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EXCRUCIATION
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13.01.2007, Werk21/Dynamo, CH-Zürich |
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Die "Angels to Some, Demons to Others"
Plattentaufe der Schweizer Doom/Death/Thrash Metal Formation
EXCRUCIATION liess sich als Mammutkonzert an. Mit sage und schreibe vier
Bands als Anheizer und einer weiteren als Abrocker-Hammer-Abschluss
umrahmte das Sextett den Release-Auftritt seines neues Albums. Nach 15
Jahren Abstinenz kehrten Excruciation auf die Bühne zurück, und das
will natürlich entsprechend präsentiert und gefeiert werden. Los gings aber erst mal mit Pÿlon und Cerperus,
die ich aber aus zeitlichen Gründen nicht gesehen habe.
Als ich gerade zu Beginn von shEver im Werk21 eintraf, kühlten
sich bereits viele Konzertbesucher in der nicht allzu kalten Januarnacht
draussen ab. Bald fragte ich mich aber, ob es wirklich nur an den ersten
Bands lag, weil diese so eingeheizt hatten, oder an der Darbietung der
Doom-Metallerinnen shEver. Eins hat sich in dem ganzen Jahr, seit ich
sie das letzte Mal gesehen habe, leider nicht verändert: die Sängerin
kann immer noch nicht besser singen und ihre Stimme liegt ziemlich oft
neben der Reihe. Und das trotz der vielen Auftritte, die shEver
mittlerweile hinter sich haben. Schade. Mit Black Metal und brutalen Trash-Passagen lockten
"Forgotten Chaos" die abtrünnigen Metal-Fans schnell wieder
zurück in die Hölle, die nun teuflisch gut gefüllt war. Die Stimmung
und Temperatur stieg mit zunehmendem Headbangen und machte Durst.
Teilweise schafften die Bardamen kaum mehr, dem Andrang überhitzter
Metaller nachzukommen und so musste man manchmal etwas länger auf sein
Bier oder Met warten. Aber selbst an der Bar wartend dröhnten Forgotten
Chaos so gewaltig, dass man nichts verpasste. Gegen 23.15 Uhr war es dann endlich soweit. Die Headliner des ohrenbetäubenden Abends betraten die Bretter, die für viele die Welt bedeuten. In den ersten Jahren der Bandgeschichte spielten Excruciation mehr als 100 Gigs in ganz Europa, und das ist immer noch spürbar. So wie man das Schwimmen nicht verlernt, so weiss sich die Band immer noch auf der Bühne zu geben. Nach einem kurzen Intro wummerten sich Excruciation nahezu durch das komplette Album "Angels to Some, Demons to Others". Der Doom-schleppende und dennoch wuchtige Sound der neuen Songs kam von Beginn an sehr gut bei den Konzert-Besuchern an, die gerne weiter ihre langen Haare, die kurzen und nicht mehr vorhandenen Haare mitschwangen.
Los gings mit dem zäh-düsteren "Golgotha",
im Markusevangelium den "Ort des Schädels" bezeichnend, das
sofort deutlich machte, dass Excruciation ZURÜCK sind! Szenenmässig
passend folgte "Black", dann "Arise" und der Song
mit dem interessanten Titel "Like Hyde In Jekyll". Es folgen
noch eine Reihe neuer Songs, die weiter unten in der Setlist nachzulesen
sind. Unterstrichen wurde die Show von der markanten Bühnenpräsenz einiger Bandmitglieder, untermalt durch nach oben gestossene Arme oder Sänger Eugenios fast pathetischen Gesten, wie ausgebreiteten Armen. Eugenio war mit intensivem, gröhlendem und morbidem Eifer bei der Sache. Bassist D.D., aka Rick Hatred, zog mit seinem weiss geschminkten Gesicht sowieso alle Blicke auf sich, hasserfüllt und bösartig wirkend in seiner Rolle.
Eine absolut gelungene Plattentaufe, mit der sich
die Band auch sehr zufrieden zeigte. Welcome back, Excruciation, wir
wollen Euch wieder öfter live erleben! Setlist Excruciation: Damit aber noch immer nicht genug. Obwohl doch einige der Konzert-Besucher nach dem Excruciation Auftritt das Werk21 verliessen, sorgen Mirto Massasker ab 00.45 Uhr weiter für Bombenstimmung, diesmal anderer Art als im Verlauf des vergangenen Abends. Mirto Massasker sind bekannt für ihre Hardrock/Metal Cover-Versionen wie AC/DC's "Back in Black" oder Judas Priest's "Breaking The Law". Ein letztes Abrocken, Headbangen und exstasisches am Boden wälzen seitens der Fans, und der Abend ging mit dem Power-Auftritt von Mirto Massaker zu Ende. www.pylon-doom.net (Kassandra) - talk about |
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