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Ein Samstag zum abrocken war das Motto, darum sind wir schon früh am Mittags nach Worblaufen ins Tibis-Downstairs bei Bern gepilgert. Das kleine aber feine Festival fand dort zum zweiten Mal statt.
Den Auftakt machten die einheimischen ART OF PHOBIA um ca. halb drei. Mit ihrem Hardcore/Metal versuchten sie die wenigen Anwesenden wachzurütteln, was ihnen mit ihrem brachialen Sound auch gut gelang. Ich habe nur die letzten 15 Minuten mitbekommen, darum keinen grossen Kommentar! Die meisten der Besucher verweilten allerdings auf der sonnigen Terrasse und übten sich im Smalltalk.
Die Jungs von BAI BANG übten sich im Trinken! Kurz vor 16:00 Uhr stürmten dann DEMONIUM die Bühne und das Lokal füllte sich zunehmend. Die Band schaffte es schnell die Anwesenden mit ihren Songs wie „Raise your Fist“ oder „Blood of the wicked“ aus ihrem Debütalbum zu überzeugen und haben sicher wieder einige Fans dazu gewonnen. Hat mir, wie schon im Z7 als Support von ACCEPT, gut gefallen. Auf der Terrasse traf man sich dann wieder, BAI BANG waren zufrieden am Trinken und die Deutschen DARK SKY waren drinnen mit dem Aufbau beschäftigt. Die Melodic Hardrock Band aus Baden-Württemberg sind ja sehr konzertaktiv und irgendwie immer und überall dabei. Mit einer kleinen Verspätung starteten sie mit „Hands Up“ aus ihrem letzten Album. Ihren Gig und spulten sie wie gewohnt routinemässig runter. Steffen Dolls Gitarrensolo in „Save our Souls“ war sicher einer der Höhepunkte! Magischer Anziehungspunkt während der Pausen war wie immer die Sonnenüberflutete Terrasse, auf der man den schönen Herbsttag geniessen, sich mit den Bands austauschen konnte und natürlich mit den Jungs von BAI BANG eins soffen! Auf dem Programm standen eigentlich DEJA VU aus Deutschland, sie wurden aber durch die Schweizer Metal Band EMERALD mehr als würdevoll ersetzt. Ich kannte die Band bis jetzt nur vom Hörensagen, aber sie haben mich mit ihrem Sound schnell überzeugt. Mit ihrem dritten Song „Mark Of The Beast“ stellten sie auch aus ihrem, am 20.November erscheinenden neuen Album, einen Song vor. Ihr Stil mit den zweistimmigen Gitarrenläufen und Bridges erinnerte mehr als einmal an IRON MAIDEN und als sie dann den MAIDEN Hit „Two Minutes To Midnight“ anstimmten hatten sie die Anwesenden im Sack. Mit „Secret Agenda“ kam noch mal ein neuer Song, der Vollgas lospreschte und mit einem Gitarrenfeuerwerk begeisterte, bevor sie ihr Set mit ihrer Hymne „Emerald Knights“ beendeten. Bin gespannt auf ihr neues Album, denn was sie da live geboten haben, hat mir sehr gut gefallen. Langsam füllte sich das Tibis ziemlich gut (die Jungs von BAI BANG auch). Ca. um 20:00 Uhr stürmten dann die Trasher WICCA aus Konstanz buchstäblich die Bühne und rockten diese gewaltig. Olymp brüllte sich die Seele aus dem Leib und Roberto fegte mit seinem Gitarren-Sound alles weg. Gewaltig, was der auf seinem Brett lieferte, obwohl er den Part des zweiten Gitaristen auch gleich übernehmen musste, da dieser krankheitsbedingt abwesend war. Die Stimmung war an diesem Abend das erste Mal so richtig am kochen und so war es auch nicht überraschend, dass WICCA nicht ohne Zugabe davonkam. Welche sie dann mit dem alles sagenden „Speed Trashing Kids“ auch prompt lieferten. Die Jungs von WICCA stellten sich dann noch als sehr angenehme Zeitgenossen dar und man traf sich auf der Terrasse auf ein Bierchen, von wo aus sich BAI BANG den Weg zur Bühne suchten und mit einiger Verspätung mit „Party Queen“ ihr Set eröffneten. Diddi Kastenholt am Mikro lallte sich durch den Set ,erzählte viel ,was niemand sonderlich interessierte und kämpfte die ganze Zeit durch mit seinem Mikrophon-Ständer, Joacim Sandin am Bass versuchte sich krampfhaft am Bass festzuhalten, um nicht umzukippen und noch soviel wie möglich zu saufen, Rasmus Ehrborn spielte dazu Gitarre und Johnny Benson der neue Mann an den Drums war der ruhende Pol der Chaoten Truppe, der sich das ganze von der Schiessbude aus ansah. Andere Bands hätten keinen Ton mehr rausgebracht aber die Jungs Von BAI BANG kämpften sich tapfer durch ihr Repertoire und schrieen sich gleich selber zur Zugabe. Diese Lieferten sie dann auch gleich selber mit „Rock n Roll City, bevor sie dann die BAR stürmten. So ein Gig macht ja durstig! Wie sagt man so schön, sie waren so schlecht ,dass es schon fast wieder gut waren. Obwohl das nur die wenigsten bemerkt haben durften, denn fast alle flüchteten auf die Terrasse um etwas zu trinken! Als krönender Abschluss enterten dann die von vielen heiss erwatet MYSTIC PROPHECY die Bühne und es kam wieder richtig Stimmung auf. Mystic Prophecy zogen alle Register ihres Könnens und lieferten eine Hammershow mit einem Querschnitt ihres bisherigen Schaffens und einer super Perfomance ab! Einer der Höhepunkte war allerdings der Coversong „Heaven und Hell“ in Gedenken an Ronnie James Dio neben „Paranoid“ von BLACK SABBATH, einer von zweien. Aber auch ihr eigenes Material wie „Satanic Curse“ oder „Savage Souls“ kamen sehr gut beim Publikum an. Mit „Burning Bridges“ beendeten sie ein gutes, sehr familiäres kleines Festival. MYSTIC PROPHECY war sicher der verdiente Headliner und Höhepunkt des Tages! Kompliment an die Organisatoren und das nette Personal. Würde mich freuen wenn es nächstes Jahr wieder BÄR(N) BÄNGERS Part III. geben würde und noch ein paar Nasen mehr den Weg nach Worblaufen finden würden!
Bericht by Dandan |