor und düster in die Halle schauen. Die Band nahm öfters Kontakt mit dem Publikum auf. Zum Ende unternahmen sie sogar den Versuch eines Black Metal Sing a Longs und siehe da es klappte echt gut. Auch wenn für mich Nervecell an ihren Platz im Billing gehört hätten waren die Schweden voll überzeugend.
MORBID ANGEL
Dann war es endlich soweit. Die Legenden aus Florida, die den Death Metal der Tampa Couleur mit begründet und entscheidend geprägt haben, enterten die Stage. Seit Mastermind David Vincent wieder an Bord ist geht’s erneut steil bergauf. Auch wenn ihr neuer Tonträger „Illud Divinum Insanus“ speziell ist und einiges an Diskussionen losgetreten hat es ist unbestritten ein starkes heftiges Album. Die Band liess die Dezibel Anzeige im Z7 mit einem Morbid Angel Banner abkleben als sie am Nachmittag darauf aufmerksam gemacht wurde das sie sich dran halten sollten. Die Anzeige wurde dann bei den „Morbiden Engel“ ganz abgeschaltet. Das habe ich noch nie erlebt. In perfekter Laune stiegen die Mannen auf die Bretter die die Welt bedeuten. Der Set ging einmal Quer durch ihren Backkatalog und zurück. Inklusive ein paar neuen Tracks. Aber das Hauptaugenmerk wurde auf die Klassiker gelegt. In perfektem wuchtigem Soundgewand zockten David, Trey, Tim und Destructhor mit voller Power. Musikalisch gab’s eh keine Klagen. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und ihre Songs sind Klassiker des Florida Todesblei. Tims Schlagkraft war heftig und äusserst tight. Trey ist eh eine Klasse für sich an der Axt. Aber auch Neuzugang Destructhor liess sich nicht lumpen und jagte Riff und Solis im Dauerfeuer raus. Mastermind David gab den Songs mit seiner tiefen Stimme den richtigen Biss. Einfach nur ein Hammer Auftritt der Band und ein fetter Death Metal Abend.
Bericht by Andrè |