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DER W/ ESCHENBACH/ ALKBOTTLE |
08.04/ Z7/ CH-Pratteln |
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ESCHENBACH Im Vorfeld war absolut nicht klar ersichtlich wer den Supportslot spielen wird. Als ich pünktlich eine halbe Stunde vor Beginn ins Z7 einlief gingen gerade die Lichter aus und der erste Act stand schon auf der Bühne. Leider hatten noch nicht viele Zuschauer den Weg von der Sonne draussen in die dunkle Halle gefunden. Daher waren nur ein paar wenige da, die Unterstützung bieten konnten. Die relativ junge Band, die mit dem W. auf dem gleichen Label gesignt ist, war mir zwar unbekannt, aber sie legten gut und leidenschaftlich los. Deutschrock mit starkem Onkelz Touch. Relativ einfach, aber solide. Die Stimme des Frontmanns kam wirklich gut rüber. Leicht angerauht und in einer etwas tieferen Lage war sie gut in die Songs eingebaut. Was mich am Auftritt störte war die Tatsache, dass sie zuviele ruhige Lieder spielten. Die sind sicherlich gut und zeigen etwas mehr vom Können der Band, aber als erster Opener muss man die Zeit nutzen und knallen was das Zeug hält. Aber alles ein allem war es eine gute Wahl als erster Act. Schade, dass sie zu früh auf die Bühne mussten. ALKBOTTLE Stephan Weidner hat zwei für mich absolut unbekannte Bands als Support mitgebracht. Was ich genial finde. So kam ich in den Genuss neue und gute Bands kennenzulernen. Die Wiener Jungs, die den zweiten Anheizerpart übernahmen, legten gleich volle Kanne los. Straighter “In die Fresse”-Rock’n‘Roll mit deutschen Texten war angesagt. In erster Linie fiel der Sänger auf. Stimmlich leider zu Beginn etwas zu leise, aber sonst klasse. Sein wildes Gebahren auf der Bühne wirkte schon fast unheimlich und irr. Aber er, wie auch der Rest der Band, waren hochmotiviert und genial gut drauf. Sie spielten ihren allerersten Gig auf Schweizer Boden. Die doch zahlreicher werdenden Zuschauer liessen sich zusehends von der guten Laune und den genialen Rocksongs mitreissen. Sie schafften sogar die Menge zu animieren und bei den ersten Mitsing Spielereien des Abends lauthals mitzumachen. Das nenne ich Spielfreude, so muss ein Konzert, und erst recht ein Anheizer-Job ausgeführt werden. Ich hoffe die Jungs finden den Weg in die Eidgenossenschafft bald mal wieder. DER W. Viele stellten sich vor der ersten CD(Schneller, Höher, Weidner) sprich der ersten Solotour von Stephan Weidner alias Der W. die Frage schafft er den Schritt aus dem riesengrossen Schatten der legendären Onkelz? Als Ende April 2009 in Frankfurt die letzten Töne auf der Bühne verklungen waren, war für alle die Frage mit einem lauten JA!! Beantwortet. Mit seinem aktuellen Longplayer „Autonomie“ entfernt er sich nochmals einen grossen Schritt von seiner ehemaligen Band. Die neuen Tracks sind etwas sperriger und weniger eingängig, als auf dem Debüt. Dennoch, der W. steht nach wie vor für geradlinige Songs mit bissigen Texte, die auch gerne anecken dürfen. Live hat er mich schon auf der ersten Tour begeistert und von daher war ich erfreut und gespannt wie es auf der neuen Tour abgehen wird. Nach den zwei Vorbands wurde ein weisser Vorhang vor die Bühne gehängt. Nach einer guten halben Stunde Umbau gingen die Lichter aus und Stephan und seine starke Begleitband enterten die Stage zum ersten von zwei Konzerten im Z7. Leider war es nicht ausverkauft, aber die anwesende Menge rockte gleich voll ab. Mit „Was ist denn hier nicht los“ wurde der fast 2 Stunden dauernde Gig eingeläutet. Zum Ende des ersten Lieds fiel dann der Vorhang. Ab da gab es im Zuschauerraum kein Halten mehr. Man konnte es schon vor dem Konzert sehen: Der W, hat den Schritt geschafft. Auf der ersten Tour waren fast nur Onkelz Shirts zu sehen und dieses Mal waren es mehrheitlich W-Shirts. Die Sprechchöre zwischen den Stücken wurden immer lauter. Ab dem 4. Song durften wir Bildermacher auch vor die Bühne. Der W. ist für mich einer der charismatischsten und gewinnendsten Frontmänner, die ich bis jetzt erlebt habe. Er schafft es bis zur letzten Reihe jeden mitzunehmen. Mit seiner guten Laune, seinen genialen Songs, die einem aus der Seele sprachen und einer perfekt eingespielten Combo im Rücken rockte er das Haus. Die Stimmung war phänomenal. Es wurde geklatscht, getanzt, gehüpft. Lauthals jede Zeile mitgesungen - einfach Party pur. Die Fans gingen steil und es brauchte nicht lange bis der Siedepunkt in der Halle erreicht war. Der Schweiss floss vor und auf der Bühne in Strömen. Die Songauswahl war perfekt. Eine Mischung aus beiden Alben. Auf der ersten Tour spielte er eine gute Stunde dieses mal fast 2 Was kommt nach dem 3. Album? 3 Stunden? Warum nicht ? Ich bin dabei. Im akustischen Teil zeigte er sich sehr gefühlvoll und bewies, dass er multifunktional war. Den Gesang und die Gitarre weiss er zu bedienen, das ist bekannt, aber auch hinters kleine Schlagzeug setzte er sich und rockte eine Nummer. Danach wurde aber der Saft wieder eingesteckt und ab ging‘s in Richtung Zugabenteil. Die Euphorie fiel bis zum Ende nicht ab. Fans, wie auch Band waren glücklich und nass geschwitzt als sie, mit dem Lied „Pass gut auf dich auf“ in die dunkle Nacht entlassen wurden . Ein genialer Deutschrock-Abend! Setlist:Was ist denn hier nicht los, Mamas kleines Monster, Machsmaulauf, Schatten, Mein bester Freund, Urlaub mit Stalin, Sekte Oder Selters, Fleisch, Lei(D)Figuren, Ein Lied Für meinen Sohn, Stille Tage im Klischee, Schlag mich, Autonomie, Bitte töte mich, Sterne, Niemand Hier, Kleine weisse Lügen, Gewinnen kann jeder, Geschichtenhasser//Ode an die Zeit Nein Nein Nein, Heiss, Pass gut auf dich auf Bericht & Fotos by André |
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