AMORPHIS/ BEFORE THE DAWN/
AMORAL

22.10.2009 , Z7, CH-Pratteln

Kaum hatte ich mein Interview mit Tomi Joutsen von Amorphis fertig, ging es auch schon in dem gut gefüllten Z7 los.
Amoral mit Ari, dem neuen Sänger und ehemaligem finnischen DSDS Sieger zeigten, dass sie trotz ihres jungen Alters recht gut mithalten konnten und sich vor den folgenden beiden Bands nicht zu verstecken brauchten. Ari hat die Mischung zwischen Gebrüll und Gesang sehr gut im Griff und die Spielfreude war den Jungs sichtbar anzusehen. Musikalisch waren Amoral nicht ganz so überzeugend, aber es hat Spass gemacht den Jungs zuzuhören. Bin gespannt, was von denen noch alles kommen wird, wenn sie etwas erfahrener sind.


Nach einer kurzen Umbaupause waren Before The Dawn (ebenfalls aus Finnland) an der Reihe.
Ich kannte auch Before The Dawn bis Dato nicht und bin froh, dass sich das nun geändert hat. Die Jungs haben was auf dem Kasten, das kann ich euch sagen! Frontmann Tuomas stand mit seiner Gitarre in bester James Hetfield Manier hinter seinem Mikro und brüllte mit finsterer Miene seine Texte ins Publikum, während Lars (Bass) die melodiösen Parts sang und sich mit dem Publikum unterhielt. Diese Mischung war absolut geil anzusehen und anzuhören. Qualitativ war das ganze ebenfalls Top. Ich war mehr als nur positiv überrascht und hoffe noch viel von denen zu hören! Before The Dawn war schlicht die perfekte Vorband um das Publikum auf Amorphis einzustimmen.


Die zweite Umbaupause ging genau so schnell wie die erste und um 21.15 gingen unter grossem Jubel die Lichter aus.
Tomi oben ohne (Jiepieeeee! ;o)) und Co. betraten die Bühne, legten mit „Silver Bride“ hammermässig los und es war vom ersten Moment an klar, dieser Abend wird noch toller als er es eh schon war. Gespielt wurde eine bunte Mischung von altem und neuem Material, wobei „The Castaway“, „Against Widows'' und „My Kantele“ schon am meisten bejubelt wurden. Vom neuen Album wurden „Sky Is Mine“, „From the Heavens“ und der Titeltrack „Skyforger“ zum Besten gegeben. Die neuen Songs zeigten sich auch als absolut livetauglich, wenn sie auch nicht ganz so euphorisch vom Publikum angenommen wurden. Zur Zugabe holte sich Tomi (der hat den ganzen Abend lang absolut jeden Ton getroffen!) Ari von Amoral nochmals auf die Bühne und die beiden sangen im Duett das vielumjubelte „House Of Sleep“. Tomi forderte das Publikum auf, von Anfang an mitzusingen, was auch lautstark getan wurde. Als Abschluss und Krönung des Ganzen gab es noch „Black Winter Day“ und dann verschwanden die Jungs wortlos von der Bühne. Ganz so ratz fatz war es dann doch noch nicht vorbei Nachdem die Lichter wieder an waren dröhnte „House Of Sleep“ auf finnisch aus den Boxen. Das klang lustig und animierte etliche Zuschauer dazu mitzuschunkeln und weiter herumzuhüpfen. Das war ein Konzertabend wie er besser nicht hätte sein können! (Denise)-
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