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KORN
„The Path Of Totality“ / 11 Tracks
ROADRUNNER RECORDS
www.korn.com
Ich muss zugeben, dass ich diesem Album von Beginn weg eher skeptisch gestimmt war: Wieder so eine Metal Band die ihren eigenen Sound neu Erfinden muss und dabei ihre Identitaet verliert und sich an die grosse Masse anbiedern will. Genau: mir graute vor einem weichgesülten Debakel im Ausmass von Linkin Park's 'A Thousand Suns'. Aber zum Glück lag ich mit meinem Vorurteil zu Korn's Experiment mit Dubstep daneben. Denn: Dubstep passt sehr gut zu Korn, die wobbelnden und wummernden Bässe erinnern an den tief gestimmten Bass aus der guten alten Zeit, es klickt ganz schön und der Sound ist satt und fast etwas düster. Jonathan Davis' Stimme drückt dem Werk den unverkennbaren Korn-Stempel auf und das Endresultat wirkt erstaunlicherweise evolutionär. Und vom anderen Blickwinkel her gesehen: Dubstep profitiert auch von Korn: Endlich mal Gesangspassagen, die nicht von einer weiblicher wischiwaschi Stimme vorgetragen werden, sondern welche, die Härte und Aggression von Dubstep innehat. Nicht jeder Song mag bedingungslos zu überzeugen, aber alles in allem ein gelungenes Album und natürlich kommt auch ein Dudelsack zum Zug. Zum Schluss stellt sich die Frage: Werden durch dieses Album die alten Fans vergrault? Ok, zwei Fragen: Für wen ist dieses Album einfacher zu verdauen: Metalheads oder Dubsteb-Fanatiker? Anspieltipps: Chaos Lives in Everything, Let's Go, Bleeding Out. 9 Punkte (Marco)
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