SOULFLY
Vale Tudo / Incite

20.02.2009, Rohstofflager, CH-Zürich

Auf dem Ticket stand Türöffnung 18.15 Uhr. Als dann um 19.20 Uhr die Türen endlich geöffnet wurden konnten wir relativ angepisst, einigermassen durchfroren und doch mehr oder weniger glücklich die warme Halle betreten.

Den Anfang machten VALE TUDO aus Zürich und die legten auch gleich richtig geil los. Die Halle war von Anfang an voll und die Stimmung wieder mal sehr gut. Der Abend schien toll zu werden und das wurde er auch. Als zweite Band waren INCITE an der Reihe. Der Sänger von INCITE ist Richie Cavalera, der älteste Sohn von Max und der zeigte mit seiner Band, dass er von Papa doch einiges gelernt hat. Es wurde uns Thrash Metal vom Feinsten geboten. Das altersmässige gut durchmischte Publikum wurde angeheizt und alle waren gut auf Papa Max und co. eingestimmt.

Dann, ca. um 20.00 Uhr und nach einer grösseren Umpaupause war es endlich soweit, SOULFLY (Max mit Maske über dem Kopf) betraten die Bühne und legten mit „Blood Fire War Hate“ und „Unleash“ aus dem neuen Album los. Der Moshpit war ab der ersten Sekunde im Element und nach einer Minute hatte ich auch bereits den ersten Becher Bier über den Kopf geschüttet bekommen. (Weshalb muss ich auch immer so weit vorne stehen?!?!) Gespielten wurde eine bunte Mischung aus allen Alben und SOULFLY zeigten, dass sie auch nach 10 Jahren, wenn auch etwas gealtert, noch lange nicht müde sind. Die Stimmung wurde immer besser und euphorischer, und die Temperatur stieg merklich an. Bassist Bobby Burns (der während dem ganzen Konzert rauchte) suchte immer wieder den Kontakt mit dem Publikum und machte seinen Job sehr gut. Gitarrist Marc Rizzo (der hat halt einfach ooooobergeile Solos drauf!) und Joe Nunez (Drums) müssen da allerdings auch erwähnt werden, denn es machte wirklich Spass den Jungs zuzuschauen, mit welcher Begeisterung sie ihre Setliste durchspielten.

 

Konversation ist nicht so Max Cavaleras Ding, er konzentriert sich lieber aufs Musik machen und singen. Somit wurden uns die Songs einer nach dem anderen zügig und druckvoll um die Ohren gehauen. Nach dem 30. Ellenbogen in der Rippe, dem 50. Tritt und dem 25. der mir auf meine Füsse gesprungen ist hatte ich dann vom Moshpit die Schnauze voll und verzog mich in die hinteren Reihen. (Au Mann, ich glaub ich werde langsam aber sicher zu alt für diesen Scheiss…). In den hinteren Reihen war die Stimmung keineswegs schlechter, aber halt einfach etwas gemütlicher. Gebangt wurde auch dort und ich war wieder mal erstaunt, wie viele egal ob jung oder alt, die Texte kannten. Den Abschluss machten „Eye For An Eye“ und das legendäre „Roots, Bloody Roots“ bei dem kräftig mitgegrölt und geschrien wurde. Nach 80 Minuten war Schluss und viele schweissgebadete, mit blauen Flecken versehene Gestalten machten sich zufrieden auf den Heimweg.

(Denise) - Forum

 


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