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END
OF GREEN |
29.11.2008, Kulturladen, D-Konstanz |
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Nach
dem Interview mit End Of Green Frontmann Michael Huber aka Michelle
Darkness freute ich mich auf das Konzert. Kurz nach halb 10 ging es erst
mal los mit der Vorband STIMPACK. Ich kannte die fünf Jungs aus
Landsberg am Lech nicht und war gespannt, was mich da erwartete. Und wurde
absolut positiv überrascht: voll hemmungsloser Energie, brachialer Wut
und als hätten sie Wespen im Arsch legten STIMPACK mit einer Mischung aus
Hard- und Melocore los, der Einflüsse aus Nu Metal und schlichtem Rock
anzumerken sind. Ab dem ersten Song schafften sie es, das Publikum nach
vorne zur Bühne zu locken (wie grotesk, bei bekannten Bands kann man sich
nur mühsam nach vorne drängen, aber bei unbekannten Acts verzieht sich
alles nach hinten!), und schon bald moshten und sprangen die Leute rum,
als hätte sie derselbe Virus erwischt, der die Band befallen hatte! Die
Texte von Stimpack sind erstaunlicherweise in Deutsch, was heutzutage ja
nicht selbstverständlich ist bei deutschen Bands. Zuerst klang das sehr
ungewohnt für mich, aber dann kam das voll gut. Bei den teils rockigeren
und eingängigen Refrains wurde schnell deutlich, dass Sänger Oli nicht
nur wild und wütend rumschreien kann, sondern eine richtig gute Stimme
hat. Und er tobte auf der Bühne rum, dass er sich sicher jeden
Ausdauersport sparen kann, denn seine Action war zweifelsohne
schweisstreibend. Aber auch seine Kumpanen Fox (Gitarre und Vocals), Mo
(Gitarre), Klaus Kanone (Drums) und Oi (Bass) liessen es sich nicht
nehmen, Dampf zu machen ohne Ende. Die Songs vom STIMPACK (EP
WELTENBRAND!) kamen live auf alle Fälle dynamisch, ehrlich und absolut
geil rüber. Nach diesem rasenden Act war ich froh um eine kurze Verschnaufpause und konnte mich noch etwas wundern, warum STIMPACK ausgerechnet vor END OF GREEN spielten, denn musikalisch geht das ja schon in eine ganz andere Ecke. Aber irgendwie interessierte das dann doch nicht weiter, denn um halb elf war es endlich soweit, und die Sickcity-Meister der düster-rockigen Melancholie erschienen auf der Bühne. Klar, dass EOG das Publikum nicht animieren mussten, nach vorne zu kommen, da klappte es ganz von selber ;-). Und schon folgte ein Hammersong nach dem anderen, vom Opener EVERGREEN über KILLHONEY aus dem neuen Album THE SICK'S SENSE bis zu den Dauerbrennern DEMONS, DEAD END HERO, SHE'S WILD und ihrem Trinklied I DRINK MYSELF TO SLEEP.
Auch
wenn Micheal Huber stimmlich leicht angeschlagen schien, tat das seinem
wunderbarem dunklem Gesang und der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil,
zum Teil sprang das jüngere Publikum genauso rum und strapazierten ihre
Nackenmuskeln wie vorher schon bei STIMPACK! Sad Sir an der Gitarre und
Hampez am Bass hatten sichtlich Spass am Auftritt und fetzten rum, und
v.a. Hampez legte seine berühmten Posen hin. Kirk Kirker versteckte sich
meist hinter seinen langen Mähne und zeigte einmal mehr, dass man nichts
sehen muss, um die Gitarre bestens im Griff zu haben. Vom Drummer sieht
man ja immer sehr wenig, aber was von Lusiffer zu hören war, war
einwandfrei. Als sich EOG nach einer Stunde zum ersten Mal
verabschiedeten, waren die Fans gar nicht happy mit der kurzen Spielzeit,
so legte das Stuttgarter Quinzett noch 3 Songs drauf, bevor sie uns endgültig
der dunklen, kalten Samstagnacht überliessen. An den EOG Auftritt am WGT
2008 kam das Konzert in Konstanz zwar nicht ganz ran, was auch daran
liegen mag, dass die Parkbühne am WGT einen ganz besonderen Flair hat,
aber es hat unheimlich Spass gemacht und ich habe die Fahrt von Zürich
nach Konstanz keine Sekunde bereut. Wer melancholischen Gothic Rock mag,
muss END OF GREEN einmal live gesehen haben! (Kassandra) - Forum |
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