|
Kaum hatte ich mein Interview mit Tomi Joutsen von Amorphis fertig, ging
es auch schon in dem gut gefüllten Z7 los.
Amoral mit Ari, dem neuen Sänger und ehemaligem finnischen DSDS Sieger
zeigten, dass sie trotz ihres jungen Alters recht gut mithalten konnten
und sich vor den folgenden beiden Bands nicht zu verstecken brauchten.
Ari hat die Mischung zwischen Gebrüll und Gesang sehr gut im Griff und
die Spielfreude war den Jungs sichtbar anzusehen. Musikalisch waren
Amoral nicht ganz so überzeugend, aber es hat Spass gemacht den Jungs
zuzuhören. Bin gespannt, was von denen noch alles kommen wird, wenn sie
etwas erfahrener sind.

Nach einer kurzen Umbaupause waren Before The Dawn (ebenfalls aus
Finnland) an der Reihe.
Ich kannte auch Before The Dawn bis Dato nicht und bin froh, dass sich
das nun geändert hat. Die Jungs haben was auf dem Kasten, das kann ich
euch sagen! Frontmann Tuomas stand mit seiner Gitarre in bester James
Hetfield Manier hinter seinem Mikro und brüllte mit finsterer Miene
seine Texte ins Publikum, während Lars (Bass) die melodiösen Parts sang
und sich mit dem Publikum unterhielt. Diese Mischung war absolut geil
anzusehen und anzuhören. Qualitativ war das ganze ebenfalls Top. Ich war
mehr als nur positiv überrascht und hoffe noch viel von denen zu hören!
Before The Dawn war schlicht die perfekte Vorband um das Publikum auf
Amorphis einzustimmen.
 
Die zweite Umbaupause ging genau so schnell wie die erste und um 21.15
gingen unter grossem Jubel die Lichter aus.
Tomi oben ohne (Jiepieeeee! ;o)) und Co. betraten die Bühne, legten mit
„Silver Bride“ hammermässig los und es war vom ersten Moment an klar,
dieser Abend wird noch toller als er es eh schon war. Gespielt wurde
eine bunte Mischung von altem und neuem Material, wobei „The Castaway“,
„Against Widows'' und „My Kantele“ schon am meisten bejubelt wurden. Vom
neuen Album wurden „Sky Is Mine“, „From the Heavens“ und der Titeltrack
„Skyforger“ zum Besten gegeben. Die neuen Songs zeigten sich auch als
absolut livetauglich, wenn sie auch nicht ganz so euphorisch vom
Publikum angenommen wurden. Zur Zugabe holte sich Tomi (der hat den
ganzen Abend lang absolut jeden Ton getroffen!) Ari von Amoral nochmals
auf die Bühne und die beiden sangen im Duett das vielumjubelte „House Of
Sleep“. Tomi forderte das Publikum auf, von Anfang an mitzusingen, was
auch lautstark getan wurde. Als Abschluss und Krönung des Ganzen gab es
noch „Black Winter Day“ und dann verschwanden die Jungs wortlos von der
Bühne. Ganz so ratz fatz war es dann doch noch nicht vorbei Nachdem die
Lichter wieder an waren dröhnte „House Of Sleep“ auf finnisch aus den
Boxen. Das klang lustig und animierte etliche Zuschauer dazu
mitzuschunkeln und weiter herumzuhüpfen. Das war ein Konzertabend wie er
besser nicht hätte sein können! (Denise)-
Forum |