KING VEGAS
Valient Thorr

11.07.2009, Backstage, D-München

Der Sommer zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite in diesem Jahr und wie könnte man die Abende besser verbringen als mit einem Konzert? KING VEGAS kannte ich ja schon, da sie mit BENT NOT BROKEN vor ein paar Wochen gespielt hatten. VALIENT THORR dagegen sagten mir gar nichts. Wie es dann später schien, war ich nicht die einzige, denen VALIENT THORR nichts sagte, denn wie sich herausstellte kamen leider nicht sehr viele.

Den Anfang machten aber die Münchner Jungs von KING VEGAS so gegen 21:00 Uhr. So genau geht’s ja bei kleineren Konzerten nicht immer. Und so stellten sich Benny und Andi, die beiden Frontmänner, Sänger und Gitarristen links und rechts der Bühne auf und nahmen Martin, den Bassisten in die Mitte. Drummer Chrissie musste, wie das bei Drummern meistens der Fall ist, weiter hinten Platz nehmen. Und BAM (!) rockten sie los! Laut, straight, geil. Purer Rock ohne Schnörkel – schön. Die Gitarren schrubbelten, Bass und Drumms hämmerten, dazu Andis und Bennys Vocals, alles zusammen ergibt die perfekte Rock-Mischung. Yeah! KING VEGAS gaben auch an diesem Abend ihre Greatest Hits, und ein paar mehr, zum Besten. „My Way“, „Another Day“ oder „Rock You“ sind einfach geile Live-Kracher und KING VEGAS einfach eine geile Live-Band! 

Ohne Zweifel haben KING VEGAS einen gewissen Coolnessfaktor, den wahre Rocker einfach brauchen. Genau diese Mischung aus cooler, lässiger Musiker und coolem, purem Rock, der noch nach Schweiß, Alkohol, Zigaretten und Testosteron riecht, macht das ganze für uns Mädels so unwahrscheinlich sexy *schmacht*. Sex sells, nicht wahr? Wer genug verkauft wird dann auch mal in der Olympia Halle spielen können. Also, immer schön viel Testosteron bei den Gigs versprühen, dann klappt’s auch bald mit der Olympia Halle und deiner Worte Benny: „Hallo Olympia Halle!“ werden Wirklichkeit. Das Potenzial ist auf alle Fälle da, das Aussehen auch und Stimmung können KING VEGAS auch machen – ich glaub an euch, Jungs!

KING VEGAS sind definitiv eine Live-Band, die jeder Mal gesehen haben sollte, der auf guten, geilen, lauten, frechen, straighten, puren Rock steht. Weiter ging es dann mit VALIENT THORR. Die Band besteht seit 2001, macht Psychodelic, Stoner, Proressive und Hard Rock, und kommt aus den Südstaaten der USA. Die Band an sich sah ja schon etwas lustig und fertig aus. Lange Haare, und wenn ich sage lange Haare, mein ich lange Haare, lange Bärte, länger als ZZ TOP, enge Strecht-Jeans und rote (!) Boxerstiefel über (!) den Jeans. Wozu der Sänger diese brauchte wurde auch sehr schnell klar. In der Zeit, in der er auf der Bühne stand lief er wohl gut einen Halbmarathon im Takt zur Musik auf der Stelle. Die rotblonden Haare, der Bart, die Bewegungen – das alles zusammen sah aus wie Joe Cocker auf Speed. Nach ein  paar Songs wurde es Valient Himself so warm, dass er sein Hemd auszog. Zum Vorschein kamen ein Bierbauch und das, was man im allgemeinen als unsexy betrachtet. VALIENT THORR hatten anscheinend immer voll die Message in ihren Songs, denn Valient erkläret vor jedem eine Menge und brüllte jedes Mal: „Do you know what I’m talking about?“ leider verstand man von den Texten nicht all zu viel. VALIENT THORR gaben aber alles was sie hatten. Sie spielten was das Zeug hielt, schwitzen was das Zeug hielt und hatten eine Menge Energie zu versprühen. Als die langhaarigen Guys, dann aber ihr klatschnasses Haupthaar ins Publikum schüttelten wurde es doch etwas unangenehm. Denen, die da vorne standen, machte es aber weniger aus. Fan-Nähe und so. Ich kann euch leider nichts über die Setliste sagen, da ich die Songs nicht kannte. Es gab eine Zugabe von einem Song, dann war’s auch schon zu Ende. Spaß hatten VALIENT THORR auf jeden Fall und ließen sich auch nicht von den wenigen Leuten ins Bockshorn jagen.

(Melanie) - Forum

 


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