BILLY IDOL

20.07.2008, D-München &  23.07.2008, CH-Zürich

Billy Idol reist musikalisch durch Europa und wir sind gleich zweimal live dabei. Einerseits in München beim Tollwood-Festival, 3 Tage später in Zürich. Den Beginn macht unsere Melanie, die Billy Idol in München gesehen hat:

BILLY IDOL? Lebt der noch? Macht der noch Musik? JAAAA!!!!! Pünktlich um 19.00Uhr ging's los. Die Vorband an diesem Sonntag-Abend war EL*KE, Berliner Deutsch–Rock–Punk, oder was auch immer. Die Akustik war nicht so besonders in dem Zelt (Tollwood ist so etwas wie ein Volksfest und die Saturnarena in einem großen Zirkuszelt), man verstand wenig bis gar nichts.

Blaues Licht, viel Rauch, alles wartete gespannt auf IHN, BILLY IDOL!

Die Musiker betreten nacheinander die Bühne, angefangen beim Drummer, gefolgt vom Bassisten, dann der erste Höhepunkt – Gitarrist Steve Stevens, hat sich optisch in den Jahren nur wenig verändert, hauptsächlich ist er eben älter geworden, immer noch lässig mit Zigarette im Mundwinkel (der Mann ist Kettenraucher!) und dann ist es so weit: BILLY IDOL himself betritt die Bretter, die die Welt bedeuten! Ganz in schwarz gekleidet, nicht mehr so arg blond wie in den 80`gern, aber immer noch mit tiefer, eingehender Stimme legte er los mit „Cradle of Love“. Die Menge tobte! Billy hat's immer noch drauf! Nach all den Jahren, all den Auf und Ab's in seinem Leben rockte er immer noch wie in seinen jungen Jahren!

Wie Billy versprach, sang er all die alten, großen Hits! Steve Stevens und Billy Idol sind ein eingespieltes Team, was sie immer wieder bewiesen an diesem Abend. Keiner stahl dem anderen die Show, sondern jeder ließ dem anderen Platz, sich zu entfalten, was man an den vielen Solis von Stevens zu hören und sehen bekam! Er zupft auf der Klampfe als ob sie seine Geliebte wäre! Eins der Soli dauerte an die 10 Minuten, er trieb das Instrument immer wieder zu neuen Höhenpunkten, leise und zärtlich, bis laut und hart… puhhhh… da kam man schon ins schwitzen! Wenn der gute Mann bei allem so ausdauernd ist wie beim Gitarrespielen, und auch da das Spiel so gut beherrscht - dann gute Nacht! (Anm.Ralph: Wir sind hier bei einem seriösen Live-Review, liebe Mel ;-) )

 

Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich „White Wedding“. Billy mit nacktem Oberkörper und Akustik–Gitarre. Und alle konnten sehen und staunen! Billy scheint die Drogen gegen Sport getauscht zu haben. Was erstens sicherlich viel gesünder ist und zweitens auch sehr nett anzusehen ist/war!

Zu den alten Hits wie „Eyes Without a Face“, „Sweet Sixteen“, „Got To Be Her Lover”, „Flesh For Fantasy“ ( wie viele Hits hatte der gute Billy eigentlich???) … usw. gesellten sich zwei neue Songs, die auf dem eben erschienen Greatest Hits Album “Idolize Yourself“, die da waren „John Wayne“ und „New Future Weapon“. Gitarrenlastig, und im gewohnten Billy Idol–Stil! Schön!

Ja, Billy Idol ist mittlerweile 52 Jahre alt, davon merkte man allerdings nichts! Er sang,und wirbelte über die Bühne wie ein Jungspund! Da kann sich manch junger Musiker eine Scheibe abschneiden, ganz zu schweigen von dem sexy Six–Pack, welches das weibliche Publikum zum schwelgen brachte (gepaart mit Billys tiefer, männlicher sexy Stimme), und die Männer vor Neid erblassen ließ. Billy hatte die Zuschauer im Griff, spielte mit ihnen, genoss den tosenden Applaus, den es immer und immer wieder gab – und zwar zu recht!

Zugabenblock gab's einen, mit den Songs „Hot In The City“, „Mony Mony“ und was die Menge zum toben brachte: „Rebell Yell“!!! Nach zwei Stunden war's dann auch schon vorbei! Leider! Mit den Worten „I´m Billy fucking Idol“ verließ er die Bühne.

(Was ich aber noch gerne loswerden will ist: ich hab ja schon einige Konzerte erlebt. Ich weiß nicht genau woran es lag, an der Location, Tollwood-Festival, was viele Yuppies in Anzug und Kostümchen anlockte - oder wirklich am fortgeschrittenem Alter der Zuschauer, aber das war eins der aggressivsten und verbissensten Konzerte, das ich erlebt habe! 2x musste die Security mitten im Publikum einschreiten, damit die Handgreiflichkeiten nicht überhand nahmen! Jeder drängte nach vorne, ohne Rücksicht auf den anderen, es wurde gedrängelt und geschupst… ich kenn das vom jungen Publikum nicht, noch nicht mal bei Bon Jovi, wo ja viele hysterische Mädels waren! Die wollen alle nur Spaß haben und haben den auch! Die sind easy und lustig drauf!)

(Melanie) - Forum

3 Tage später war Billy Idol in der Schweiz (Zürich) und unsere Denise war vor Ort:

Am Schluss des letzten Konzertes hat uns Billy Idol versprochen, dass er in zwei Jahren wieder kommt. Es hat zwar ein Jahr länger gedauert, aber auf Billy Idol und Steve Stevens wartet man ja gerne - und gut Ding braucht nun mal Weile ;o)

Das Konzert fand zwar schon wieder in der Maag Event Hall statt, was akustisch nicht gerade die tollste Bedingung ist. Um 20.00 Uhr ging es zuerst los mit der Vorgruppe Redwood aus Zürich. Um 21.00 Uhr betrat Billy Idol gewohnt cool mit seinem schwarzen Ledermantel die Bühne und rockte mit CRADLE OF LOVE los. Das Publikum (im Durchschnitt 35 Jahre alt) rockte mit und ich war erstaunt, dass es akustisch gar nicht mal so übel klang (siehe Maag Event Hall, weiter oben).

Da ich schon am letzten Konzert in Zürich war, bin ich doch etwas (aber wirklich nur etwas) enttäuscht, denn die Show war so ziemlich die gleiche wie beim letzten Mal. (siehe Live-Review vom 3.12.2005)

Billy Idol hat zwar eine neue Cd auf den Mark gebracht, allerdings hat er lediglich aus der „BEST OF BILLY IDOL“ eine „VERY BEST OF BILLY IDOL“ mit zwei neuen Songs (JOHN WAYNE und NEW FUTURE WEAPON) gemacht. Und so ist auch das Konzert schnell zusammengefasst: Alle alten Hits und dazwischen seine zwei neuen Songs. Gemischt wurde das Ganze mit fantastischen Steve-Solos. Billy und Steve ergänzen sich genial und das Publikum machte begeistert mit. Der Jubel war zwar nicht ganz so euphorisch wie beim letzten Mal, die Stimmung war aber trotzdem gut. Als Mr. Idol dann noch eine Rockabilly Einlage zum Besten gab, wurde jedoch gejubelt wie in den guten alten Zeiten als wir alle noch jung waren ;o)

Bei REBEL YELL war das Publikum dann restlos aufgeheizt und die Halle tobte. Als Abschluss gab es dann wieder die 15 Minuten lange Version von MONY MONY mit einem 10 minütigen Steve Stevens-Solo und einer hammermässigen Gitarren Einlage, bei welcher der Bassist (Brian Tichy) und der Keyboarder (Derek Sherinian) ebenfalls zur Gitarre griffen.

Der Abend machte allen Spass, sowohl Billy Idol, wie auch Steve Stevens, der Band (die war übrigens auch vom Feinsten!) und dem Publikum. Nach zwei Stunden Rock vom Feinsten war das Konzert zu Ende und ich hoffe es dauert nicht wieder drei Jahre, bis Mr. Idol und Mr. Stevens das nächste mal in die Schweiz kommen. Billy und Steve sind einfach Kult!

(Denise) - Forum

 


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