UNHEILIG/ FAQ

01.05.2010/ CH-Pratteln, Z7

Der Graf füllte das Z7 zwei Abende hintereinander – so ein Nr. 1 Album in den Deutschen Charts wirkt sich eben gleich auf die Menge der Konzertbesucher aus – und das Z7 ist grenznah gelegen. Es war bereits rappelvoll, als ich am 2. Konzertabend eintraf. Die Schweizer Vorband FAQ genoss es sichtlich, vor so vielen Leuten spielen zu dürfen und heizten schon mal gut vor. Da just an diesem Tag in der Schweiz das Rauchverbot in Kraft trat, war der Platz vor der Halle vollgestopft mit vorwiegend schwarz gekleideten Unheilig Fans. Diese strömten aber dicht gedrängt in die Halle, als das unheilige Intro gegen 21.15 Uhr begann. Auf der Leinwand spazierte der Graf an der Meeresküste entlang, wo er eine an Land gespülte Flasche findet. Das Bühnenbild wurde wie immer von vielen grossen Kerzen bestimmt, diesmal waren sie passend zum Video und dem Intro „Im Meer“ links und rechts eines rot beleuchteten Schiffsbugs platziert. Dann sprang der Graf zum Opener „Seenot“ wie ein Wirbelwind auf die Bühne und den Laufsteg nach vorne zu den Fans, die ihn frenetisch jubelnd begrüssten.

Nebst der Vorstellung des aktuellen Albums „Grosse Freiheit“ kamen auch die älteren Songs nicht zu kurz. Mit viel Energie und Schweissverlust sang der Graf unter anderem „Feuerengel“, „Abwärts“, „Halt mich“ und „An Deiner Seite“, bis mit „Freiheit“ der erste Höhepunkt des Abends kam. Nach „Astronaut“ ging’s vom Weltall zurück nach Hamburg zur „Grossen Freiheit“. Zu Beginn liess der Graf die Fans in die Hocke gehen und auf Kommando des Kapitäns in die Höhe springen. Der Songs war für jene Fans, die die Stadt nicht kennen, mit entsprechenden Bildern auf der Leinwand hinterlegt. Der Mastermind von Unheilig zeigte sich charismatisch und sympathisch wie immer, sprach zwischen den Songs mit den Fans und dankte ihnen für ihre Treue und die Kraft, die er daraus zieht.

Danach wollte keiner mehr leise sein, und fast alle sangen lauthals das „la lala la“ im Refrain zu „Kleine Puppe“ mit.  Den Hauptteil beendeten Unheilig mit „Lampenfieber“, aber das laute Geschrei und der Jubel holten die Jungs schnell wieder zurück auf Bühnenkurs. Nach „Geboren um zu leben“ und dem obligatorischen Abschluss mit „Mein Stern“ ging ein wunderschönes Unheilig Konzert nach ca. 90 Minuten viel zu schnell zu Ende. Es lebe der Graf!

 

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(Bericht by Kassandra)

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