TESTAMENT (US)
DYING
FETUS (US)
DEADBORN (D)
CREMATION (CH)
DISPARAGED (CH)
BITTERNESS (D)
Am
Sonntag 1.Mai strömten mehr als 700 Metalbegeisterte ins Transilvania in
Erstfeld, welches im verschlafenen Kanton Uri seinen Sitz hat, und indem
meine Wenigkeit heimisch ist, um den etwas härteren Klängen vor dem
Wochenbeginn beizuwohnen. Der Hauptgrund für die Anreise war für die
meisten die Bay Area Thrashlegende TESTAMENT. Doch im Vorprogramm heizten
zuerst den Zuschauern fünf Bands ein die sich hören und sehen liessen.
Um
punktgenau 16:45 eröffneten BITTERNESS aus Deutschland den Abend.
Durch ihre Mischung aus Thrashmetal, wie man ihn von Kreator oder
Destruction und einer Prise Deathmetal der Sorte At The Gates kennt,
hatten sie das Publikum schnell auf ihrer Seite und ernteten
dementsprechend viel Applaus bereits schon zu diesen frühen Stunden.
Danach
betraten die Schweizerischen DISPARAGED die Bühne. Das Quartett
schaltete mit ihrem Brutaldeath in Sachen Härte und Geschwindigkeit noch
einen Gang höher. Als Vorgeschmack für ihr im Herbst neu angekündigtes
Album, präsentierten sie zwei Songs, die auf dem neuen Release landen
werden. Das neue Material weist erstaunlich viel Melodien für
DISPARAGED-Verhältnisse auf. Man darf also gespannt sein.
Mit
CREMATION machte die zweite und letzte Schweizer Formation des
Abends die Bühne unsicher. Hier stand eigenständiger und unkommerzieller
Deathmetal auf dem Programm. Das CREMATION schon einige Bühnenerfahrung
gemacht haben, stellten sie hier unter Beweis und legten einen gekonnten
Auftritt hin.
DEADBORN
aus dem Südwesten Deutschland präsentierten ihr musikalisches Können.
Die vier versierten Musiker bewiesen musikalisches Handgeschick oberster
Klasse. Eine Band, die technisch locker mit Grössen wie Necrophagist
mithalten kann.
In
Sachen technischer Finesse stand auch der US-amerikanische Co-Headliner DYING
FETUS in nichts nach. Das Vierergespann zockte ihre Mischung aus Death
und Grind-Metal und strapazierten die Nackenmuskulatur der begeisterten
Zuschauer vor dem eigentlichen Showdown noch einmal gehörig.
Nun kam es zum Höhepunkt
des Abends: TESTAMENT. In höchster Topform und mit ersichtlich
viel Spass an der Sache zelebrierten die sympathischen Jungs Thrashmetal
der feinsten Sorte und zauberten so ziemlich jeden Klassiker aus ihrer
mehr als 20 jährigen Schaffenszeit aus dem Ärmel. Eine Setlist der
Superlative. Das beachtlich wenig Material von ihrem neusten Album
„Formation Of Damnation“ dargeboten wurde, nahm ihnen niemand übel.
Die Halle kochte im wahrsten Sinne des Wortes und TESTAMENT wurden gebührend
abgefeiert.
Nach
guten anderthalb schweisstreibenden Stunden war Schicht im Schacht.
Das
Transilvania Summer Festival erwies sich als ein mehr als gelungener
Abend, und keiner der Anwesenden Metalheads ging ohne ein zufriedenes Lächeln
aus der Halle, um frisch gestärkt in die neue Woche zu starten.
(Pink) - Forum |