BON JOVI
Gianna Nannini

24.05.2008, Olympiastadion, D-München

 

Konzerterlebnis der Superlative!

Seit fast 25 Jahren sind sie im Showgeschäft, seit fast 25 Jahren begeistern sie Millionen mit ihrer Musik. Bon Jovi stehen nicht für tiefsinnige, bedeutungsvolle Aussagen. Bon Jovi just wanna have a good Party!

Das ist und war schon immer worum es den Jungs, die mittlerweile zu Männern geworden sind, gegangen ist! Man liebt oder hasst sie. Die Musik ist weitgehend die selbe geblieben. Sie sind eine der wenigen Bands, welche die Hochzeit des Hard- Rocks und Metals (ja, in den 80´gern zählte man Bands wie Bon Jovi ab und an auch zu Metal, im ganz weitem Sinne zumindest!) überlebt und sich der Zeit angepasst haben, ohne sich selber zu verlieren und unglaubwürdig zu werden. Im Grossen und Ganzen sind sie ihrem Stil treu geblieben. Ironischerweise könnte man jetzt sagen, er ist genau so kommerziell geblieben wie er vor 20 Jahren schon war. Durch „Bed of Roses“ und unzähligen anderen Balladen sind sie wohl auch zu den Schnulzen- Königen schlechthin geworden. Allerdings rocken sie live immer noch gehörig ab!

Wo wir nun endlich beim Thema wären!
24. Mai 2008, Olympiastadium München, super Wetter, nicht zu heiss, nicht zu kalt, etwas bewölkt, aber ok. Die Stimmung war schon vor dem Konzert super, wie sollte es auch anders sein, warteten ja schon tausende von, vorwiegend weiblichen, Fans auf den Einlass. So gegen 16.30 Uhr wurden die Tore dann endlich geöffnet und die Arena füllte sich wie zu erwarten super schnell. Dann hiess es erst mal wieder warten.

Support war Gianna Nannini. Gegen 19.00 Uhr betrat sie endlich mit ihren Musikern die Bühne. Keine Ahnung, was Management und Plattenfirma da eingefallen war; Bon Jovi und Gianna Nannini passten zusammen wie Skianzug am Strand! Die Fans waren nicht wirklich begeistert, duldeten sie auf der Bühne und sie konnte einem wirklich leid tun! Sie war bei Gott nicht schlecht, aber total falsch ausgewählt! Musikalisch top und eine wahnsinns Bühnenpräsenz- aber eben leider das falsche Publikum! Das nächste mal dann bei Eros Ramazotti ;-)

20.30 Uhr- endlich, die doofe, einschläfernde Musik vom Band wurde ausgeschaltet, das Intro fing an, die Musiker betraten nacheinander die Bühne, das Publikum tobte- und flippte total aus, als Jon die Bühne betrat! (Ich geb s ja zu, ich auch!) Von Anfang an hat er das Publikum in den Händen! 72’000 Menschen – beeindruckend! Bis in die letzten Ränge stand alles! Los ging s mit „Lost Highway”, dem Titelsong des aktuellen Albums. Die drei Opener-Songs sind bei jeder Show die selben, dann allerdings unterscheidet sich die Setliste von Konzert zu Konzert!

Die Songauswahl war genial! Super gemischt, viele der alten Songs wurden gespielt, gemischt mit den Neueren, so dass niemandem langweilig wurde - eher im Gegenteil - ein Hit jagte den nächsten. Zur Überraschung aller liess Jon David den Song „In these arms“ anfangen zu singen und übernahm dann nach einer Strophe wieder das Mikrofon. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend, an dem noch viele, viele folgen sollten. Die Fans, alle Fans, sangen jeden Song lautstark mit (was einem schon eine Gänsehaut über den Rücken jagen konnte). Und wie jedes Mal in München fing es auch diesmal an regnen. Zuerst war es nur ein leichtes Tröpfeln, aber dann doch wirklich Regen!

Jon meinte: „It wouldn´t be munich if there wouldn´t be any rain!” wie in den vergangenen drei oder vier Open Airs in München regnte es immer wieder. Alle wurden nass, und wieder trocken, und wieder nass und wieder trocken. Zum Abkühlen der viel zu heiss gelaufenen Mädels in den ersten Reihen ;-) (ich war in Reihe 5!) ja nicht schlecht, was der Stimmung an sich keinen Abbruch tat. Weder bei der Band, noch beim Publikum. „It´s like taking a shower with 72000 of my closest friends!“ (ok, schon wieder ne Dusche mit Bon Jovi, wie all die Jahre zuvor!)

Zurück zur Musik. “Bed of roses” wurde NICHT gespielt, Gott sei Dank, dafür allerdings “Always” in der Orginalfassung und wie sollte es anders sein „I´ll be there for you“, gesungen von Richie Sambora, der ja in letzter Zeit seine privaten Probleme nicht wirklich in den Griff bekommt. Bon Jovi hatten als 2. Gitarristen Aldo Nova dabei, ob das was damit zu tun hat bleibt spekulativ… Das war s dann aber auch schon an Balladen! Bei dem Song „Sleep when I´m dead“ bauten Bon Jovi „Mercy“ und „Start me up“ ein; und wer Bon Jovi live kennt, weiss, dass „Twist and shout“ nicht fehlen durfte! Eine Zugabe mit vier Song „I love this town“, „Twist and shout“, „Wanted“ und „Blood on blood“ wurde gegeben. Nach guten 2 Stunden 45 Minuten Spieldauer war das Mega- Event zu Ende!

Bon Jovi halten nach so langer Zeit immer noch was ihr Name verspricht, guter Stadion-Rock mit geilen Rock-Hymnen, die jeder mitsingen kann! Auch wenn auf CD keine wirklich grossen Kracher mehr entstehen sind sie live eine der grössten, die das Showgeschäft momentan zu bieten hat. Und die älteren Songs sind einfach Klassiker, keiner Frage! Jon Bon Jovi hat die Masse an Leuten in der Hand wie nur wenige seiner Zunft! Showmässig gab s natürlich auch einiges zu sehen. Zu den Songs wurden immer wieder verschiedene Bilder und Impressionen von Konzerten der Tour eingeblendet. Auf den riesigen Videoleinwänden konnte man das Konzert wohl bis in die letzten Reihen auch optisch gut verfolgen. Die Show sollte allerdings nicht die Musik überbieten, d.h. mehr Musik, weniger Show! Bon Jovi halten sich da ganz gut dran und wissen worauf es ankommt, nämlich die Musik. Wer eine Show sehen will, soll sich ein Musical angucken!

München ist immer eine ganz besondere Station auf jeder Bon Jovi Tour! Ich hatte den Vergleich bei mehreren Touren, wo ich in mehreren verschiedenen Städten mit dabei war. Jon ist zwar Profi, aber wenn man den direkten Vergleich hat, merkt man, dass es ihm in München am meisten Spass macht! Er verspricht auch jedes mal wieder, dass sie immer wieder nach München zurückkommen werden, so lange sie touren werden! Na, mal sehen! Ich werde dann wohl immer noch mit von der Partie sein!

(Melanie) - Forum

 


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