SONIC SYNDICATE
Silent Dicae / Deathstars

12.03.2009, Backstage, D-Muenchen

Einlass 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr. Das Backstage-Gelände hat drei Locations zu bieten und diesmal war das Konzert in der Backstage-Halle (das gleich neben dem Backstage-Club ist, dies nur zur Info). Ob es ausverkauft war, kann ich nicht genau sagen, aber es war ganz schön voll!  Voller lauter netter, dunkel gekleideter Menschen. (Bei dem einen oder anderen hab ich mich gefragt ob er den Aschermittwoch verschlafen hat!)

Pünktlich um 21:00 Uhr legten SILENT DICAE aus München los. Ziemlich gute Anheizer-Band! Die ersten beiden Songs liefen im Publikum erst mal nach dem Schema: „ich-guck-erst-mal-was-die-so-machen-ich-kenn-die-ja-nicht“ ab, aber es dauerte nicht lang und schon machten die meisten mit. Und zum Ende der üblichen halben Stunde Support hatte sich bereits ein Mosh-Pit gebildet, in dem mächtig was los war. Den letzten Song widmeten sie den Opfern des erst kürzlich verübten Amoklaufs. Sehr schöner Zug!!!

Umbaupause, und dann kamen die Death-Metaller (Anm.Ralph: Nicht eher Industrial-Metaller?) DEATHSTARS aus Schweden auf die Bühne. Die wurden erwartet und auch gefeiert wie der Main-Act! Viele waren hauptsächlich wegen ihnen gekommen, was man unschwer an dem Styling erkennen konnte. Wie zu erwarten kamen sie hell geschminkt in Uniformen auf die Bühne (erinnerte mich sehr an Marilyn Manson) und legten auch gleich mal los. Whiplasher’s Gesang war dunkel und düster. Pohhh, eine Stimme wie von einem alten Wikinger! Leider konnte man seine Ansagen zwischen den Songs schlecht verstehen, auf Grund seines schwedischen Akzentes. Die Musik war aber aller erster Sahne, hart, laut, straight! Stampfende Beats, und fette Gitarren, untermalt mit ihren Synthi-Sound, schafften sie eine unheimliche, gruselige, schaurig schöne Atmosphäre. Gespielt wurden Songs aus allen drei Alben, wie z. B. die etwas bekannteren „Cyanide“, „Syndrom“ oder auch „Blitzkrieg“, aber auch neuere aus dem aktuellen Album „Night Electric Night“ (Titelsong), „Fuel Ignites“ oder auch Blood stains Blondes“. Nach einer guten Stunde und einer Zugabe war dann aber Schluss.

Umbaupause mit zugezogenem Vorhang? Da erwartete man dann schon irgendwas großartig Geheimnisvolles. Naja, kam dann aber leider nix außer Instrumente und Mikro-Ständer *g* Großes Umwälzen auch bei den Fans. DEATHSTARS-Fans nach hinten und SONIC SYNDICATE-Fans nach vorne!

Als SONIC SYNDICATE, die schwedischen Teenie-Deathler, die Bühne betraten, war natürlich der Teufel los! Die legten sich auch gleich mal mächtig ins Zeug und es wurde wieder laut, hart und geil! Die durchgestylten Mode-Ikonen der jungen Rock-Szene hatten die Leute von Anfang an in der Hand. Die halbe Halle wurde zum Circle-Pit, nur am Rand und hinten war es ein klein wenig ruhiger. Richard und Roland hatten ein besseres Englisch drauf, so dass wir alle die Ansagen gut verstanden haben. 

Druckvoll und dynamisch stürmten sie nach vorne und zeigten was sie auf der Bühne drauf hatten. Beide animierten und begeisterten das Publikum. Es dauerte zwar etwas bis mit dem Crowdsurfing begonnen wurde, aber dann ging’s Schlag auf Schlag. Gegen Ende der Show ließ sich auch Sänger Roland auf die Hände der Fans fallen und drehte auf ihnen eine Runde durch die Fans! So was nenn ich mal Fan-Nähe! Natürlich wurden all ihre bekannten Songs gespielt, wie „Love And Other Desasters“, „Only Human“ oder „Powershift“, um nur ein paar zu nennen.

Die Band verließ die Bühne und sofort wurden Zugabe-Rufe laut (seltsamerweise von der Bühne und übers Mikro – anscheinend musste man sich beeilen um im Zeitplan zu bleiben) und die ließen sich natürlich nicht lange bitten und kamen noch mal zurück. Bei einem der letzten Crowd-Surfer handelte es sich um eine junge Blondine, die von hinten nach vorne getragen und zu guter letzt auf die Bühne getragen wurde. Dort rockte sie so richtig mit SONIC SYNDICATE ab, bevor sie sich wieder fallen ließ und in der Menge verschwand.

Nach 1,5 Std. war dann auch der letzte Abschnitt dieses Konzertabends vorbei. SONIC SYNDICATE, zwar noch recht jung und sehr publikumsnah, was sie sehr sympathisch macht, zeigten, dass sie auch live was drauf haben und ihre Fangemeinde dankte es ihnen!!!

(Melanie) - Forum

 


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