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ANTHRAX
„Worship Music“ / 13 Tracks
NUCLEAR BLAST
www.anthrax.com
Dieses Album entwickelte sich schon fast zum Running Gag in der Musikszene. 1. Meldung: Album mit neuem Sänger fertig. Weitere Meldungen: Sänger raus, alter Sänger rein; alter Sänger raus, ganz alter Sänger rein und Album neu eingespielt. So in etwa lief die Sache, über mehrere Jahre, ab. Somit wären wir mit der Geschichtsstunde in der Jetzt-Zeit angekommen und wir schauen mal auf die Musik. Leicht bedrohlich wirkt das Intro, welches das Album einläutet. Mit wuchtiger Bassdrum Arbeit geht’s dann in die 13 Stücke. Typisch Anthrax ist der Groove, den die Band raus jagt. Frank Bello (Bass) und Charlie Benante (Schiessbude) sind eine eingespielte, groovende und unheimlich tighte Rhythmusmaschinerie. Rob Caggiano und „Cheffe“ Scott Ian (beide Axeman) knallen versierte und interessante Riffstrukturen am laufenden Band in die Gehörgänge. Shouter Joey Belladonna zeigt sich von seiner Schokoladenseite. Er singt melodisch und doch hart. Manche Tracks haben einen gewissen Grunge-Unterton, das passt, für mich, nicht so richtig zu den New Yorkern. Groovende Thrash Metal Mucke war und ist ihre Berufung. Die 1. Hälfte des Albums klingt mehr nach „Persistence of Time“, in der zweiten geht es mehr Richtung „We’ve Come For You All“. Mit „Worship Music“ ist ihnen ein variantenreiches Album gelungen. Ich freue mich schon auf die Live Präsentation, auf die wir hoffentlich nicht allzu lange warten müssen. 9 Punkte. (André)
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