DOWNFALL / BLACK SONIC PROPHETS / LANDVOGT

12.04.2008, Chamäleon, CH-Vaduz

Fetter Gitarrensound und Synthieklänge lockten am Samstag, den 12. April, zahlreiche Rockfans in den Konzertraum des Chamäleons auf dem Spoerry-Areal in Vaduz. Drei Liechtensteiner Bands präsentierten elektrische Klänge vom Feinsten unter dem Motto „Rock i dr Fabrek“.

Zu Beginn des Abends sah es ganz danach aus, als ob die nebenan stattfindende Fight-Night dem Verein Kulturinarium als Konkurrenzveranstaltung zusetzen würde – doch die Fans der metallischen Harmonien enttäuschten nicht und füllten den Saal nach und nach. Im Gegenzug wurden sie von den drei auftretenden Bands für ihr Kommen belohnt.

Downfall

Eröffnet wurde der Abend mit melodiösem und doch leicht schwermütig anmutendem Rock Sehr präzise und auf den Punkt gespielte Kombinationen von Thomas Hemmi (bs), Johannes Schraner (git) und dem Schlagzeuger Marius Matt harmonierten mit dem melodiösen Gesang von Mathias Nutt, der allerdings etwas in den Hintergrund gemischt wurde. Die vier Jungs bewiesen an diesem Abend erneut, warum ihr Song „Sorrow“ 2007 von Radio Liechtenstein als bester internationaler Song erkoren wurde – doch dahinter zu verstecken brauchen sie sich nicht, denn bei ihnen stimmt auch das restliche Material.

Black Sonic Prophets

Nach einer optimal genutzten Umbaupause rockten Black Sonic Prophets den Saal. „Broken“ erklang aus den Boxen, an das sich dann nahtlos ihr Ohrwurm „Shut down the Lights“ reihte. Mäthi (voc/git), Marco (git), Ray (bs) und Roli (dr) hatten das Publikum innert kürzester Zeit auf ihre Seite. In gewohnt professioneller Manier performten sie auch ihre neuen Songs wie „Alone“ oder „The Game“ als Liechtenstein Premiere – welche vom begeisterten Rockpublikum mit viel Applaus goutiert wurden. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Mäthi auch bei den anwesenden Fans für die Unterstützung des Euro-Songs beim voting von „Blickonline“. Mehr über BSP findet ihr übrigens auch unter "Newcomer" hier auf der Medazzarock-Site (Newcomer-Archiv).

Landvogt

Mit der dritten und zugleich letzte Band des Abends, Landvogt, erfüllten nun „Retro-Klänge“ im Stil der 80er-Jahre den Saal. Rockige und zugleich düster wirkende Gitarren unterstützten einen auf hohem Niveau stehenden Gesang im Stile von Depeche Mode. Sehr frisch wirkte es, die Band mit dem Schlagzeuger Ritchie Wenaweser zu sehen - bis vor einigen Monaten gab jeweils ein Drumcomputer den Beat vor, was sehr befremdlich wirken konnte. Ein richtiges Schlagzeug verleiht dem düsteren Wave-Sound von Heba Ming (voc/key), Pic Nigg (git) und Urs Niederhauser (git) nun den richtigen Rahmen. Landvogt sind bei uns unter "Newcomer" (Archiv) ebenfalls vertreten.

(Jonny) - Forum

 


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