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NICKELBACK |
09.09.2008, Hans-Martin-Schleyer-Halle, D-Stuttgart |
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Support
war die amerikanische Band STAIND, die sicher einigen von euch was sagt. Pünktlich
um 20.00 Uhr begannen sie ohne grosses Brimborium. Eigentlich hätte man
sich mehr von ihnen erwartet - sie sind ja keine Newcomer-Band mehr.
Scheint, als sei ihnen der Spass an der Sache verloren gegangen. Den
Liedern nach zu urteilen hatten sie vielleicht auch noch nie Spass an
irgendwas, klang alles etwas deprimierend. Die einzelnen Songs sind alle
schön anzuhören, geballt ziehen sie einen aber runter. Die Balladen sind
schön, so wie „It´s been a while“, kennt wohl jeder, oder der ganz
neue Song „Believe“. Die härteren Songs klangen alle etwas suizidal
(eine Wortkreation meinerseits!) und die langweilige Darbietung von Sänger
Aaron Lewis tat sein übriges. Der Sound war nicht der allerbeste, womit
aber mehr Vorbands zu kämpfen haben. Zu gute halten muss man ihnen, dass
sie eine geschlagene Stunde gespielt haben, was für einen Support
erstaunlich lange ist! „How
you remind me“ sagt wohl jedem was und der letzte aktuelle Song
„Rockstar“ klingt uns noch in den Ohren, was viele aber nicht wissen,
ist, dass NICKELBACK richtig hart abrocken können!!! Vor zwei Jahren
waren die Kanadier Support von BON JOVI, eine der wenigen guten Supports,
und sind nun auf Headliner-Tour durch Europa. Umbaupause,
wie gehabt - und dann Rums! Pyro-Feuer! Ahhhhh! Mit einem Knall war plötzlich
mächtig was los auf der Bühne! „Animal“ der Opener, ein ziemlicher
Rock-Knaller der letzten Cd „All the right reasons“. „It´s good to
be back in Germany“ Chads Worte an das Publikum und man sieht ihm den
Spass an, den er auf der Bühne hat! Und genau das bringt er auch rüber!
Man kennt hauptsächlich NICKELBACK s langsamere, radiotaugliche Songs,
aber live sind sie echt sehens-, und hörenswert, auch für alle Rockfans
- oder eben gerade für diese! Wer sich die Zeit nimmt und mal in die Cds
reinhört und nicht gleich vorschnell urteilt und denkt sie würden nix
anderes können, als das was man im Radio hört, wird wahrscheinlich nicht
enttäuscht werden – ganz im Gegenteil! Dank der Pyro-Einlagen bei einigen Songs ging es auf der Bühne und in den ersten Reihen ziemlich heiß er! NICKELBACK liessen sich showmässig nicht lumpen und haben einiges geboten. So wie die eben erwähnten Feuerwerks-Einlagen (wobei ich immer so panische Angst vor Feuer habe!), oder die Video-Leinwand, damit die hinteren Ränge auch mehr sehen konnten. Abgesehen von den musikalischen Highlights, die sicherlich die Single-Auskoppelungen verschiedenster CDs waren, wie z.B. „Photograph“, oder „Someday“, oder „If everyone cared“, oder „Too bad“ usw, gab’s das eine oder andere… hm… nennen wir es …Erlebnis der besonderen Art. Eins davon war sicherlich als die T-Shirts „verteilt“ wurden. NICKELBACK schossen die Shirts mit eigens dafür angefertigten Kanonen direkt in die Menge! Waren so an die 10-15 Stück, ein sehr feiner Zug!
Ganz
anders dagegen der Song „Side of a Bullet“. Ja, keine Schnulze, eher
hart, aber der Hintergrund ist sehr erschütternd und bewegend! Dieses
Lied widmeten sie dem 2004 verstorbenen Pantera-Gitarristen Dimebag Darrel,
der, wie ihr sicher alle wisst, spielend auf einem Konzert erschossen
wurde. „…
while doing what he loved to do…“ Das Solo in dem Song ist das Solo, das er spielte, als er starb! Im
Hintergrund liefen Mitschnitte von Darrel Dimebag, Interviews,
Live-Auftritte usw. Und als besagtes Solo dran war, wurde das auch auf der
Video-Leinwand eingespielt! Gänsehautfaktor!!! Die
Songauswahl war super! Rockten voll ab, wie z.B. mit dem Cover von Elton
Johns „Saturdays night´s allright for fighting“, das Ryan Peake zum
besten gab. Puh, der Typ scheint einer der ganz wilden zu sein!!! Die
stimmungsvollen Balladen durften natürlich nicht fehlen. „A song for the ladies!“ Damit
war „Far away“ auch von der letzten Cd, gemeint und natürlich „How
you remind me“. Die Fans sangen natürlich lauthals mit und Chad &
Co freuten sich über jede Zeile die die Fans kannten! Die Fans wurden überhaupt
viel ins Geschehen miteinbezogen! So z.B. schenkte Chad einem Typen im
Publikum seinen Becher mit Cola. Trinken und Bier schien eins seiner
Lieblings-Themen gewesen zu sein. Was wäre ein Rock-Konzert ohne ein richtig schönes kühles Bier? Bier, Rock und Konzert gehört einfach zusammen. Das dachten sich NICKELBACK auch und liessen eine Wagenladung Bier auf die Bühne radeln. Die Menge grölte! Und dann ging’s ans verteilen des goldenen Gerstensaftes! In hoooooheeeeeem Bogen warfen sie die Becher ins Publikum und freuten sich jedes Mal wie die kleinen Kinder, wenn sie wieder jemandem ne Bierdusche verabreicht hatten!!! Das Thema Bier war damit aber noch nicht abgeschlossen.
Nach
einem etwas 5-minütigem Drum-Solo von Daniel Adair, bei dem der Rest der
Band verschwand, Drums samt Drummer in die Mitte der Bühne gefahren wurde
und Daniel sein Können demonstrierte, eröffnete Chad, dass Daniel der
ungeschlagene Meister des Bierwettsaufens sei und ihn bisher noch niemand
geschlagen hätte und keiner schneller ein Bier austrinken könne als
Daniel. Nach zwei weiteren Songs wurden dann Leute gesucht, die sich der
Herausforderung stellten und mit Daniel ein Bier um die Wette pumpten. Ein
junger Mann und ein Mädel wurden also aus dem Publikum auf die Bühne
geholt. Bei dem Mann handelte es sich um zwei Amis (pffff, und die sollten
unser Land repräsentieren… pf, sag ich da nur!) (Anm.Ralph:
der junge Mann zwar ZWEI Amis? Wie geht denn DAS jetzt?) und das Mädel
war, ne … hm… keine Blonde J
Ok, das Ende vom Lied, Chad hat beschissen und gewonnen, zweiter wurde
Daniel, aber nur ganz knapp, danach kamen die Amis und ganz zum Schluss
natürlich das Mädel. Die Arme! (Melanie) - Forum |
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