LAMB OF GOD/ JOB FOR A COWBOY/ AUGUST BURNS RED/ BETWEEN THE BURIED AND ME

27.02.2010/D-München/Backstage

Den Anfang an diesem Abend machten die aus Charlotte stammende Band BETWEEN THE BURIED AND ME. Bereits mit dem siebten Album im Gepäck wollten sie nun auch uns Europäer von ihrer Musik überzeugen. Die ist allerdings schwer zu beschreiben, Metalcore mit Prog-Einflüssen passt wohl noch am ehesten. Für viele Ohren des Publikums wirkten die Synthie-Einlagen doch eher verstörend und fehl am Platz. Da wollte einfach keine Stimmung aufkommen.

Image Gallery

Das sah aber schon mal ganz anders aus, als AUGUST BURNS RED die Bühne betraten. Sie waren ja erst vor ein paar Monaten mit BRING ME THE HORIZON hier. Ob nun das Publikum schon bei BRING ME THE HORIZON zugegen war, oder ob sie AUGUST BURNS RED nur einfach auch hören, kann man schlecht sagen, auf alle Fälle brannte die Hütte nun das erste Mal. Das Stimmungsbarometer schlug schlagartig nach oben aus. Die Leute bildeten Circle Pits, grölten mit, hatten einfach Spaß! So muss das sein!

 Image Gallery

Als letzte Vorband stand nun JOB FOR A COWBOY auf dem Programm. Keine Sorge, dabei handelte es sich NICHT um eine Countryband. Ganz im Gegenteil, nun war Deathmetal/ Deathcore angesagt. Man kennt die Amerikaner ja, die sind ja nun nicht so frei erzogen worden wie wir Europäer und so meinen sie mit Masturbations-Bewegungen auf der Bühne immer noch provozieren zu können. Für das junge Publikum vielleicht etwas rebellisch, aber den älteren unter uns entlockte so was nur ein müdes Lächeln. Musikalisch war s vor allem laut und … puh… naja… laut eben. Die Stimmung sackte auch wieder ein klein wenig ab. Eventuell war es doch einigen zu… laut.
(AUGUST BURNS RED ist ja eine christliche Metalcor-Band und JOB FOR A COWBOY eine Deathmetal/ Deathcore-Band… da fragt man sich: wie passt das zusammen? *grübel*Nun ja, war wohl keine Motto-Show.)

 

 Image Gallery

Und dann war s endlich so weit, die Headliner des heutigen Abends betraten die Bühne – LAMB OF GOD! Tja, da gab es kein Halten mehr und das Backstage verwandelte sich in einen Hexenkessel (wie passend, bei den Bands und den Bandnamen, besonders wenn man den früheren Namen von LAMB OF GOD „Burn the priest“ kennt). Die Jungs, oder sollte ich besser Männer sagen (?), verstehen es einfach die Bühne zu rocken! Yeah! Die Stimmung war schlagartig wieder on the top und der Circle-Pit eine Selbstverständlichkeit. Das ausverkaufte Backstage drohte über zu brodeln, aber LAMB OF GOD hatten alles im Griff. Und sie hatten ihren Spaß dabei. Musikalisch aller erster Sahne, der Sound war auch super – was will man mehr? Wo LAMB OF GOD drauf steht, ist auch LAMB OF GOD drinnen! Begeistern konnten sie auf alle Fälle, trotz ihres hohen Alters (gegen Ende des Konzertes kam ein etwa Anfang 20-Jähriger auf uns mit den Worten: „Die Typen auf der Bühne haben soooooolche Bärte, die sind weit über 35 und die roooocken immer noch!“ zu. Dachte er das Leben hört mit 35 auf? Oder weiß er nun, dass es auch ein rockiges Leben nach dem 35. Geburtstag gibt?) Kurz und gut: ein geiler, harter Konzert-Abend!

 Image Gallery

(Bericht & Fotos by Melanie)

.

 

 


Zurueck zur Hauptseite