| SCHANDMAUL Regicide |
29.04.2006, Zenith, Muenchen |
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Von der Vorband REGICIDE hatte ich noch nie was gehoert, war dementsprechend gespannt, aber noch sollte es noch nicht so weit sein, den noch wurde die sich langsam fuellende Halle mit franzoesischen Hip Hop mit Geige, und „Come on Eileen“ beschallt. Sehr zur Freude meinerseits ;-). Endlich fing die Vorband an. Ich mach keinen Hehl draus; der weibliche Gesang war unter aller Kanone, dafuer konnte der Saenger umso mehr punkten. Jedoch das schlimmste war, wenn beide zusammen gesungen haben. Anscheinend sangen beide absichtlich nicht den gleichen Ton, aber leider haben sie es selten hinbekommen es so zu singen, dass es NICHT schraeg und unharmonisch klang (wenn sie es mal hinbekommen haben, klang es dafuer umso besser *g*). Generell passte die Stimme der Frau vielleicht zur Geige, aber leider nicht zum Rest der Band. Zumindest versuchte die Gruppe ihr bestes um ihre zwei Alben, und vor allem das Aktuelle gut rueberzubringen. Vor dem vorletzten Lied meinte Saenger Timo, das Regicide den Auftrag bekommen haetten, den Saal fuer Schandmaul zum brodeln zu bringen, und so bruellte die Halle teilweise wohl eher halbherzig den Refrain mit. Dann war auch endlich genug und das Publikum durfte wieder mit franzoesischen Hip Hop vorlieb nehmen, oder was auch immer das gewesen sein soll…;-) Generell waren Regicide als Vorband ganz annehmbar, auch wenn die eine Stunde Spielzeit recht langweilig war. Dennoch versuchten die Jungs und Maedels mit Soli Passagen und Mitklatschen des Publikums die Temperatur des Saales steigen zu lassen. Letzteres haben sie nicht wirklich geschafft. Die Lieder klangen irgendwie alle gleich. Das Auffordern zum Mitklatschen war leider haeufig an unpassenden Parts, sodass die Leute einfach irgendwie klatschten und alles andere als im Takt waren oder sie sollten so schnell Mitklatschen, dass es einem Applaus glich… Ein kleiner Pluspunkt jedoch war die Buehnenshow, die durchaus abwechslungsreich war - im Gegensatz zur Musik. Mit einer super Lichtshow und einem netten Intro fingen die Schandmaeuler an zu spielen. Von unten mit einem Scheinwerfer angestrahlt begruesste die Band das Muenchener und somit auch ihr Heimatpublikum, und man merkte, das sie sich freuten. Wenn ich mich recht entsinne, so spielten sie am Anfang „Kein Weg zu weit“. Ich glaube es reicht wenn ich sage: Die Halle tobte. Weitergefolgt von „Sichelmond“ und „Drachentoeter“, wobei das Publikum die Geschichte des Drachentoetenden Helden mitsang, groelte, schrie, klatschte, sprang, huepfte, tanzte…
Mit einer kleinen Geschichte wurde das Lied „Die Tuer in Mir“ vom neuen Album „Mit Leib und Seele“ eingeleitet, wobei die Halle nicht weniger bebte als kurz zuvor. Aber wenn man denkt, das ist wohl kaum noch steigerungsfaehig, hat sich derjenige geirrt, den mit „Vogelfrei“ rastete die Halle fast aus. Von der Buehne aus muss es ein ziemlich beeindruckender Anblick gewesen sein, wie die Menge da unten kochte. Es hatte fast den Anschein, das Schandmaul mit dem Publikum spielte. Waehrend die Leute bei rasanten Rhythmen sprangen, tobten, groelten, pogten, konnten sie aber auch ganz sanft sein und einfach nur dastehen und mit einem kleinen Feuerzeug winken wie bei „Dunkle Stunde“. Es schien fast so als ob die Band mit dem Betreten der Buehne automatisch auch die Faeden der Marionetten/des Publikums in die Haende genommen haetten. Dann kam eine kurze Ansage des Drummers, welche vom Volk begeistert aufgenommen wurde: Der Fc Bayern hat den Dfb Pokal gewonnen!!! Birgit nutzte diese kleine Pause, um dem Publikum zu erzaehlen, dass die Jungs wirklich fuer alles eine Ausrede haben, so kauften sie 80%igen Schnaps. Zum Bananen flambieren! Daraufhin wurde auf der Buehne erstmal ein Stamperl getrunken und natuerlich, wie konnte es auch anders sein, „Kaeptn Coma“ angestimmt. Die Menge brach wieder los. Auch bei den folgenden Songs „Vor der Schlacht“ und „Feuertanz“ ging es nicht weniger heftig zur Sache. Manch einen mag die springende Menge verwirrt, wenn nicht sogar veraengstigt haben. Doch man konnte sehen, dass der Großteil mit voller Begeisterung dabei war. Vor allem immer wenn man dachte: „Jetzt ist der absolute Siedepunkt erreicht“ setzte die Band noch einen drauf. So steigerten sie sich den Abend ueber immer weiter, und sie liessen sich auch die Zugabe nicht nehmen.
Eine wirklich wohl fast perfekte Show. Vom Licht ueber die Anordnung der kleinen Podeste auf der Buehne ueber das Publikum bis hin zum wohl wichtigsten Punkt das Abends, natuerlich, der Musik!!! Es stimmte einfach alles, auch wenn ich teilweise fand, dass die Geige etwas zu laut war, aber das ist nun wirklich nicht so wichtig. Alles in allem war die Tontechnik gut, bis eben auf ein kleines Manko, dass die Geige und auch die Floete etwas zu laut waren. Das Publikum ist dermassen mitgegangen, wie ich es noch nie erlebt habe, da erscheinen mir selbst die Erinnerungen an das In Extremo Konzert harmlos. Auch wenn man normalerweise Folkrock nicht bevorzugt hoert ist der Besuch eines Konzertes ein Hammer Erlebnis. (Laura) - talk about |
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