|
SEX SLAVES / RAYGUN REBELS |
12.09.2009, Paunchy Cats!, D-Lichtenfels |
|
Das Punchy Cats! in Lichtenfels ist eine kleine, aber mehr als feine Szene-Kneipe. Hier lebt der Rock’n’Roll hoch und der Sleaze Rock wird am Leben erhalten. Man fühlt sich einfach wohl in diesem Club. Doors open 20:00 Uhr hieß es zwar, aber wie das eben so ist, lief es am Anfang etwas schleppend. Doch plötzlich war die Bude gerammelt voll! Man kam sich vor wie auf einer 80er-Jahre-Revival-Party. Leopardenleggins, super enge Stretchjeans, Haarspray und Schminke so weit das Auge reichte. Einfach schön. Unsereins fühlte sich gleich wieder wie unter 20 (nur blöd, dass der Typ neben mir immer „Mama“ gesagt hat.). Ok, die 80er waren cool, aber nicht alles was man damals trug sollte wiederholt werden. Also Jungs, die nicht gerade wie ne Bohnenstange proportioniert sind: bitte keine Glanzleggins anziehen! BITTE! Los legten die oberbayrischen Jungs von RAYGUN REBELS, die sich selber die bayrischen AIRBOURNE nannten. Die Rosenheimer heizten aber schon mal ordentlich vor. Was auch problemlos ging, weil sie ihren eigenen Fanblock mit im Gepäck hatten. Auf alle Fälle hatten RAYGUN REBELS und die Leute jede Menge Spaß. Weiter ging’s dann mit dem Mainact, den New Yorker Jungs von den SEX SLAVES. Da wurde es dann in den vorderen Rängen eng und auch schnell heiß. Lichtenfels war der 2. Gig der Jungs in Deutschland. Sie erzählten dem durchwegs jungen Publikum von Berlin, der Mauer und dem Schloss, in dem sie das Video zum nächsten Song gedreht haben. „Berlin, the wall, your capitol!“ so Eric13’s Worte. Er wusste ja nicht, dass wir Bayern das etwas anders sehen und eigentlich München unsere Hauptstadt ist *g*. Eric#13, Del und J/Bomb spielten, was das Zeug hielt. Und man muss sagen, es sind schon coole Jungs. Besonders Del mit seinen blonden Haaren und den vielen Tattoos, die er natürlich auch zur Schau stellte. Nach ungefähr der Hälfte der Spielzeit wurde es ihm zu heiß und er zog sein T-Shirt aus. Grrrrrrrrrrrrr….
Natürlich
bestand der Großteil der Setliste aus Songs der aktuellen CD „Wasted
Angel“. Und obwohl viele Lieder vom Tod, Blut und Schmerz handeln, so
wie: „Long Live The Dead“, Bloodlust“ oder „Fuck 4 Luv“ sind
weder die Musik noch die Jungs selber dunkle Geschöpfe der Nacht. Als
sie ihre Hymne „Thank God For Jack Daniel’s“ zum Besten gaben, war
dann kein Halten mehr. Die Menge grölte was das Zeug hielt. Del und
Eric#13 sprangen von der Bühne, gingen spielend zur Bar und tranken Jack
Daniel’s (was auch sonst?) aus der Flasche. Danach ging’s wieder zurück
auf die Bühne und es wurde weiter gerockt. Jep, so will man
Rock’n’Roll erleben: Alkohol,
Schweiß, Sex und Musik! Yeah, that’s it! Natürlich sind die Jungs auch
den Mädels der ersten Reihe nicht abgeneigt gewesen. Sie flirteten von
der Bühne aus und gingen mit ihren Komplimenten nicht sparsam um. Sie
wussten einfach, wie man kleine Mädels beeindrucken konnte. Da soll noch
mal einer sagen, dreckiger Rock sei Männermusik. Die Mehrzahl des
Publikums waren Mädels (und eine Frau, das war ich). SEX SLAVES lieben was sie machen und das sieht man ihnen auch an. Sie beherrschen die Kunst des Spiels mit dem Publikum perfekt. Sehr sympathische Jungs, die, wie ich hoffe bald wieder nach Europa/Deutschland kommen werden. Und falls ihr einen geilen sleazigen Rockabend erleben wollt, kann ich euch die SEX SLAVES wärmstens empfehlen! (Weitere Tourdaten findet ihr auf www.myspace.com/sexslaves) (Melanie) - Forum |
|