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CHINA |
06.03.2008, Adlerssal St.Georgen, St.Gallen/Schweiz |
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Es war ein gutes Rockpaket, das von der CULT-Bar präsentiert
und in Zusammenarbeit mit Fallin Angels Management & Booking Agency
auf die Beine gestellt worden war: der HOT ROCK EVENT mit CHINA, ALTÖL
und den BLACK DIAMONDS. Die drei Bands aus der Schweiz rockten den
Adlersaal in St.Gallen was das Zeug hielt, auch wenn leider
"nur" 90 Dezibel Lautstärke erlaubt und der Event nicht
ausverkauft war. Pünktlich um 20.30 Uhr enterten die BLACK DIAMONDS
die Bühne, und legten gemäss ihrem Motto "Rock Like Fuck!" los
mit LOVED-HATED LADY. Die Rockband aus dem St. Galler Rheintal hatte natürlich
einen gewissen Heimvorteil, was sich auch darin zeigte, dass sie ihren
eigenen "Fanclub" mitgebracht hatten, der von Beginn an vor der
Bühne mittanzte, mitrockte und mitsang. Die Stimmung übertrug sich daher
auch auf das restliche Publikum, als das Classic und Glam Rock Programm
weiterging mit GET BY (DOGS D'AMOUR), LINED-UP JARS, ACTION und CATCH ME.
Frontrocker und Gitarrenklampfer Michael Kehl - Nomen est Omen! - zeigte
sich dabei in Rockstarmanier gekleidet mit Jeans, die mit unzähligen
Patches übersät ist, dem "Rock Like Fuck" T-Shirt und Zylinder
mit silbernem Skull&Bones-Abzeichen. Stimmlich überzeugte er mit
seiner leicht dreckichen Stimme auch, als der den ersten stimmlichen Höhepunkt
des Abends antönte: JUMPIN' JACK FLASH von den wohl nie aussterbenden
Rolling Stones. Schwungvoll gings weiter mit LOVE, LIES, LONELINESS, sowie
ENOUGH und BUSINESS bis zum Ohrwurm-artigen MOSQUITO, das sicher in
Bierzelten und bei Volksfesten ebenso zum Mitgröhlen und Feiern animiert
wie beim Rockkonzert. Einen gelungenen Abschluss bildeten FIRST STRIKE und
noch mal ein Coversong, diesmal ROCK AND ROLL MUSIC von Chuck Berry. Viel
Applaus und Beifall ertönte nach knapp 45 Minuten für die BLACK
DIAMONDS, die zwar noch keine lange Erfahrung im Musik-Biz aufweisen können,
aber mit Herz und Seele ihren Sound performen und sicher als
Nachwuchshoffnung des Schweizer Glam und Classic Rock zu werten sind.
20 Minuten Umbaupause
reichten, dass ALTöL loslegen konnnten. Die seit 1999 bestehende Truppe
verdankt ihren ungewöhnlichen Namen dem Umstand, dass sie damals in einer
dreckigen Garage proben mussten, in der alte Ölfässer rumstanden. So
inspiriert, steht der Bandname nun für dreckigen Hardrock. Nach dem Intro
ging es flott los mit HEY DU, gefolgt von WHITE LINE und TV ABIG. Die
soliden und rockigen Stücke sind mal in English, mal in Mundart gesungen,
was zuerst ungewöhnlich wirkt, aber zum erdigen Sound von ALTöL passt.
Vokalist Stephan am mit leeren Ölkanistern behängten Mikroständer
sorgte durch viel Bewegung für Schwung, aber auch Ady und der Vollblut
Rock'n'Roller Les an den Gitarren, und Hännes the Menace im kultigen
Rocker-Lederoutfit am Bass waren mit viel Spass und Professionalität bei
der Sache. Dennoch war die Stimmung im Publikum nicht mehr ganz so gut wie
bei den BLACK DIAMONDS. Nach GELD & SEX und WÄNN ICH DICH versuchte
Stephan schliesslich, den Funken wieder zu zünden und das Publikum bei
HOT OR NOT zum Mitsingen zu bewegen. Das klappte dann leider nicht so
ganz, nur wenige Leute vorne an der Bühne stimmten in den Refrain
"Wir sind heiss auf Öl" mit ein. Unbeirrt rockten ALTöL weiter
mit RUNNING FLAME, THIS IS ROCK und BOYSNIGHTOUT, um dann schon das Ende
des Gigs zu verkünden. Nach Zugaberufen einiger Weniger gab's noch MINI
COOPER zu hören, dann machten ALTöL nach einer knappen Stunde die Bühne
frei für den Headliner CHINA.
Um 23.00 Uhr hiess es schliesslich Showtime für
CHINA! Mit den altbekannten SHOUT IT OUT, MEDICINE MAN und DEAD LIGHTS
ging der knapp 90-minütige Gig in die erste Rock-Runde, bevor das
Publikum in den Genuss eines neuen CHINA-Songs kamen. TRAPPED IN THE CITY
führt den Classic Rock Stil der Schweizer gekonnt weiter und macht
Appetit auf das neue Album, das Gründungsmitglied und Gitarrist Claudio
Matteo kürzlich im Interview mit Medazzarock angekündigt hat. Erstmals
an diesem Abend bewegten sich die Anwesenden von ihren Stehtischen weg und
versammelten sich vor der Bühne, um sozusagen hautnah dabei zu sein. Das
lohnte sich schon fast allein wegen Eric St.Michaels grandioser Bühnenpräsenz.
Eric, der CHINA-Vokalist der CDs GO ALL THE WAY und LIVE, hatte das
Publikum von Beginn an fest im Griff. Stimmlich war er ebenfalls topfit
und powerte mit viel Energie und Freude durch die Stücke, streckte immer
wieder seine Arme nach oben und bewegte sich ständig über die Bühne, so
dass es fast unmöglich war, sich nicht von seiner Ausstrahlung anstecken
zu lassen. Wer ihn schon mal live erleben durfte, weiss, wovon ich
spreche. Es folgten LAY DOWN FOR ME und ROCK CITY, und nun liess sich das
Rockvolk nicht lange bitte, mit Eric in den Refrain einzustimmen, da
funktionierte das wie von selbst. Es ging weiter mit noch einem neuen
Song, STAY, der mit einem guten Schuss Groove versehen ist und mir persönlich
gleich sehr gefallen hat und auch von den Fans gut aufgenommen wurde.
Danach wurde es etwas ruhiger, denn Eric stimmte mit der Akustik-Gitarre
ON MY WAY und SO LONG an, wobei dann auch das eine oder andere gezündete
Feuerzeug in die Höhe gehalten wurde. Schwungvoll rockten die Jungs
weiter mit AIN’T TALKIN‘ BOUT LOVE, dem Ohrwurm IN THE MIDDLE OF THE
NIGHT und GIRL ON MY SCREEN. Zwischendurch pfefferten Claudio Matteo an
der Gitarre und der Hammer-Bassist Beat Kofmehl die Riffs und Beats und
Grooves in die Menge, wie es kaum eine andere Band in diesem Genre
fertigbringt. Auch ihnen war anzumerken, dass sie mal wieder so richtig
genossen, die Live-Sau raus zu lassen. Mit DEADLEY SWEET und ALL I DO
verabschiedeten sich Erste-Klasse-Rocker kurz, um noch TIE YOUR MOTHER
DOWN anzuhängen, bevor kurz vor halb eins ein genialer Rockabend mit
Spitzenbands zu Ende ging.
www.black-diamonds.ch (Kassandra) |
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