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DISTURBED |
20.10.2008, Zenith, D-München |
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Rock und
besonders der etwas härtere, neuere Rock ist ja seit einiger Zeit gänzlich
aus den populären Medien verschwunden und doch lebt er mehr denn je!
Verwundert immer wieder, wie viele junge und auch ältere bis alte Leute
doch auf die Konzerte gehen, egal um welche Schublade des Rocks es sich
handelt, sei es Metal, Hard Rock, Thrash, New Rock, Crossover, Speed,
Alternativ, Industrial und was es da noch so geben mag. Und so kann man
beruhigt sagen, Rock never dies!!! So war's
dann auch am Montag-Abend. Erstaunlich wie gesittet sich die, ach so
harten, rüpelhaften Rocker in einer Reihe vor den Einlass anstellten!
Brav wie im Kindergarten!!! Kein Gedrängel, kein Gerangel, da kann sich
manch einer eine Scheibe abschneiden! Wir wissen eben, was sich gehört,
nicht wahr? Anstand und so hat eben nix mit dem T-Shirt zu tun, das man trägt
oder welche Musik man hört! Einlass
eine Stunde vor Beginn des Konzertes, alles wie gehabt. Die Halle füllte
sich relativ schnell. Das Zenith ist eine mittelgroße Halle, in der unter
anderem schon Größen wie BILLY IDOL oder PINK gespielt haben. In der
Umbaupause wird das Publikum bekanntlich immer ungeduldiger und in den
ersten Reihen wird's immer enger (hab ich das letzte mal bei BON JOVI als
so schlimm empfunden), aber nach einer halben Stunde hatte das Warten dann
ein Ende. Sänger DAVID wurde in Hannibal Lector-Manier auf die Bühne
transportiert, in Overall, Spaßjacke (Zwangsjacke) und Maulkorb (kennen
wir aus dem Film „Das Schweigen der Lämmer"). Sah schon irgendwie
gruselig aus. Und BUMM!!! Schon befand man sich mitten im Geschehen. Die
Musik fing an, laut, lauter, am lautesten – DISTURBED! „Perfect
Insanity“, der Opener, passte wie Faust aufs Auge, da hatte sich wohl
jemand Gedanken gemacht. Tja und unten beim Volk brach die Hölle los!!!
Natürlich
begrüßte DAVID (Anm.Ralph: Warum scheibst Du
"David" immer gross?) München als eine besondere
Stadt in der er immer wieder gerne kommt (ich denk in Zürich sagt/e er
das auch, oder? Da natürlich von Zürich und nicht von München) (Anm.Ralph:
Du meinst woh, in DIE er immer wieder gerne kommt, oder? *g*).
Das einzige was die Amis (und vielleicht auch der Rest der Welt???) von
uns zu wissen scheinen, ist das Oktoberfest (die Schlussfolgerung, dass
dieses im Oktober sei, ist leider falsch, da es nur IN den Oktober
reinreicht), leider waren DISTURBED da gute zwei Wochen zu spät dran (hi,
hi, hi), aber wir Bayern scheinen weiterhin den Ruf der besten Biertrinker
der Welt zu sein, inne zu haben (grübel, woher das kommen mag?). Aber
wieder zurück zum Konzert und zur Musik. Im Hintergrund wurden immer wieder neue „Walnuts“ hoch gezogen, die die verschiedenen CD-Cover zeigten. Keine schlechte Idee, da diese auch immer anders beleuchtet wurden, z.B. mit roten leuchtenden Augen (hat meinen Sohn sehr beeindruckt). Auch Gitarrist DAN und Bassist JOHN brillierten an ihren Instrumenten und animierten die Leute immer wieder zum mitmachen, sodass einem kaum eine Pause blieb. Die Songs waren eine gute Mischung aus den vier Alben, die die Chicagoer bereits auf den Markt geworfen haben. „Liberate“, Just Stop“, „Vioces“, „Indestructible“, „Prayer“ und natürlich durfte das GENISIS-Cover „Land Of Confusion“ nicht fehlen. Diesen Song kannte nun wirklich jeder, und jeder konnte ihn mitsingen, die Halle bebte!!! Aber DISTURBED schaltete keinesfalls einen Gang runter – ganz im Gegenteil, sie hetzten die Menge immer weiter und weiter, legten immer noch einen nach, unter anderem mit „Deify“, „Devide“, oder „Haunted“.
Die Menge
kochte und kochte und plötzlich meinte DAVID „Good night“!
Waaaaas??? Spinnt der? Ok, kennen wir ja, die Künstler lassen sich gerne
mal bitten und betteln, also verschwanden erst mal alle. Klatsch-Rhythmen
wurden immer wieder laut, „Hey! Hey! Hey!“ – Rufe wurden zu einer
Hymne… und dann endlich kam Sänger David noch mal zurück! Er fragte,
ob man denn noch nicht genug habe. Die Menge grölte, doch DAVID äußerte
seine Zweifel, er wollte es gerne noch etwas lauter hören… OK, das
konnte man ihm bieten! Es wurde noch lauter und noch intensiver gekreischt
und gegrölt – und DAVID stand vorne in der Mitte der Bühne, Arme
ausgebreitet, Kopf nach hinten, und ließ sich feiern wie einen Gott!!!
YEAH!!! „Insinde
The Fire“ und „Stricken“ machten den Zugabe-Anfang, dann folgte ein
minutenlanges Drumsolo. OK, nun wussten wir, was wir aber schon lange
vermutet hatten, Drummer MIKE konnte trommeln. Somit hatte auch er seine
alleinigen fünf Minuten der Show. Devilshorns wurden in die Luft
gestreckt, falls sie nicht schon oben waren, und immer mehr Leute wurden
von hinten auf Händen nach vorne getragen (crowd-surfing)… zum Schluss
kam da einer nach dem anderen und die Ordner hatten einiges zu tun :-)
„Down With The Sickness“ war dann der
endgültige Rausschmeißer nach zwei Stunden Spieldauer. Kurz
zusammen gefasst, ein lautes, hartes, schnelles, verschwitztes, geiles
Konzert (zwei Tage danach hab ich meinen Hals noch gespürt vom Kopf
wackeln, au weia, man wird nicht jünger!)! Einziges Manko, die Stimme von
DAVID hielt nicht immer ganz stand, was der Stimmung aber keinen Abbruch
tat (war auch nur zwei oder drei mal kurz der Fall), ansonsten, keine
Aussetzer, keine Hänger, nahezu perfekt! Und auch wenn im Vergleich zu
anderen Konzerten der Kontakt zum Publikum nicht so intensiv war, gingen
die Leute ab wie Sau (so was hab ich schon lange nicht mehr erlebt! Naja,
wie oben schon mal erwähnt, war es vergleichbar mit BON JOVI, da flippen
die Mädels ja auch so aus! Nur waren es hier beide Geschlechter…). (Melanie) - Forum |
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