ROYAL REPUBLIC
Interview mit Jonas, Oktober 2011
"...überleb die Tour, überleb die Tour... "

Es ist fast genau ein Jahr her, als wir die Newcomer ROYAL REPUBLIC das erste Mal vor dem Mikro hatten. Sie tourten dieses Jahr fast non stop, ob nun als Support-Act, oder auf Festivald, großen wie kleineren, und wagen nun mit nur einem Album im Gepäck eine Headliner-Tour. Es scheint zu funktionieren, die Meute liebt die ROYALS. Sie machen es einem auch leicht sie zu lieben. Die Musik ist spitze und die Band super sympathisch und immer gut gelaunt. Ja, so sind sie eben… die Schweden…
Es ist jetzt fast genau ein Jahr her, seit wir das erste Interview gemacht haben…
Ja, das war drüben in der kleineren Halle...
Ja genau… damals ward ihr blutige Anfänger und nicht viele haben euch gekannt. Jetzt habt ihr zwar immer noch nur ein Album draussen und das ist eine Headliner-Tour! Denkst du ihr habt genug Songs für einen Headliner?
Ja, das ist verrückt! Vielleicht! Das Album ist vielleicht 36 Minuten lang, mit 12/ 13 Songs. Wir versuchen das alles etwas in die Länge zu ziehen, ein paar Cover ein zu bauen usw.
Was denkst du, warum kommen die Leute zu euren Shows?
Ja… ich weiss es nicht wirklich. Vielleicht geht das Gerücht rum, dass man uns einfach live gesehen haben muss. Wir versuchen einfach immer so viel Spaß wie möglich mit den Leuten zu haben. Die Leute hier, also in ganz Deutschland, sind so herzlich zu uns. Sie wollen vielleicht einfach nur einen coolen Rock-Act sehen.
Ist es nicht langweilig immer dieselben 13 Songs zu spielen?
So nach 250/ 260 Shows kann ich sie endlich spielen. Ich probe die Songs nun nicht mehr. Aber es ist sicher nicht langweilig, wenn man erlebt wie die Leute mit einem mitgehen und Spaß haben. Das ist der beste Teil des Tages, wenn du auf die Bühne gehst und ein Wahnsinns Publikum hast.

Was macht ihr den ganzen Tag so, wenn ihr auf Tour seid?
Unser Tag ist vollkommen durcheinander geraten. Wir wachen so gegen 12 auf, frühstücken dann, laden aus, machen den Soundcheck, dann essen wir, dann gibt es Meet& Greet mit den Fans, dann das Warm-Up, dann die Show, danach duschen wir, kommen etwas runter, gehen in den Bus und schlafen irgendwann so gegen 3:00 Uhr ein.
Ihr habt ja auch viele Festivals im Sommer gespielt. Welches hat dich denn am meisten beeindruckt?
WOW… Das waren so viele großartige Festivals dieses Jahr. ROCK IM PARK war eins der ersten großen Festivals diesen Sommer, so haben wir einen Geschmack dafür bekommen. Highfield war cool, Area 4…
Habt ihr von ROCK IM PARK gehört bevor ihr da gespielt habt?
Oh ja…das war einer unserer Kindheitsträume, den wir jetzt abhacken konnten. Das ist großartig!
Wenn ihr so viel auf Tour seid, wisst ihr dann in welcher Stadt und welchem Land ihr seid?
Ich weiss manchmal nicht mal welcher Tag ist. Ich sag dann so Sachen wie: „Der Mittwoch vergeht heute aber wieder langsam.“ Und die anderen antworten: „Hey, es ist Freitag.“ Nach einer Weile weiss man es nicht mehr, aber dafür haben wir ja diese kleinen Helferlein (zeigt auf seinen Backstagepass, auf dem alle Städte der Tour stehen).
Wie gehen denn eure Familien und Freundinnen damit um, wenn ihr so viel unterwegs seid?
Wir danken Gott für Skype und all das, denn es ist sehr teuer nach Hause zu telefonieren. Das ist die Schattenseite des Tourlebens. Man vermisst seine Freunde, Freundinnen, die Familie…
Wie viel Tage ward ihr denn im letzten Jahr so zu Hause?
Das war so wenig. Im Sommer war ich einen halben Sonntag zu Hause. Wenn man den Rest zusammen zählt, war es vielleicht ein ganzer Monat.
Hast du da überhaupt noch eine Wohnung zu Hause?
Jajaja, und die Rechnungen kommen auch, jeden Monat!
Denkst du, du hast mal die Nase voll vom Musik machen, touren und all das?
Nein, es wird zwar mehr und mehr zu einer Arbeit, aber ich kann das machen, was ich gerne mache. Früher war ich Postmann, dann bin ich in die Band gekommen. Ich bin sehr glücklich das tun zu können, was ich liebe. Manchmal ist es zwar hart, aber die guten Seiten überwiegen.
Langweilen dich die Interviews? Immer dieselben Fragen beantworten zu müssen…
Es sind nicht immer dieselben Fragen. Manchmal sind es auch andere. Für mich ist es nicht langweilig.
Gibt es eine Frage, die du wirklich hasst?
Neeeiiiiin…ich bin ein netter Kerl… aber über so super private Sachen rede ich einfach nicht. Das geht keinen was an. Auf der anderen Seite kann ich über alles diskutieren.

Hattet ihr denn schon Zeit neue Songs zu schreiben?
Ja, wir waren mal eine Woche zu Hause, da haben wir angefangen an neuem Material zu arbeiten und wir werden ein paar davon ausprobieren. Wir arbeiten am Songwriting und wir gehen hoffnungsvoller Weise nächsten Frühling ins Studio.
Das Publikum wartet auf ein neues Album…
Wir sind auch bereit für ein neues Album. Ihr könnt dem Management danken, dass uns ständig auf Tour schickt. Es ist hart Zeit raus zu schinden, um neues Material zu schreiben. Wenn man von einer Tour nach Hause kommt braucht man erst mal ein paar Tage, um wieder runter zu kommen.
Aus Schweden kommt so viel gute Musik. Es scheint so, als ob alle in Schweden Musik machen würden.
Nein, so ist das nicht. Nicht alle, aber wohl so 99% … (lacht)
Weisst du schon was du an Weihnachten machst?
JA, ich bin zu Hause und werde Weihnachten mit meiner Freundin, meiner und ihrer Familie verbringen. Ein paar wirklich entspannte Tage.
Hast du irgendwelche Pläne oder Wünsche für nächstes Jahr?
Öhm… nein… in meinem Kopf ist nur: überleb die Tour, überleb die Tour... (lacht)
Interview by Melanie




