ALTER BRIDGE
Enjoy Destroy

02.02.2008, Backstage Werk, D-München

Vor Jahren habe ich Alter Bridge das erste mal als Vorband von 3 Doors Down erlebt und war damals schon sehr begeistert, was mir normalerweise bei mir unbekannten Vorbands nicht so leicht passiert. Creed war mir zwar ein Begriff, riss mich aber nicht so vom Hocker.

Black Bird, das zweite Album, war also veröffentlicht und kurz darauf wurde die Tour bekannt gegeben. Jippie, sie kamen auch nach München! Das Backstage ist ja eine eher kleine Location, im Vergleich zu den Grossveranstaltungen im Olympiastadium oder –Halle, trotzdem hat es mich verwundert und auch sehr gefreut, dass es ausverkauft war!  Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, bevor der grosse Schwung an Konzertbesuchern eintraf. Kalt war die Nacht Anfang Februar! Aber wir mussten nicht lange warten und waren ziemlich schnell drinnen, haben auch einen relativ guten Platz ergattern können. Nun ging es ans Warten, wie vor jedem Konzert. Das Publikum war gemischt, von ganz jung bis älter als ich J (Anm.Ralph: Was ja jetzt einige Spekulationen zulässt...). Die Vorgruppe, Enjoy Destroy, hat mich nicht vom Hocker gehauen, genauso wenig wie die meisten im Publikum. Netter Radio College Rock, etwas deplaziert an dieser Stelle.

Nach der Vorband folgte das obligatorische Umbauen. Die Spannung steigt und steigt und steigt. Sprechchöre werden immer lauter und riefen und forderten die Band. Endlich erschienen die Bandmitglieder auf der Bühne. Gekonnte Rockposen und jubelnde Zuschauer! „Come to life“, der Opener, grandios! Sie spielen echten Hard Rock mit schönen Melodien, kraftvollen Solis, gefühlvollen Balladen, naja richtige Balladen sind es ja nicht, etwas ruhigere Songs eben, wie „Before tomorrow comes“ oder „ Watch over you“ (ok, das ist eine richtige Ballade). Alter Bridge spielten fast die ganze Black Bird und natürlich auch die Kracher und Klassiker der ersten CD „Broken wings“ und „Open your eyes“. Die Stimmung war umwerfend! Singalongs taten ihr Üriges. Man sah der Band ihren Spass an und sie genossen es, wie ihnen die Fans aus der Hand frassen.

                 

Sänger Myles Kennedy hatte eine super sympathische Ausstrahlung ein super nettes Lächeln, suchte den Augenkontakt zu einzelnen Leuten, sehr, sehr, sehr sympathisch! Und außerdem ein Könner seines Fachs. Super Stimme! Er und Mark Tremonti hatten das Publikum fest in der Hand, wie man es von Rampensäuen erwartete. Als Zugabe gab es „Broken Wings“, „Mudbone“ und „Rise today“, was die Stimmung noch mal zum Überkochen brachte! Musikalisch und technisch perfekt, ein Genuss für Auge und Ohr! Ein wahrlich gelungener Samstag Abend, mit viel guter Laune und noch besserer Musik! So was dürfe es viel öfter geben. Ich freu mich schon auf das nächste Konzert von Alter Bridge!!! Live-Musik geht immer tiefer unter die Haut als CD-Musik. Und gute Live-Musik fährt einem direkt in den Bauch, da wo sie hingehört, da wo man sie fühlen kann, sie lässt einen für die Dauer eines Konzertes den Alltag vergessen und bleibt einem lange in guter Erinnerung!!!

(Melanie) - Forum

 


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