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HIM |
10.03.2008, X-Tra, CH-Zürich |
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Das Konzert in der Schweiz schien von Pech verfolgt zu sein. Zuerst wurden alle Interviews abgesagt, weil Ville Valo von der Grippe geplagt wurde, dementsprechend lasch war seine Darbietung auf der Bühne (na wenigstens wurde das Konzert nicht abgesagt), und PARADISE LOST mussten sich im Vorprogramm mit sehr schlechtem Sound zufrieden geben. Aber erst mal von Beginn an: massenweise drängten vor allem Teenies in den lange ausverkauften Zürcher Club X-Tra, um ihren Schwarm Ville live zu sehen. Dass HIM eine Band ist und aus mehreren Mitgliedern besteht, ist dabei meist irrelevant. Bereits im Eingangsbereich unten waren neben dem Merchandising zur Feier des Abends Stände aufgebaut, um die hungrigen Fans zu verköstigen. Oben im Saal angekommen, musste man sich schleunigst einen möglichst guten Platz suchen und dort festkleben, um ihn angesichts des Gedränges behalten zu können.
Pünktlich
um 19.00 Uhr legten PARADISE LOST los, und es war eindeutig, dass viele
nur wegen der britischen Kultband des Gothic Metal ihr Ticket erstanden
hatten. Wie gross war die Enttäuschung in den Gesichtern der Fans, als
man aufgrund der miesen Abmischung kaum mehr als einen sabbrigen Soundbrei
präsentiert bekam. Mal hörte man Nick Holmes Stimme viel zu leise, mal
gingen einzelne Instrumente unter. Tapfer spielten sich PARADISE LOST
durch ihr 40-minütiges Programm mit Songs wie THE LAST TIME von 1995,
NEVER AGAIN aus dem BELIEVE IN NOTHING Album, ONE SECOND aus der
gleichnamigen 1997er Scheibe und das neue REQUIEM. Mit SAY JUST WORDS war
das Trauerspiel schliesslich vorbei, und ich werde PARADISE LOST sicher
nur noch auf eigener Headliner-Tour anschauen, aber nicht mehr als
namentliches Zugpferd für eine andere Band. Grosses
Gekreische setzte schliesslich um 20.20 Uhr ein, als die finnischen Gothic
Rocker HIM im Rahmen ihrer VENUS DOOM Tour ihre Show eröffneten. Ein
leicht angespannt wirkender Ville versuchte sein bestes, eine möglichst
gute Leistung zu bringen, was ihm – aber nur oberflächlich gesehen -
auch gelang. Als HIM-Fan der ersten Stunde hatte ich die Finnen zuvor
schon 8 Mal live gesehen, und da waren wirklich Hammershows dabei. Diese
gehörte sicher nicht dazu, leider. Andererseits ist es verständlich,
dass niemand unter Grippe leidend seine Bestleistung bringen kann.
Gekleidet mit der üblichen Wollmütze und einem Mantel, rauchte Ville
dennoch wie üblich seine Zigaretten während dem Gig.
Mit
wesentlich besserem Sound als PARADISE LOST gegönnt war, präsentierten
HIM routiniert altes und neues Songmaterial: RIGHT HERE IN MY ARMS, WINGS
OF A BUTTERFLY, BURIED ALIVE BY LOVE, das immer noch geniale und betörende
Chris Isaak Cover WICKED GAME, den Titelsong zum aktuellen Album VENUS
DOOM, sowie POISON GIRL und CYANIDE SUN. Bei jedem Stück aus VENUS DOOM
wurde das CD-Cover, dessen umstrittenes Motiv für Furore unter den Fans
gesorgt hatte, gross an der hinteren Wand gezeigt. Es handelt sich um ein
Porträt des Künstlers David Harouni und ist absolut untypisch für die
Gothic Szene. Harounis Galerie ist in New Orleans, und als HIM auf USA
Tournee waren, besuchte Ville Vallo die Ausstellung. Das Frauenporträt
faszinierte ihn und so kam es auf das VENUS DOOM Cover.
(Kassandra) - Forum |
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