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BEYOND
THE VOID |
15.03. 2008, Werk21, CH-Zürich |
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Als ich
die Deutschen Gothic Rocker BEYOND THE VOID im Herbst 2007 im Rahmen des
Nach(t)brand im Werk21 das erste Mal live erleben durfte und Sänger
Daniel Pharos ihre Rückkehr für den März 2008 ankündigte, war mir
klar: da muss ich wieder hin! Das 2006er Album I AM YOUR RUIN hatte es mir
extrem angetan, und so freute ich mich auf die Live-Präsentation der
neuen Scheibe GLOOM IS A TRIP FOR TWO. Gut gelaunt und voller Spielfreude
ging es um 21.40 Uhr los mit der Band-eigenen, interessanten Mischung aus
Rock, Metal und Gothic, die keine Nachahmung anderer Bands repräsentiert
oder ein Stil-Klischee erfüllt. Nachdem das leicht besinnliche SEDUCTORA
(die neue Maxi-Single) musikalisch durch das Werk21 gezogen war, kündigte
der Powerfronter Daniel augenzwinkernd und mit verschwörerischer Stimme
an, dass es nun „Was Böses“ geben werde, nämlich Rock’n’Roll!
Allein seine unterhaltsamen und witzigen Ansagen und Stories zwischen den
Songs machen einen Konzertbesuch bei BEYOND THE VOID schon lohnenswert.
„Wenn man stundenlang im Stau steht, wünscht man sich, an einem anderen
Ort zu sein“ - und weiter ging es mit AWAY FROM HERE.
Trotz
wenig Platz auf der relativ kleinen Bühne wirbelte Daniel hin und her,
aber auch Dominik Morgenroth an der Leadgitarre und Martin Tapparo an der
Rhythmusgitarre liessen es sich nicht nehmen, kleine Showeinlagen zum
Besten zugeben und weiter gute Stimmung im Publikum zu verbreiten. Weiter
ging es mit einem eingängigen, Ohrwurm-gefährdenden Song, der von der
Realflucht handelt und zu dem es auch ein Video gibt, REALITY WON’T DO.
Daniel verliess dabei die Bühnenbretter und wanderte mitten im Publikum
herum. Die „Reise durch die Nacht“ wurde fortgesetzt mit dem
vereinnahmenden Titelsong zum neuen Album GLOOM IS A TRIP FOR TWO, und
FAMINIME, das von dem Weg handelt, den man bis zum Ende gehen kann. Hier
kam Rudolf Pfaffenzeller, der Herr über die Tasten an den Synthies, verstärkt
zum Einsatz und zeigte den Anwesenden sein Geschick. Als Daniel danach
scheinbar nach dem Titel eines Songs suchte, der ihm nicht einfallen
wollte, obwohl das doch ein Zuschauerwunsch sei, begannen zwei Mädels mit
dem T-Shirt-Aufdruck HATEWORLD begeistert zu kreischen, und schon spielten
BEYOND THE VOID mit eben disen Song weiter, der schon fast im
Downtempo-Bereich anzusiedeln ist. Der doomige Touch von HATEWORLD wurde
perfekt untermalt von Daniels Stimme, die teilweise ein so tiefes Timbre
aufweist, dann man mit geschlosssenen Augen fast meinen könnte, Jyrki von
THE 69 EYES stehe auf der Bühne - unglaublich gut!
„Und
nun ein Song für alle Damen, und für alle, die es werden wollen. Ein
Song gegen One Night Stands und zum Kuscheln: UNTIL DAWN SHALL UP PART“,
so leitete Daniel zum nächsten Stück über. Schlieslich kam TIME TO
REPENT, angekündigt mit „So was ähnliches wie unser letzter Song“,
was klar machte, dass es - zum Glück - nicht der letzte sein würde.
Nachdem Daniel den Refrain regelrecht aus sich herausgeschrien hatte,
verliessen die Münchener dennoch kurz die Bühne, aber nur um nach
absolut begeisterten Zugabe-Rufen und Pfiffen des Publikums zurück zu
kehren und mit AFTERBIRTH, „einen Song zum Abheben“, weiter zu rocken.
Beim letzten Song bedankte sich Daniel noch bei den „schweinegeilen Säuen“
im Publikum für’s Kommen und Mitrocken, liess ein letztes Mal ein
dreckiges Schreien durch das Mirko röhren, und um 22.45 Uhr ging eine
explosive Dark Rock Show mit grandiosem Gesang leider viel zu schnell zu
Ende.
Der Live-Abend war damit aber noch nicht beendet, denn BLOOD WEEPS gaben dem Publikum noch die Ehre. Der musikalische Stilmix der Schweizer kommt als Melodic Rock mit melancholischen Einflüssen daher, und der Unterschied zum vorhergegangenen Power-Rock könnte kaum grösser gewesen sein. Einige Leute schienen aber eigens wegen BLOOD WEEPS gekommen zu sein, denn das Werk21 war nun etwas voller als bei BEYOND THE VOID. Bekannter sind BLOOD WEEPS hierzulande allemal, schliesslich war es für die Züricher ein Heimspiel. Die Bühne wirkte beinahe überfüllt, als die Brüder Danny (Schlagzeug) und Pat Rafaniello (Gitarre und Gesang), Dave Rumer (Gitarre), Priska Nuria Schlatter (Gesang) und Silvio Riedi (Bass und Growls) um 23.20 Uhr loslegten. BLOOD WEEPS brachten vor allem die Stücke aus ihrem „DEMO 2006“, die teils traurig und düster, träumerisch oder auch im Sabbath-Flair durch den Saal waberten.
Pat
und Priska wechselten sich am Mikro ab oder sangen im Duett, wobei ich
jedoch das Gefühl hatte, dass Priskas Stimme an diesem Abend nicht so gut
klang, wie man sie auf der Demoscheibe zu hören bekommt. Ansonsten ergänzten
sich die reinen Vocals der beiden recht gut, immer wieder von Silvios
Growls unsanft durchbrochen. Zwischendurch wurde die Stimmung durch
rockigere Passagen und klare Gitarrenriffs aufgerüttelt, so dass die
Stunde Spielzeit wie im Flug verging und BLOOD WEEPS ein zufriedenes
Publikum in deren weiteren nächtlichen Aktivitäten entliessen. (Kassandra) - Forum |
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