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THE HELLACOPTERS |
24.09.2008, Backstage Werk, D-München |
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Pünktlich
um 20.00 Uhr gingen die Lichter aus und BOOZED, eine ziemlich junge (wie's
aussah, hatte nur einer schon Bartwuchs), deutsche, sehr ambitionierte
Band aus dem Norden Deutschlands fing zu rocken an. Ja, gar nicht mal so
übel, wenn man von den üblichen Problemen (schlechter Sound, fast keiner
kannte sie usw.) absah. Sehr energiegeladen gingen sie mächtig ab und
heizten schon mal für die HELLACOPTERS vor. Zum Ende ihrer Show sprang
der Gittarist plötzlich von der Bühne und machte das, was wohl jede
Security zur Verzweiflung bringt, verschwand in der Menge und zum
Ende des Songs kletterte er wieder auf die Bühne und die Security konnte
aufatmen. Fast pünktlich
um 21.10 Uhr kamen dann THE
HELLACOPTERS auf die Bretter die die Welt bedeuten. Sie sind ja schon ein
wundersamer Haufen, die fünf Schweden. Gekleidet im Retro-Look, der
anscheinend wieder in ist (manche Trends gehen an mir vorbei, seltsam oder
zu recht, weil ich eben guten Geschmack besitze, ha, ha, ha), in
Stretch-Hosen, T-Shirts, Sänger Nicke ganz in schwarz und passend zum
Look rockten sie mit ihrem ganz eigenen Retro-Sound the house! Und das
aber wie! Boah! Das war purer Rock, der ohne große Show und ohne großes Brimborium auskam! Fünf Musiker mit fünf Instrumenten, allesamt mit Kabeln, so wie sich das gehört und keinem neumodischen High-Tech-Firlefanz, die zum Teil uralt und sehr benutzt (die lieben eben ihre Instrumente) aussahen, brachten sie das Feeling des echten Rocks rüber (die einzige Spielerei, die sie sich erlaubten, war Nebel und Rauch auf der Bühne)!
Dies war
die Abschieds-Tour der HELLACOPTERS, aber von Traurigkeit keine Spur! Die
Stimmung war obergeil! Das Backstage war fast ausverkauft, die Halle tobte
und feierte ihre Helden! Die Leute gingen ab wie Sau! Die Band gab alles,
die Fans gaben alles, rum hopsen und crowd-surfen war angesagt (der Horror
für jede Security, die auch sichtlich nicht begeistert davon war, hi, hi,
hi) alle waren durchgeschwitzt (ja, ich auch, aber ich behielt mein Shirt
an!), das war ROCK wie er sein sollte! Purer, echter Rock, ohne viel drum
rum, einfach nur Musik!!! Manche Bands können es sich eben erlauben, sich
nur auf das Wesentliche zu konzentrieren – der Musik! Bassist Kenny Hakansson schien, als habe er den ganzen Abend über seinen eigenen Beat im Kopf gehabt, zu dem er sich so reaggaemäßig bewegte…passte ja auch zu seinen langen Rastas. Schlagzeuger Robert Eriksson entledigte sich als erster seines T-Shirts, und Kenny folgte ihm etwas später. Ok, was zum Vorschein kam war nicht das erotischste (oh Billy Idol wo warst du?), was dem ganzen aber keinen Abbruch tat. Die Jungs schwitzen eben einfach und da sie aus dem hohen Norden kommen und wir hier im heißen Süden waren, ist ihnen eben extra warm geworden. Sänger und Gitarrist Nicke und Robert, waren ein eingespieltes Team, die die Menge anheizten und sehr energiegeladen spielten, sangen und abrockten! Einfach nur GEIL! GEIL! OBERGEIL!
Von der
aktuellen Scheibe spielten sie nur zwei Songs „Electrocute“ und „ In
The Sign Of The Octopus“ ansonsten war's ne Mischung aus den vergangenen
14 Jahren (manch ein Besucher des Konzertes war wohl noch ein Baby oder
Kleinkind als THE HELLACOPTERS anfingen, und ja, ich kam mir manchmal
etwas alt vor, aber nur ein ganz klein wenig, am Anfang), wie „I´m In
The Band“, „Carry Me Home“, Everything Is On TV“, Toys And Flavors“
und, und, und… Und nach
zwei Stunden gelebten Rock war s dann auch vorbei. Die Halle leerte sich
nur langsam, keiner gab die Hoffnung so schnell auf, dass es wirklich
schon vorbei war. Aber als die Crew schon mit dem Abbauen anfing und der
Vorhang geschlossen wurde, war s wohl jedem klar. THE HELLACOPTERS war
einmal! (wer weiß, vielleicht gibt’s ja in ein paar Jahren ne Re-Union,
so was kommt ja auch nie aus der Mode!) (Melanie) - Forum |
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