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BULLET
FOR MY VALENTINE |
22.11.2008, Zenith, D-München |
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Der erste
Schnee in diesem Jahr war gefallen und das BULLET FOR MY VALENTINE
Konzert stand an. Arschkalt war's vor dem Eingang, aber wunderbarerweise
fand man locker einen Parkplatz vor der Halle. Wen wundert's – waren die
meisten BFMV-Fans doch unter 18 und wurden hingefahren und später wieder
abgeholt (zuerst kam ich mir unter all den Teenies – ich hatte auch
meinen 14jährigen Sohn dabei – uralt vor, aber dann sah ich die anderen
Eltern und plötzlich kam ich mir ultracool vor!) Um
18.00 Uhr war Einlass (da befand ich mich aber grad in der BLEEDING
THROUGH-Garderobe) und pünktlich um 19.00 Uhr ging's los mit BLACK
TIDE, einer relativ neuen Band aus Florida. Ja, und wie das so ist bei
Vorbands, verstand man nichts von dem was sie von sich gaben. Leider war's
nicht mehr als ein Soun-Brei und nach nur drei Songs war s auch schon
wieder vorbei. Vom Stil her kann man sagen, öhm… so ganz grob
Metal/Rock :-)
vielleicht hören sie sich ja auf CD besser an. Kurze
Umbaupause, und die war wirklich kurz! Und schon gings weiter mit BLEEDING
THROUGH, man hatte ja noch mehr vor an diesem Abend (drei Vorbands
find ich ein klein wenig übertrieben, sind zwei schon viel!)! BLEEDING THROUGH, eine ziemlich harte und düstere Death-/ Black-Metal-Band aus Orange County/ Californien, die grade eben ihr neustes Werk auf den Markt warfen, legten gleich volle Kanne los mit dem Titel-Song der CD „Declaration“. Und die Jungs und Mädels im vorderen abgesperrten Teil der Halle gingen dann doch mächtig mit ihnen ab! Der Sound war super gut und trotz Gegrowle verstand man die Worte gut (ok, ich kannte die neue CD auch). Brian animierte die Menge immer zum Mitmachen (lest dazu auch das Interview mit ihm – dazu gibt’s eine sehr aufschlussreiche Information zum Fan-Verhalten der verschiedenen Länder) und die Menge machte auch mit. Er suchte immer wieder den direkten Kontakt zu den Leuten, oft sah man ihn gar nicht mehr, weil er ein Bad in den Fan-Händen nahm. Die waren ja schon ganz heiß und wohl auch froh, dass endlich eine gute, harte Band auf der Bühne stand. Gut, es gab drei neue Songs, und der Rest waren Songs aus der fast zehnjährigen und sechs Alben-Band-Geschichte. Geile Mucke! Aber Erwachsenen-Musik!!! (und ja, live mag ich's schon auch etwas härter!)
Dann noch
mal eine Umbaupause, die Bühne wurde diesmal schon ein klein wenig größer
und es erschienen LACUNA COIL, eine der erfolgreichsten
italienischen gothic angehauchten Rock-Bands, die auch schon seit über
zehn Jahren besteht. Leider verstand man wenig, da der Sound wieder
schlechter wurde, was sehr schade war, denn so vom Stil und der Musik her
hat es sich super angehört! Schade! Bei dem DEPECHE MODE-Cover „Enjoy
The Silence“ konnten die meisten dann mitsingen und mitmachen! Ok,
mitgemacht, geklatscht und gegrölt wurde ja von Anfang an, schließlich
ging's schön langsam dem Ende der Vorbands entgegen. Die Kids waren heiß
und hatten ihren Spaß und waren nicht so sehr anspruchsvoll was den Sound
anging, Hauptsache es rockte richtig! Schade LACUNA COIL, vielleicht sieht
man sich mal wieder, unter besseren Vorraussetzungen! Während
der nächsten und diesmal letzten Umbaupause an diesem Abend wurden
Sprechchöre mit „BULLET“ immer lauter und die Fans wurden immer heißer
auf ihre Helden! Der
Unterschied zu einem etwas älteren Publikum, die jungen Leute haben mehr
Ausdauer, was das Arme hochhalten, Rumhüpfen und Mitmachen angeht, das ältere
Semester macht meist nur zu Beginn eines Songs mit und hört dann
mittendrin wieder auf.
So viele
Songs hatten BULLET FOR MY VALENTINE ja nicht zur Auswahl, bei nur zwei
veröffentlichten Alben, aber sie spielten alle ihre Single-Auskoppelungen
„All These Things I Hate“, Tears Don’t Fall“ usw. Den Rest kannten
trotzdem alle – bis auf die meisten Eltern, aber die kannten wohl auch
die Singles nicht, das war wohl eher das Hintergrundgeräusch, das den
ganzen Tag aus den Zimmern der Sprösslinge zu hören bekamen. Schön zu sehen, dass die Fans sich so sehr mit der Band und der Musik identifizieren können, dass sie sich so begeistern können, dass sie so mitgehen, und so leidenschaftlich dabei sind (lang, lang ist s her, da war ich auch eine davon… wo ist nur die Zeit hingekommen?)! Das lässt hoffen, dass der Metal nie aussterben wird! (Melanie) - Forum |
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