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SEVEN/ JADED HEART/ RAGE |
03.03.2010/D-München/Backstage |
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Als unbekannte Band der Opener für zwei Bands zu sein, die doch schon eine Weile im Geschäft mitmischen, kann unter Umständen eine undankbare Aufgabe sein – oder eine große Chance. Kommt eben darauf an, was man daraus macht. SEVEN (leider konnte ich im Netz nichts brauchbares über die Band finden, es gibt einfach zu viele Bands mit dem Bandnamen SEVEN und der Link, der auf der Backstage-Seite war, war auch falsch), eine junge Metal-Band, machte also den Anfang. Vom Hocker gerissen haben sie wohl niemanden wirklich, aber man hat schon schlechteres erlebt. Trotzdem gaben die Jungs alles (lustig war der Akzent, den sie sprachen, aus „the next song“ wurde „the next sonK“)und das eine oder andere Lied brachte den einen oder anderen auch zum Kopfwackeln.
. Anders dagegen sah es bei JADED HEART aus. Eigentlich gehören JADED HEART seit Jahren zur deutschen Metal-Szene, doch seit Sänger und Songwriter Michael Bormann die Band verlassen hatte und durch den Schweden Johann Fahlberg (alter Schwede eins) ersetzt wurde will es nicht mehr ganz so klappen. Mag evtl. auch etwas daran liegen, dass Johann optisch nicht ganz zum Genre Melodic-Rock passt. Nichts desto trotz ist er kein schlechter Sänger und die Stimmung stieg mit jedem Song. Gitarrist Peter Öströs (alter Schwede zwei) hatte Geburtstag und alle sangen ihm ein Geburtstagständchen. So wurde aus dem JADED HEART-Gig eine kleine Geburtstagsparty für Peter. Auch was Nettes! Wie schon erwähnt stieg die Stimmung immer mehr an, die Leute wurden heißer und heißer, sangen die Songs mit, klatschten und hatten ihren Spaß. Zum Schluss zertrümmerte Johann ganz nach alter Rocker-Manier eine Gitarre (ein halbes Teil davon hab ich mit nach Hause genommen) auf dem Boden der Bühne. Man kann guten Gewissens sagen, JADED HEART heizte ordentlich vor für … … RAGE! Urgesteine des deutschen Metals. Seit über 25 Jahren im Geschäft, auch wenn von der Urbesetzung nur noch Peavy übrig geblieben ist, ist die Band doch ihren Weg immer weiter gegangen. So ist das nun mal im Leben, manche Dinge ändern sich, so wie Bandmitglieder, und bei anderen Dingen bleibt man sich treu und entwickelt sich weiter, so wie bei der Musik. Mit „Strings To A Web“ haben RAGE gerade eben ihr x-tes Studio-Album, das auf Platz 27 in die Charts eingestiegen ist, veröffentlicht und in München war nun Tour-Auftakt dazu. Das erste Konzert einer Tour ist immer was Besonderes, genauso wie das letzte, für die Band, wie auch für die Fans. Nun aber endlich zum Konzert! Drumer Andre betrat unter tosendem Applaus als erster die Bühne, danach folgte Gitarren-Virtuose Viktor und, last but not least betrat Peavy die Bretter, die die Welt bedeuteten. RAGE standen also komplett auf der Bühne und legten gleich ordentlich los mit „Edge Of Darkness“. Peavy erklärte, dass die Setliste neu überarbeitet wurde, und dass sie mehr neue Songs spielen würden und all die alten Sachen, die sie jetzt über die Jahre hinweg gespielt haben aus der Liste genommen hätten, damit das ganze spannender bleibt. Und spannend blieb es. „Hunter & Prey“, „Into The Light“, „Beggar’s Last Dime“ und „Drop Dead“ machten den Anfang. Peavy, Viktor und Andre waren super gut drauf, und wurden vom Publikum auch suuuuuper geil empfangen und gefeiert. Als Herzstück des Konzertes spielten sie „Empty Hollow“, wo Viktor seine Gitarren-Künste ausleben konnte. Potz-Blitz, wenn der Mann so gut auf Frauen spielen kann wie auf seiner Gitarre, dann gute Nacht! Allerdings wechselte er die Gitarren auch öfter mal… da will man dann vielleicht doch nicht eine unter vielen sein. Naja, egal, auf alle Fälle ein wahrer Könner! Einziger Wehrmutstropfen, das Orchester kam vom Band. OK, wäre zu teuer und die Bühne auch zu klein gewesen, um das Orchester mitzuschleppen und spielen zu lassen. Trotzdem sehr beeindruckend. Weiter ging s im Programm mit „Straight To Hell“, „Saviour Of The Dead“, „Light Into Darkness” und „Medicine”. Die Fans gingen mit jedem Song mit, die Stimmung war bombastisch geil und sagenhaft genial! Nun folgte ein Medley der Gassenhauer „Lost In The Void“, „Mirror In Your Eyes“ und „Wake The Nightmares“. Das Backstage kochte! Mit „Alive But Dead“ war dann erst mal Schluss. Natürlich gingen RAGE nicht ohne Zugabe von der Bühne. Und so gaben sie sich, nach den obligatorischen „Zugabe“-rufen noch mal die Ehre und spielten „Purified“ und „Down“. Peavy, Viktor und Andre zeigten, dass sie nicht umsonst mehr als 25 Jahren im Geschäft sind. Von so einer Bühnenpräsenz mag so manch ein Chart-Newcomer sein Leben lang träumen und nie erreichen. Musikalisch natürlich auch topp – von nix kommt eben nix und Nixkönner überleben nicht sehr lange. Auf alle Fälle ein gelungener Tourauftakt für RAGE und ein wirklich genialer Konzertabend für alle Fans im Backstage! Auf die nächsten 25 Jahre! (Bericht by Melanie) .
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