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3
DOORS DOWN |
25.10.2008, Porsche Arena, D-Stuttgart |
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Den
Anfang an diesem Abend machten die drei Schweizer von REDEEM. REDEEM sagt
euch noch was? Ja, genau, das war auch die Vorband von DAUGHTRY. Irgendwie
schaffen es die Jungs immer wieder bei relativ bekannten und großen Bands
(u. a. SEETHER) zu supporten. Und bis jetzt kamen sie immer super an! Und
zwar zu Recht! Und auch
diesmal legten sich die drei wieder ordentlich ins Zeug. Und es bleibt
nicht viel mehr zu sagen als: RUMMS! Die Show ging los und damit war es
Zeit für GEILE MUSIK – GEILE STIMMUNG – GEILER ROCK!
Ganz
herzallerliebst war die Ansage des Liedes „Alive“: "Das nächste
Lied möchte ich meiner Freundin widmen, denn sie hatte gestern Geburtstag
und ich will ihr auf diesem Weg sagen wie sehr ich sie liebe!“ Tja,
liebe Männer, da geht einem als Frau das Herz auf! Was will man mehr?
Also hieß es schmachten und seufzen, denn dieser Song ist prädisteniert
dafür!!! Nichts desto Trotz rockten sie ordentlich ab und es machte wie
immer Spaß ihnen zuzusehen, welchen Spaß sie auf der Bühne haben und
das gaben sie auch ans Publikum weiter! Leider nur eine halbe Stunde! Der zweite Support 3 DAYS GRACE, hier wohl etwas unbekannter, als drüben, über dem großen Teich. Die Kanadier haben hier noch nicht groß Reden von sich gemacht und sind nun mit 3 DOORS DOWN, die einem als Vorband ein relativ großes, rockambitioniertes Publikum bieten können, ja gerade zu ein Glücksfall, auf Tour. 3 DAYS GRACE spielen eine kleinen Zacken härter als REDEEM und man kann grundsätzlich sagen, ihre Songs sind melancholischer, dunkler, aggressiver und oft voller Sehnsucht auf ein besseres Leben. Auch ihre Texte handeln viel von Verlust, Trennung, Schmerz … usw.
Aber, auf
der Bühne war davon wenig zu bemerken. Sie rockten mächtig ab, kamen
sehr sympathisch rüber und die Leute gingen volle Socke mit ihnen ab! Sie
spielten mehr von der aktuellen, ihrer zweiten CD „One X“, die bereits
2006 auf dem nordamerikanischen Markt kam, bei uns allerdings erst die nächsten
Tage erscheinen soll (warum auch immer da so ein Zeitunterschied gemacht
wurde), unter anderem „Pain“, „Animal I Have Became“, „Never Too
Late“, „Get Out Alive“ und „Riot“. Mehr
bleibt auch hier nicht zu sagen, als, Support – erste Sahne! Da wurde
das Rocker-Herz gut bedient, zuerst schon mit REDEEM und erst recht mit 3
DAYS GRACE. Beide Bands deckten eine breite Masse an Genres ab,
radiotauglicher (was nicht schlecht zu bewerten ist!) und auch härterer
Rock wurde geboten… und der eine oder andere fragte sich… konnten 3
DOORS DOWN das noch toppen??? Man kennt
3 DOORS DOWN aus Radio und TV eher mit Schnulzen; auf den CDs dagegen geht
s schon härter zur Sache und sie haben diese fetten Gitarren gepaart mit
eben diesen unverwechselbaren melodiösen Sound, der sie so einmalig und
unverkennbar macht. Man brauchte sich im Grunde nur das Publikum
anzusehen, im Durchschnitt Anfang 20, sehr viele Mädels, wenig wirklich
harte Rock-Fans, und man konnte sich ausrechnen, dass es kein soooo hartes
Rock-Konzert werden würde. Schade eigentlich, denn als 3 DOORS DOWN vor
drei Jahren hier waren, war das noch anders! Das ist wohl der Preis, den
man für einen größeren Bekanntheitsgrad, Radiotauglichkeit und TV-Präsenz
zahlen muss. Aber zurück
zum Konzert! 3
DOORS DOWN sind keine Show-Band. Da waren fünf
Musiker auf der Bühne, die eben gerne rockten, und mehr war auch nicht zu
sehen. Nicht langweilig, nein, ganz und gar nicht! Die Jungs um Brad
Arnold zeigten, dass sie das was sie machten liebten, aber dass es im
Grunde nur um die Musik und nicht um deren Personen ging! Alle in Jeans
und Shirts gekleidet, bodenständige Männer aus dem Süden der USA, keine
Poser, keine Pin-Up-Stars! Und trotzdem war Präsenz auf der relativ großen
Bühne. Beeindruckend! Natürlich tobte erst mal
alles als 3 DOORS DOWN, einer nach dem anderen, damit die Spannung
erhalten blieb, auf der Bühne erschienen. Bei „Kryptonite“, ihrer allerersten Single überhaupt, und mittlerweile zum Kultsong geworden, steppte natürlich mehr als nur der Bär in der Halle! Endlich konnte man auch so richtig abrocken! Leider auch nur für diesen einen Song, denn sie spielten in etwa in diesem Zyklus: Midtempo, fetter Rock, Ballade. Und die Balladen bremsten alles wieder aus, was so an Dynamik aufgekommen war. So richtig zum Überkochen kam es leider den ganzen Abend nicht.
Dieses
Jahr im Frühjahr erschien deren viertes Studioalbum „3 Doors Down“,
aber sie spielten mehr Songs aus dem ersten Album „The Better Life“,
und zwar, das besagte „Krytonite“, „Duck And Run“, „Loser“ und
„Be Like That“. Das waren eben noch wirkliche Rock-Songs, bis auf das
letzte. Das Debüt-Album war ihr bestes Album, das hatte Biss, eine
gesunde Aggressivität und fast keine Schnulzen! Tataaaa!
Und wie konnte es anders sein? Die bekannten, altbewährten, immer wieder
gerne gehörten Balladen, wie „ Landing In London“ und natürlich
*Trommelwirbel* „Here Without You“.
Und so kamen die Mädels doch noch zu dem, weswegen sie zu diesem
Konzert gekommen waren – eine ordentliche Ladung Schmalz auf die Ohren! Ja, und
dann war erst mal Schluss mit lustig. 3 DOORS DOWN verabschiedeten sich.
Ja, man vermisste die aktuelle Single und auch etwas die Songs der neuen
CD. Und damit
war dann auch Ende Gelände! Nach nur gut einer Stunde! Dabei hätten die
Jungs von 3 DOORS DOWN soooo viel gute Songs und bestimmt Material um
mindestens zwei volle Stunden durch zu spielen! Ob s an besagter Krankheit
(weswegen auch der Gig in München gecancelled und der in Offenbach
verschoben wurde) bleibt reine Spekulation. Viel
Kommunikation fand das ganze Konzert über nicht statt. Wie gesagt, fünf
Männer, denen es in erster Linie um ihre Musik ging. Aber man sah ihnen
an, wie sehr sie es genossen, auf der Bühne zu stehen und wie es sie berührte,
wenn die ganze Halle die Songs mitsingen konnte! „My Friends“ war des
öfteren von Brad zu hören und das konnte man ihm auch getrost abnehmen,
dass er alle als seine Freunde sah, die da waren! (immerhin sichern die
Leute im Publikum ja den Lebensstandart der Musiker) 3 DOORS
DOWN sind keine abgehobene Designer-Band, und fühlen sich in kleinen
Clubs genauso wohl, wie in großen Hallen! Meiner Meinung nach geht das
Feeling des puren Rocks etwas verloren, je größer die Halle oder die
Veranstaltung wird. In einer kleinen Halle kann man den Schweiß des Rocks
noch riechen und man spürt die Vibes der Musik, man ist eben näher dran! Alles in
Allem… nicht schlecht, aber vor drei Jahren hatten sie wohl den Druck
der Medien noch nicht so im Genick! Leider konnte man das, als Fan der
ersten Stunde spüren (oder liegt's daran, dass ich mit den Jahren immer härter
geworden war?) Nichts
desto Trotz: (Melanie) - Forum |
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