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BACKWASH
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11.12.2006, Mascotte, CH-Zürich |
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Endlich
war es soweit. Auf diesen Moment hatte die Band ein Jahr lang
hingearbeitet. Wie mir Sänger Bob Spring im Interview
bereits gesagt hatte, sollte uns heute eine spezielle Show erwarten. Die Stimmung war also schon mal bestens, als Bob von zwei Helfern auf die Bühne geschleppt und in einen Rollstuhl verfrachtet wurde. Dieser wurde in der Bühnenmitte platziert und Bob bekam eine Westergitarre in die Hand gedrückt. Und so begann er mit Unterstützung von Leadgitarrist Volli Country und Western Tunes zu schrammeln. Das Gejohle im Publikum wurde lauter. Dann hatte die restliche Band genug von diesem Intro und schlug einen heftigen Powercord an. Wie von der Tarantel gestochen schoss Bob aus dem Rollstuhl und verarbeitete seine Gitarre stilgerecht zu Kleinholz.
Zu
meinem Erstaunen begannen Backwash die Show mit INFECTED, einem erst
etwa 4 Monate alten Song, der nicht auf KICK ASS zu hören ist. SHE’S
ROCK’N ROLL als nächster Song war dann der erste Track vom Täufling.
Die Band hatte sich kurz vor Showbeginn noch Sorgen gemacht, ob Montag
doch nicht so der ideale Abend für eine Rockshow sei und die Leute
Zuhause bleiben würden. Doch weit gefehlt, mit weit über 200 Gästen
war der Club sehr gut gefüllt. Die Crowd war in bester Partylaune und
die Band auf der Bühne gab ihr was sie wollte. Rhythmusgitarrist Notter
war wie immer nicht zu halten und tobte wie ein Wilder auf seiner Bühnenseite.
Bassist Toby bangte was das Zeugs hielt und auch der sonst auf der Bühne
eher introvertierte Volli suchte den Kontakt zum Publikum. Drummer sind
naturgemäss etwas ortsgebunden, trotzdem feierte Spiga hinter der
Schiessbude seine eigene Party. Backwash
rockten sich fast durch die komplette CD. Es kam zur Konzertpremiere der
Ballade FEELIN’ LIKE A BITCH, welche die Band bis jetzt bewusst nicht
gespielt hatte, damit es auf der CD auch für alle Hardcore Fans was
Neues zu hören gibt. Der Song fügte sich aber nahtlos ins restliche
Repertoire ein, als ob er schon immer auf der Setlist gestanden hätte.
Ebenfalls nicht fehlen durfte HIGHROLLER, bereits ein Backwash-Klassiker
von der EP FEEL ROCK, inklusive Gitarrenduell und Bandvorstellung. Mit
HOLLYWOOD wurde zusätzlich ein älterer Song gespielt, der fix zum live
Programm gehört, aber auf keinem Tonträger zu hören ist.
Der eigentliche Taufakt fand so ungefähr in der Mitte des Gigs statt. Zuerst wurde der Champagner auf die Bühne gebracht. Dann folgte Notter mit einem gefährlich mysteriös dampfenden Kessel. Bob erzählte was von CD runterkühlen, Stickstoff und Essen und begann unter Mithilfe von Notter die CD in den Kessel zu tauchen. Das Ganze sah reichlich umständlich aus und nach ein paar Sekunden kam die „schockgefrorene“ CD wieder zum Vorschein. Dann nahmen die Zwei die CD aus der Hülle und bissen kräftig zu (das letzte Mal musste ein Mixer herhalten, siehe Interview). Nacheinander nahm die ganze Band dann einen Bissen CD und der Rest wurde dem gröhlenden Publikum zum Frass vorgeworfen. Was noch folgte war die Champagnerdusche, die so manche Formel 1 Siegerehrung alt aussehen lassen würde.
So
gestärkt ging die Party noch eine gute dreiviertel Stunde weiter. Bob
hatte das Publikum stets in Griff und liess den Saal auch mal nach
Bedarf laut schreien. Die Band war in Partylaune und das Publikum
feierte ausgelassen mit. Sogar umgezogen haben sich Bob und Notter während
der Show. Das war schon fast ein bisschen wie bei Christina Aguilera.
Das es Backwash nicht bloss laut und wild können, zeigten sie neben der
Ballade noch mit einer Soloeinlage von Bob, der nur mit Akustikgitarre
ausgerüstet einen Song zum Besten gab. Nach dem 14. Song des Abends,
TELL MY LINE, verliessen Backwash die Bühne, um unter lautem Geschreie
nochmals auf die Bühne zu kommen. CAT FIGHT zum Ersten und das
obligatorische ONE MORE DOLLAR, ebenfalls ein Klassiker von der EP,
beendeten einen kurzweiligen, unterhaltsamen Gig, bei dem sich Backwash
von ihrer besten Seite zeigten. Wenn Backwash in dieser Spiellaune Gas
geben, können sich die Anderen schon mal warm anziehen. Setlist Zugaben (Scari) - talk about |
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