(das grosse Jubiläums-Special)

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Ralph

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

TED POLEY – „SMILE“ (2007)
Für mich DAS Sommer-Album schlechthin. Bei diesem Silberling tropfen die 80er Jahre aus den Poren. Fette Background-Chöre, Refrains, die zuckersüss und unwiderstehlich sind und die einzigartige Stimme von Ted Poley. Leider ist nicht jeder Song auf „Smile“ ein Treffer, doch dieses Manko wird durch etliche Granaten wett gemacht. Melodic Rock as it’s best!

DEVIN TOWNSEND – “OCEAN MACHINE BIOMECH” (1998)
Da wir hier nur unsere Lieblingsalben der letzten 10 Jahre besprechen, hat es das fantastische “Ocean Machine Biomech” aufgrund des Jahrgangs nur ganz knapp auf diese Liste geschafft. Für mich ganz klar das beste Album des verrückten Kanadiers. Hier trifft eine unglaubliche tiefe Atmosphäre auf eine epischen Gitarren-Teppich, was ich bislang in dieser Form noch nicht gehört habe. Sehr atmosphärisch – sehr geil!

DURAN DURAN – „RED CARPET MASSACRE” (2007)
Klar, für mich als alten Duran Duran-Fan MUSS einfach eine CD der britischen 80er-Jahre-Pop-Band in diese Liste. Warum die Wahl auf das eher „umstrittene“ RED CARPET MASSACRE fällt? Ganz einfach: In den letzten 10 Jahren gab es nur wenige wirklich gute Scheiben von Duran Duran. Auch wenn RCM das Gitarren-loseste DD-Werk seit langem ist, hier stimmt alles von vorne bis hinten. Ohrwürmer en masse und die Band wagt was – was schon lange nicht mehr der Fall war – besonders nicht in solch geglückter Form.

MÖTLEY CRUE – „NEW TATTOO“ (2000)
Leider ist diese Scheibe etwas untergegangen und hat definitiv nicht den Zuspruch erhalten, den sie eigentlich verdient hätte. Die Jungs um Vince Neil und Nikki Sixx liefert mit NEW TATTOO Songs ab, die irgendwie auf fast jeder vorherigen Veröffentlichung der Band hätte stehen können – also fast schon eine Art Best-Of, jedoch mit neuen Songs. Auch heute noch, 8 Jahre nach Veröffentlichung, schiebe ich die CD gerne in den Player – am besten natürlich bei schönem Wetter und offenem Fenster, um geilen Songs wie 1ST BAND ON THE MOON, DRAGSTRIP SUPERSTAR und PORNOSTAR zu lauschen. Und ganz ehrlich: Auch wenn das 2008 erschienene SAINTS OF LOS ANGELES etwas härter und dreckiger ist - die Hitdichte war trotz des Fehlens von Tommy Lee auf NEW TATTOO stärker!

KIP WINGER – „FROM THE MOON TO THE SUN“ (2008)
Brandneu und unglaublich intensiv! Kip Winger bietet auf diesem Silberling grosse Emotionen, wunderschöne Balladen, grandiose Gefühle. Eine Mischung aus Rock, Pop und Singer/Songwriter, von der man nicht genug kriegen kann!

AD-RIAN – „BERLIN BY NIGHT“ (2008)
Schön, das es auch ein schweizer Künstler in meine Top 10 der letzten 10 Jahre geschafft hat. Adrian Sturzenegger ist ein unglaublicher Songwriter, dessen Songs zwar teilweise etwas oberflächlich wirken mögen, jedoch eine ungeahnte Tiefe besitzen. Sozusagen der tiefgründige Ohrwurm... Egal ob ein lockeres „It’s all about love“ oder ein unglaublich kitschiges, aber wunderschönes „Broadway“, dieses Album ist grandios (und das trotz der Tatsache, das sich ein bis zwei mittelprächtige Songs eingeschlichen haben...)

WARRANT – „LATEST AND GRATEST“ (1999)
Ich wollte ja WARRANT unbedingt in meiner Liste haben – und zwar mit einem Album mit Jani Lane hinter dem Mikro, doch was machen, wenn das letzte reguläre Studioalbum mit Jani mehr als 10 Jahre zurückliegt? Tja, darum bemächtige ich mich einer kleinen List und packe ein Best-Of-Album auf dieser Liste. Für mich hat Jani Lane eine tolle Stimme mit Wiedererkennungswert und ist zudem ein fantastischer Songschreiber, was Alben wie „Dirty Rotten...“, „Cherry Pie“ und „Dog Eat Dog“ gnadenlos beweisen. Nur sollte er sich halt an das halten, was er kann. Eingängigen 80ies Hair Rock und geile Balladen, denn sobald er sich an neumodisches Zeug hält, klingt es wie jede weitere mittelmässige Combo in dieser Richtung. Es soll ja bald ein Comback-Album geben von Warrant in Original-Besetzung. Seien wir also gespannt!

PAUL STANLEY - "LIVE TO WIN" (2007)
Ich mach's kurz: Paul "Starchild" Stanley von KISS bietet uns auf diesem Solo-Album Material, was die Band KISS leider schon seit vielen Jahren nicht mehr hinkriegt. LIVE TO WIN ist sozusagen das beste KISS-Album seit laaaaangem!

MY CHEMICAL ROMANCE - "BLACK PARADE" (2006)
Ein Konzept-Album über den Tod einer (Achtung: Klischee) Emo-Band? Egal ob nun Rock, Metal oder Emo... Dieses Album rockt von vorne bis hinten. Aggressionen, Emotionen - verpackt in eingängigen Hits, Hits und nochmals Hits! Für mich ganz klar eines der stärksten Alben der letzten 10 Jahre!

...und die Gurken

MICHAEL KIESKE – „PAST IN DIFFERENT WAYS“ (2007)
Auch wenn Michael Kiske mit Helloween Metal-Geschichte geschrieben hat und er zudem zu den angeblich besten Sängern gehört. Diese CD übertrifft alles... in Sachen Langeweile und Ideenlosigkeit. Fesselnd sind hier höchstens die Spinnweben, die sich um einen rum bilden, da man während dieser CD einschläft und laaaaaange nicht mehr aufwacht. Wie man ruhige Musik interessant gestaltet, zeigt KIP WINGER mit dem aktuellen Streich „From The Moon To The Sun“. Hör Dir diese CD mal an, lieber Michael, und dann lass Deine Solo-CD’s bitte aufgrund Langeweilefaktor 11 aus dem Verkauf nehmen. Naürlich gibt es noch mehr Gurken, doch ich will Euch hier nur mit einer quälen...



Pink

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

DAVID GILMOUR – “ON AN ISLAND” (2006)
Als bekennender PINK FLOYD-Junkie für mich natürlich DAS Highlight. DAVID GILMOUR ist DER gefühlvollste Gitarrist überhaupt, der es schafft, mit nur einem einzigen Ton mir eine angenehme Gänsehaut zu verschaffen. Und das schon seit 20 Jahren.

EMPEROR –  “PROMETHEUS - DISCIPLINE OF FIRE AND DEMISE” (2001)
Ein Meisterwerk schlechthin und ein würdiger Abgang der Kaiser. IHSAHN und Co. lösten sich danach auf. EMPEROR ist für mich eine absolute Ausnahmeband im Black-Metal Bereich. Selbst nach dem hundertsten Hördurchlauf entdeckt man auf ihren Werken immer wieder was neues. Wurde auch Zeit, dass Bandkopf IHSAHN mit einer Auszeichnung für seine musikalischen Leistungen gebührend gewürdigt wurde.

OPETH –  “GHOST REVERIES” (2006)
Die Pink Floyd des Deathmetal. GHOST REVIRES ist für mich bis anhin das flüssigste und in sich geschlossenste Album um den Mastermind Mikael Akerfeldt. Meine absoluten Alltime-Faves.

MY DYING BRIDE – “A LINE OF DEATHLESS KINGS” (2006)
So wie Aaron Stainthorpe verlauten liess, steht der Titel der Scheibe für alle MY DYING BRIDE Alben, auf die er allesamt stolz ist. Mir geht es ähnlich. Ich kann mich nicht entscheiden, welches Album von MDB das beste ist. Die Briten begleiteten mich durch unzählige dunkle Abschnitte in meinem Leben.   

NEVERMORE – “THIS GODLESS ENDEAVOR” (2005)
Ein Geniestreich ohne gleichen. NEVERMORE haben noch nie etwas verkehrt gemacht und durchwegs Hammeralben abgeliefert. “THIS GODLESS ENDEAVOR” schliesst sich nahtlos an diese Reihe an.   

DEAD SOUL TRIBE – “A LULLABY FOR THE DEVIL” (2007)
Als sich Psychotic Waltz auflösten wechselte Frontmann Buddy Lackey sein Pseudonym in Devon Graves und seinen Wohnsitz nach Österreich. Dort gründete er die Band DEAD SOUL TRIBE. Ich liebe so ziemlich alles, was Devon Graves alias Buddy Lackey bisher veröffentlicht hat. 

RIVERSIDE  – „OUT OF MYSELF“ (2004)
Per Zufall stolperte ich über diese Band und verliebte mich sofort. RIVERSIDE klingen sehr nach Pink Floyd. Aber mit hohem Wiedererkennungswert. Das Debüt „OUT OF MYSELF“ gefällt mir nach wie vor am Besten. Mit diesem Album verbinde ich sehr angenehme Erinnerungen.

KATATONIA – “GREAT COLD DISTANCE” (2006)
Wieder eine Band, wo ich mich nicht entscheiden kann, welches Album denn nun am Besten ist. Bei dieser Truppe stimmt einfach alles.

ANATHEMA – “JUDGEMENT” (1999)
Für mich das beste und harmonischste Album von ANATHEMA. Ebenfalls ein Reisebegleiter sowie ein Lebensretter für die weniger schönen Stationen in meinem Leben. 

SOLITUDE AETURNUS – “ALONE” (2006)
Nicht umsonst vergab ich in meinem Review damals SOLITUDE AETURNUS 10 Punkte. Diese Scheibe hat einfach alles, was mein Doom-Herz begehrt. 

CANDLEMASS – “KING OF THE GREY ISLAND (2007)
CANDLEMASS ohne Messiah Marcolin? Geht doch! Mit “KING OF THE GREY ISLAND” haben die Doom-Urgesteine Robert Lowe von Solitude Aeturnus als Sänger an Board geholt und einen 1A Doombrocken abgeliefert.    

...und die Gurken

Nun! Es gibt viele Scheiben die die Welt nicht braucht. Ich möchte mich hier nicht auf bestimmte Alben festlegen. Es gibt soviel Schrott auf dem Markt, das würde den Rahmen absolut sprengen. Was ich nicht unterstütze ist die totale Volksverblödung die unter dem Namen DJ ÖTZI, SCOOTER oder dieser SCHNUFFEL ihr Unwesen treiben. Kaum zu glauben, dass es so was in die Hitparade schafft.



Kassandra

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

HIM – „RAZORBLADE ROMANCE“ (1999)
Ich gebe es zu: ich bin Fan von HIM. Schuld waren die ersten beiden Alben GREATEST LOVESONGS VOL. 666 und RAZORBLADE ROMANCE gleichermassen. Der romatisch-düstere, teilweise metallige Gothic Sound mit Ville Valos einmaliger Stimme hatte es mir damals einfach angetan. Auch wenn ich alle nachfolgenden Alben (bevorzugt in Limited Editions) gekauft habe, inkl. aller dazu veröffentlichter Singles und Live-Scheiben, tonnenweise T-Shirts, Tassen, Lanyards oder sonstiges Merch von HIM, wird es von den Finnen sicher nie wieder Songs geben wie POISON GIRL, RIGHT HERE IN MY ARMS, GONE WITH THE SIN oder BURY ME DEEP INSIDE YOUR HEART. Allen Spöttern zum Trotz: RAZORBLADE ROMANCE ist tief in meinem Herzen vergraben.

RAMMSTEIN – „MUTTER“ (2001)
Als Rammsteins Debut HERZELEID 1995 veröffentlicht wurde, infizierte mich der Virus der Neuen Deutschen Härte unwiderruflich. Dieser setzte sich 1997 weiter in mir fest mit SEHNSUCHT und fand seinen Höhepunkt, als 2001 MUTTER erschien. Damals lebte ich noch in Regensburg/Deutschland, und pilgerte jeden Donnerstag in die Rockdisco QU. Dort stürmte ich beim ersten Ton zur Tanzfläche, wenn SONNE, LINKS 2-3-4 oder FEUER FREI! aus den Boxen dröhnte. Meine Favouriten der Scheibe waren jedoch – und sind immer noch – ICH WILL, MUTTER und SPIELUHR. Natürlich „musste“ ich dann auch nach München in die Olympiahalle, als Rammstein auf MUTTER-Tour waren. Das Intro – eine überdimensionale „Gebärmutter“, die von der Decke hinabgelassen wurde, und der die Bandmitglieder (in Art Windeln gekleidet) entschlüpften – und die komplette Show mit Pyrotechnik begeisterten mich endlos. Rammstein forever!

ELUSIVE - "DESTINATION ZERO" (2001)
Als ich am 14.10.2005 zum THE MISSION Konzert ins Bierhübeli nach Bern fuhr, hatte ich keine Ahnung, wer als Support spielen würde. Es war eine norwegische Band namens ELUSIVE, deren drei Mitglieder mit ihren Hüten wie coole Cowboys wirkten. Der Gothic-Rock, den sie dann aber boten, war fantastisch, und THE MISSION klangen danach anschliessend richtig lahm. Ich sicherte mir am Merchandisingstand sofort die beiden bis anhin veröffentlichten CDs von ELUSIVE, und das Erstlingswerk DESTINATION ZERO entwickelte sich zu einer der Dauergäste in meinem CD-Player. Vor allem "The Circle Never Ends", Gemini" und "Asylum" sind absolute Hammerstücke, die von Jan Kenneth Barkveds grandioser Stimme leben. Destination ZERO? Nein, Destination ELUSIVE!

KORN - "GREATEST HITS VOL. 1" (2004)
Von Korn finde ich jede Menge Songs super geil, aber die sind so auf diverse CDs verteilt, dass ich nicht sagen kann, welche mir am besten gefällt. Auf der GREATEST HITS VOL. 1 sind aber viele der Stücke vereinigt, auf die ich total abfahre und zum Teil bis zur Schmerzgrenze laufen liess: „Did My Time“, „Alone I Break, „Here To Stay“, „Somebody Someone“, „Falling Away From Me“ oder „Got The Life“. Neben den 16 original KORN Songs sind auch 2 Covers drauf: der Pink-Floyd-Klassiker "Another Brick In The Wall" hätte zwar nicht sein müssen, aber Cameos Mittachtziger-R&B-Crossover-Classic "Word Up" haut noch so richtig rein als Partyknaller. Ich stehe meist nicht so auf Best-Of Alben, aber dieses hier macht mich so richtig an!

DISTURBED – „Ten Thousand Fists“ (2005)
Damals hörte ich oft Webradio, und zwar bandit.se - der Schwedensender bringt rund um die Uhr gute Rock- und Metalmucke. Ein Song, der täglich lief, ging mir extrem ins Ohr: „Stricken“ von DISTURBED. Da ich sowieso gerade eine Amazon-Bestellung loslassen wollte, habe ich „Ten Thousand Fists“ und „STRICKEN“ noch schnell in den Warenkorb geworfen und ab damit. Als ein paar Tage später das Päckchen geliefert wurde und ich die CDs das erste Mal komplett hörte, war ich sofort begeistert von beiden, aber v.a. von „Ten Thousand Fists“: auch „Stop“, Deify“, "Overburdened" oder das Genesis-Cover "Land Of Confusion" sind wahre Ohrwürmer des Nu Metal.

 

FIELDS OF THE NEPHILIM - "MOURNING SUN" (2005)
Meine erste “Begegnung” mit den Fields war ebenfalls live, sie waren Headliner beim M’era Luna Festival (ist schon einige Jahre zurück). Ich kann mir nicht erklären, warum ich sie bis dahin nicht kannte, aber der Sound fuhr mir gleich total rein und ich legte mir anschliessend die „alten“ CDs zu. Mit Spannung kaufte ich also auch "MOURNING SUN" am Tag der Veröffentlichung im Jahre 2005. Die Songs strotzen nur so von düsterer Atmosphäre und Emotionen, sind voll rückhaltender Energie, die schliesslich langsam aber sicher ausströmt und mir jedesmal Kraft gibt. Die Verbindung des Endzeitszenarios mit der Nephilim-Legende unter dem Schatten des Spaghetti-Westerns mag für manche ausgelutscht sein, aber für mich ist Carl McCoy ein musikalisches Genie, und ich liebe "MOURNING SUN" über alles.

PINK TURNS BLUE – „PHOENIX“ (2005)
Das erste Mal hörte ich von dieser Band (die ja 2005 nicht gerade Newcomer waren, sondern „Comebacker“), als ich mir eine Gothic Zeitschrift kaufte, der ein Sampler beigelegt war. Einer der Songs darauf war „Dynamite“ von der damals neuen PINK TURNS BLUE Scheibe PHOENIX. Mein erster Gedanke war: „Was ist das denn für ein saublöder Bandname? Das kann ja nix Gescheites sein.“ Wie sehr habe ich mich da getäuscht! „Dynamite“ zog mich so in seinen Bann, dass ich losrannte, um mir das Album zu kaufen, und die restlichen Songs darauf hielten zu 300%, was der eine Song versprach: wunderbare Klänge, lebendig, einfühlsam und Gänsehaut erzeugend, aber dennoch rockig. PHOENIX lief monatelang nahezu täglich und gehört somit definitiv zu meinen Top-CDs der letzten 10 Jahre.

SENTENCED - "THE FUNERAL ALBUM (2005)
Als ich 2005 diese CD geschenkt bekam, dachte ich zuerst, das sei eine Funeral Doom Band. Ich hatte zwar den Bandnamen schon gehört, kannte aber den Sound nicht. Wie überrascht war ich, als es sich um eine Mischung aus melancholischem Gothic Rock mit Doom-Einflüssen handelt, und einfach hammerstark klingt. Ville Laihiala, der 1995 Taneli Jarva am Mikro ablöste, war auch der passende Sänger für den Sound, mit seiner klaren Superstimme. Aber LEIDER, LEIDER… war der Titel des Albums nicht just for fun gewählt, sondern SENTENCED beerdigten sich mit „The Funeral Album“ selber. Am 1. Oktober 2005 gaben sie in ihrer Heimatstadt Oulu das Abschiedskonzert, bei dem für die anschliessend erschienene CD/DVD „Buried Alive“ mitgefilmt wurde – das Abschiedsgeschenk einer genialen finnischen Band – ich höre das „Funeral Album“ immer noch oft und trauere um SENTENCED!

MOONSPELL – „MEMORIAL” (2006)
Es gab natürlich schon vor MEMORIAL einige Scheiben der Portugiesen, die ich genial fand, wie das legendäre WOLFHEART oder IRRELIGIOUS. Aber irgendwie ist das 2006er Werk für mich das Beste von Moonspell. Dabei fand ich zunächst nur schwer Zugang zu den 13 Tracks und wollte das schöne Digipak nach 3-maligem Anhören schon im Regal verstauen, aber dann faszinierte mich BLOOD TELLS so dermassen, dass ich die CD noch ein paar Mal durchlaufen liess. So entwickelte sich MEMORIAL zu einer meiner Lieblingsscheiben schlechthin, und ich gehe bei jedem Moonspell-Konzert voll ab, wenn sie BEST FORGOTTEN, SANGUINE oder eben BLOOD TELLS spielen.

OPETH – „GHOST REVERIES“ (2007)
Die achte CD schwedischen Avantgarde-Death-Prog-Metaller Opeth ist ein Meisterwerk, das man nicht mit Worten beschreiben sollte, denn diese werden ihm niemals gerecht. GHOST REVERIES ist düster, atmosphärisch und eindringlich, zudem originell und jeder der acht Songs steckt voller Überraschungen. Mastermind Mikael Akerfeldt hat sein kompositorisches Glanzstück auch noch bravourös umgesetzt und so bleibt mir nur noch hinzuzufügen: kaufen und anhören, anhören, anhören – immer wieder!

...und die Gurken

XANDRIA – „RAVENHEART“ (2004)
Hier könnte ich auch die Nachfolgerscheibe „INDIA“ (2005) aufführen, denn beides sind nichtssagende und langweilige, mehr nach Popmusik als nach Gothic tönende Longplayer. Eigentlich schade, denn Sängerin Lisa Middelhauve hat eine gute Stimme - nur kann sie diese meiner Meinung nach bei diesen Trällerliedern nicht richtig entfalten. Mitterweile hat Lisa die Band verlassen, und vielleicht stellt sie ja nun mit guten Songwritern was richtig Hörbares auf die Beine. Und XANDRIA wird sicher die passende Frontfrau finden, um uns weiter zu langweilen.

BON JOVI - "HAVE A NICE DAY" (2005)
Unglaublich, welch' RIESEN Bon Jovi Fan ich bis Mitte der 90er war. Nicht nur die Klassiker "Bon Jovi", "Slippery When Wet" und "New Jersey" fand ich Kult, sondern auch noch die '92er Scheibe "Keep The Faith" und sogar "These Days" von 1995. Dann ging es leider bergab mit den tollen Rocksongs von Jon, Richi & Co. Stattdessen mauserten sie sich zur Kuschelrock- und Schnulzenband. Dennoch kaufte ich weiter deren CDs, da ich nun mal Sammlerin bin und meine Bon Jovi Sammlung weiterführen wollte. Nach 56 Alben, Maxi-Singles, Live-CDs und LPs habe ich jedoch 2005 mit "Have A Nice Day" einen endgültigen Kaufstopp eingelegt. Diese CD wanderte nach 2-maligem, gequältem Hören ins Regal, um dort Staub anzusetzen. Die Lieder sind durchwegs langweilig und es fehlt ihnen die Power der frühen Hits. Da müsste schon was Gewaltiges passieren, dass ich jemals auch nur noch einen Rappen für einen Bon Jovi Silberling ausgebe.

ATROCITY - "WERK 80 II" (2008)
Was ich beim Werk 80 noch toll und speziell fand, nämlich die "Vermetalung" von 80er-Jahre Rock- und Disco-Hits, hat nach all diesen Jahren seinen Reiz verloren. Zumindest wenn ATROCITY mit schlechtem Gesang, Einfallslosigkeit und zu lascher Umsetzung aufwarten. Wenn ich das WERK 80 II zum Beispiel mit "Reborn" der NORTHERN KINGS vergleiche, die wahre Kunstwerke aus den Coversongs gemacht haben, kann ich nur noch sagen: Mülleimerdeckel auf, das WERK 80 II rein, Deckel zu und Schluss.



Andi

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

ARCH ENEMY – „WAGES OF SIN”
Das erste Album auf dem Angela Gossow für den abgetretenen John Liiva die Vocals übernommen hat. Als ich von diesem Wechsel erfahren hatte, zweifelte ich zunächst ein wenig an der Richtigkeit dieser Entscheidung. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Was für eine Frau…. Was für eine Stimme!!! Von vielen Seiten her sind ARCH ENEMY als Kinder-Deathmetal Band verschrien. Ich hab allerdings keine Ahnung wie man so etwas behaupten kann! Wer klasse Songs am laufenden Band raushaut sollte entsprechend gewürdigt werden! Was spielt da die Stilrichtung schon für eine Rolle?? Auf jeden Fall ist alles nach “Wages of Sin” nie mehr auch nur in die Nähe dieses Meisterwerks gekommen! So was von geil…

AT THE GATES – „SLAUGHTER OF THE SOUL”
Tja wie soll man ein Album das aus purer Energie besteht beschreiben? Was hier freigesetzt wurde ist kaum zu glauben! Dieses Teil bläst einen nicht nur einfach an die Wand, nein! Da fallen die Mauern nur so in sich zusammen. Diesem Orkan könnte nicht mal Fort Knox standhalten. Bei aller Härte und bei aller Geschwindigkeit wird die Melodik nie außen vor gelassen. Ein Spagat der bis dazumal nur ganz wenigen Bands gelungen ist! Leider löste sich die Band nach diesem grandiosen Rundumschlag auf. Jedenfalls war das ein mehr als würdiger Abgang und ein Meilenstein des Metal! Schließlich wurde damit die unaufhaltsame Welle des Melodic-Deathmetal ins rollen gebracht. Ich verneige mich!

DISARMONIA MUNDI – „MINDTRICKS”
Eigentlich steh ich ja nicht so auf Italien-Metal… Keine Ahnung warum. Aber erstklassiger Sound aus diesem Gebiet ist schon eher dünn gesät. Ziemlich kurios bei dieser Band: 2 Sänger und ein einziger Mann der alle Instrumente selber eingespielt hat! Und wie das rüberkommt… Melodic-Deathmetal in Perfektion! Mittlerweile gibt’s solche Combos ja wie Sand am Meer. Aber diese Jungs schreiben so unglaublich eingängige und gleichzeitig abwechslungsreiche Songs, da bleibt einem glatt die Spucke weg! Prominentestes Mitglied ist übrigens Schreihals Björn „Speed“ Strid von SOILWORK. Zu sagen ich sei süchtig nach dieser Band, wäre eine glatte Untertreibung!!

PAIN – „DANCING WITH THE DEATH“
Peter Tägtgren… Dieser Mann ist schon ein Phänomen! Mit seinem Nebenprojekt PAIN ist er mittlerweile schon fast erfolgreicher als mit HYPOCRISY. Kein Wunder bei solch einem super Album! Alle reden bei PAIN immer nur von fehlender Härte… Ich weiß nicht wann die Leute endlich kapieren, dass sich nicht immer alles nur darum dreht wie hart es knallt auf einem Album! Hier dröhnen Songs aus den Lautsprechern die nicht nur sofort ins Ohr gehen, sondern sich mit Widerhacken im Hirn festkrallen. Und zwar ALLE! Und wer es noch wagt zu behaupten das poppige Einschübe nichts auf einer Metalscheibe zu suchen haben, der hat schlichtweg keine Ahnung!! (Oder noch nie „Dancing with the Death“ gehört“)

DEFLESHED – „FAST FORWARD“
Dieses Trio aus dem hohen Norden hat ein feines Händchen für knallharte Soundgranaten. Die explosive Mischung aus Death-, Thrash- und Speedmetal legt auf seinem Weg zum Gehirn des Hörers jedes Trommelfell in Schutt und Asche. Mich fasziniert vor allem, wie mit scheinbarer Leichtigkeit ein Killer Riff nach dem anderen aus dem Ärmel geschüttelt wird. Und die Songs klingen dabei keineswegs altbacken, verbraucht oder irgendwie schon man verbraten. Das ist NICHT Selbstverständlich! Die Geschwindigkeit ist durchgehend astronomisch hoch. Hier sucht man vergeblich nach Midtempo Songs, geschweige den Balladen… Eigentlich sagt ja der Titel dieses Machwerks alles was man wissen muss! „Fast Forward“! Treffender geht’s nimmer.

SOILWORK – „A PREDATOR`S PORTRAIT“
Mit dem dritten Output ist der endgültige Durchbruch besiegelt. Und das zu Recht! Hier findet die perfekte Symbiose zwischen Härte und Melodie statt. Die Schweden liefern damit eine Blaupause ab, die in naher Zukunft etliche Nachahmer findet. Zugleich werden die hochmelodischen und clean gesungenen Refrains ab sofort zum Markenzeichen der Band. Mich als großen Fan schmerzt es selber das zu sagen, dennoch ist es Tatsache das die auf diesem Machwerk an den Tag gelegte Intensität und (bei aller Melodie) Brutalität nie mehr übertroffen werden konnte. Außerdem waren die Songs damals noch komplexer und unübersichtlicher, was aber einen noch überwältigenderen Gesamteindruck hinterließ. Nur mit Eingängigkeit gewinnt man heute eben nicht mal mehr einen Blumentopf!

IN FLAMES – „CLAYMAN“
Das absolute Highlight in der Discographie der Nordlichter. Kein anderes Album weist eine derartige Hitdichte, eine solche Fülle an Ohrwürmern auf. Für mich ist es das letzte Werk wo man noch den Stil von „THE JESTER RACE“ raushört. Gekonnt wurden moderne Einflüsse in den Sound integriert, ohne die alten Werte zu verleugnen. Die vollkommene Verschmelzung von alter und neuer Schule! Also wie nun weiter nach solch einem Glanzstück? Immer wieder dasselbe Album neu aufnehmen liegt nicht drin. Und Weiterentwicklung ist ja ne tolle und interessante Sache. Auch der Sound von IN FLAMES hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Ob nun zum Guten oder zum Schlechten, das ist Ansichtssache. Aber die „Clayman“-Qualität wird wohl nie mehr erreicht werden. Ich hätte allerdings nichts dagegen mich eines Besseren belehren zu lassen!

SENTENCED – „THE COLD WHITE LIGHT“
Ursprünglich als reinrassige Deathmetal Combo geboren, hat sich das Soundgewand der Finnen mit der Zeit markant verändert. Ehrlich gesagt kenne ich ihre frühen Werke gar nicht. Und wenn „The cold white Light“ in meinem Player rotiert, weiß ich dass es unmöglich je bessere Alben gegeben haben könnte! Auch das viel umjubelte Abschiedsalbum „The funeral Album“ kommt aus meiner Sicht nicht an dieses Juwel heran. Mit ihrem ganz eigenen und unverkennbaren Stil haben SENTENCED eine riesige Fangemeinde um sich geschart (mich inklusive). Also nicht dass ich geflennt hätte als ich vom Karriere-Ende erfuhr… Aber betrübt hat’s mich natürlich schon. Vor allem war damit jede Hoffnung zerstört, noch einmal so ein überwältigendes Album genießen zu können. Echt schade!

ALTER BRIDGE – „BLACKBIRD“
CREED sind wieder auferstanden! Fast jedenfalls… Mit Ausnahme von Scott Stapp (Gesang) haben sich die ehemaligen Mitglieder dieser amerikanischen Rockband unter neuem Namen reformiert. Auf ihrem zweiten Album „Blackbird“ wird aber ein ganzer Zacken wilder gefahren als dazumal. Und das steht ALTER BRIDGE ganz hervorragend zu Gesicht! Mark Tremonti an der Gitarre läuft zu wahrer Hochform auf und knallt uns ein klasse Riff nach dem anderen vor den Latz. Noch nie war Rockmusik so messerscharf, so knallhart und so herrlich ungestüm! Mit Leichtigkeit schütteln die Jungs Hammersongs am laufenden Band aus dem Ärmel. Ein großer Fan von CREED war ich ja nie. Aber ALTER BRIDGE haben mich von Grundweg überzeugt! Ein Hoch auf den Rock`n Roll!

DISBELIEF – „WORST ENEMY“
Deathmetal der besonderen Art! Ein Album das man nicht hören, sondern erleben muss. Diese Atmosphäre, diese Energie… Mit Worten ist das echt schlecht zu beschreiben! Die Songs haben ein unglaublich dichtes Soundgewand. Vom ersten Augenblick an ist man gefesselt. Vor allem weil die Musik der Deutschen so unverkennbar, so abgrundtief düster und beileibe nicht alltäglich ist. DISBELIEF schaffen sich mit dieser Scheibe ihre eigene kleine Nische. Denn keine andere Band hat bis dahin den Deathmetal in einer solchen Art präsentiert. Auch die folgenden Alben fahren in derselben Spur weiter, erreichen aber nie mehr ein solches Maß an Intensität. Ein Meilenstein nicht nur für die Musiker, sondern für ein ganzes Musikgenre!

...und die Gurken

METALLICA – „RELOAD”
Offiziell wurde das Album als Wiedergutmachung zum „Load“ Ausfall (fand ich übrigens gar nicht schlecht!) bezeichnet. Aber was hier vorgetragen wird ist schlichtweg unter aller Sau! Die Songs sind langweilig, uninspiriert, ideenlos und einfach so was von grottenschlecht das einem fast die Galle hochkommt. Gekrönt wird das ganze Debakel noch durch die absolut drucklose und fade Produktion. Und für so was soll man auch noch bezahlen? Eine bodenlose Frechheit! Der tiefe Fall der Band hat damit seinen absolut dunkelsten Punkt erreicht. Mit diesem Album ist endgültig klar: METALLICA sind und werden nie mehr so sein wie früher! Allerdings ist da noch ein kleiner Hoffnungsschimmer. Den schlimmer kann es eigentlich gar nicht mehr werden…

Tja tut mir Leid,  in meiner Sammlung lässt sich sonst kein Schrott finden! Aber ich muss schon festhalten dass bei der unendlichen Fülle an Veröffentlichungen eine Menge Ramsch und unanhörbares Katzengejammer ans Tageslicht kommt. Wenn mir so ein Teil doch mal in die Finger gerät, fackel ich nicht lang und es wird umweltgerecht entsorgt! Solch überflüssiges Material wird es auch in Zukunft immer wieder geben und ich werde mich hüten diesen Mist zu unterstützen! In diesem Sinne: Mein Geld ist mir wertvoll und wird daher nur in erstklassige Ware investiert! Ich habe fertig…



Susanna

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

THERAPY – “TROUBLEGUM” (1994)
“do!” diese CD ist ja von 1994! Nein! Dann kann ich ja Samael, Amorphis, Iron Maiden, Metallica und all das alte, verdammt gute Zeugs gar nicht auflisten!!!?  Oje...

VINTERSORG – „ÖDEMARKENS SON“ (1999)
Ist einfach wunderschöner schwedischer Folk-Metal.

HIM – „RAZORBLADE ROMANCE“ (2000)
Wie hätte ich ohne diesen rattenscharfen Typen mit der melancholischen Musik meinen 1. Liebeskummer durchstehen können??

BÖHSE ONKELZ – „GESTERN WAR HEUTE NOCH MORGEN” (2001)
Na, weil’s ne Box ist mit einer Ansammlung der besten Onkelz Lieder auf 3 CD’s! Die Lieder sind neu aufgenommen und einfach genial! Die neue Version von „Ich bin in dir“ hat’s ganz schön in sich.

RAMMSTEIN – „MUTTER“ (2001)
„Ich Will“!

SENTENCED – „THE COLD WHITE LIGHT“ (2002)
Was soll ich dazu sagen? Ne männliche Stimme, harte Gitarrenriffs und träumerische Refrains – man muss diesen Sound einfach mögen..

DEINE LAKAIEN – „WHITE LIES“ (2002)
Na gut, ich geb’s ja zu: Ich stehe auch auf Gothic. Aber wen lassen die Lieder „Wunderbar“ und „Where You Are“ schon kalt? Mich auf jeden Fall nicht.

TURISAS – „BATTLE METAL“ (2004)
Dieser Sound fasziniert mit seiner Individualität. Besser als Korpiklaani.

SATYRICON – „DIABOLICAL“ (2006)
Geil! Und laut! Und geil und laut........

EPICA – „DIVINE CONSPIRACY – JEWELCASE” (2007)
Das war Liebe auf den 1. Blick – oder besser auf den 1. Ton! Ich hörte diese CD rauf und runter. Ihre Musik berührt mich - ebenso sehr wie die von Nightwish, Within Temptation, After Forever etc. etc.



Melanie

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

3 DOORS DOWN - A BETTER LIVE (2000)
Mit dem Debüt-Album haben sich 3 doors down einen dauerhaften Platz in meinem Rock-Herzen erobert! „Krytonight“, „ a better life“, „so I need you“… ach, die ganze Scheibe ist der Hammer! Melodiöser, dennoch kraftvoller, mitunter aggressiver, ehrlicher Rock, tiefgreifende, ab und an sozialkritische Texte mit packenden Gitarrenriffs machen 3 doors down so einzigartig! Für mich jedenfalls! A better live ist meine absolute Liebling-Cd der letzten Jahre. Wenn Traurigkeit und Wut sich bei mir abwechseln, oder eins der beiden Gefühle die Oberhand gewinnt, kram ich sie immer wieder hervor. Diese CD kann mich am besten trösten! Sie wird also nie aus der Mode kommen und immer wieder gehört werden!

GUNS`N ROSES - LIVE ERA `86-`93 (1999)
Die Gunners, die Helden meiner Jugend! Hatten das Potential zu echten Idolen, leider haben sie die Chance vertan! (Anm.Ralph: Die sind noch keine Idole???) Diese Cd lässt die guten, alten Zeiten noch mal so richtig aufleben, mit allen Hits und Krachern, die ja mittlerweile zu Klassikern geworden sind, wie z. B. „Sweet child ó mine“, „Paradies city“, „welcome to the jungle“, „Patience“, Knocking on heaven´s door“, … usw. wir kennen sie alle, und das auch noch live! Sicher kommt das echte, richtige, wirkliche live- Erlebnis von einer Cd nie so ganz rüber, aber doch schöner als eine einfache „best of“ oder „greatest hits“. Erinnerungen werden wach, man schwelgt in alten Zeiten, als wir alle noch jung und dumm waren (bitte jetzt kein dummer Kommentar Ralph, ne!) (Anm.Ralph: Wer... ich? nö!)
… wo ist die Zeit nur geblieben?

BON JOVI - ONE WILD NIGHT (2001)
Bon Jovi begleiten mich seit über 20 Jahren musikalisch. Mein erstes Rockkonzert waren Bon Jovi im Jahre 1989 in der Münchner Olympiahalle. Der Hard Rock und Metal hatte seine Hochzeit und ich war dabei! Gut, Bon Jovi gehören schon immer zu den Posern und eigentlich softeren, waren schon immer ne Frauenband und ich bin ne Frau und steh dazu! Man liebt oder hasst sie! Ja, sie sind kommerziell, sie haben keine Message, außer Spaß haben und das große Thema Liebe. Na und? Mitunter sind sie schmalzig und etwas seicht, aber die früheren Songs sind einfach Klassiker und kommen live auch heute noch gut. Man kann sagen was man will Jon Bon Jovi hats aber auch auf der Bühne immer noch drauf! One wild night sind Live- Mitschnitte aus verschiedenen Jahren, verschiedenen Konzerten, verschiedenen Touren der größten ihrer Krache und ich bin soooo froh, dass „bed of roses“ NICHT mit drauf ist!!!

ROBBIE WILLIAMS - GREATEST HITS (2004)
Auf dieser CD sind alle mehr oder weniger großen Hits von Robbie drauf, die ihn zum Solo- Star gemacht haben. Leider probiert er ja mittlerweile zu viel rum und vieles floppt. Dennoch ist er der größte Entertainer, den wir zur Zeit haben. Robbie ist zwar jetzt kein wirklicher Rocker, seine Songs sind zum Teil schon rockig und die Songs wurden ihm auf den Leib geschrieben. „Angels“ für mich DIE Ballade schlechthin! „Let me entertain you“ großer Party-Knaller… Ich hör sie immer wieder gerne, denk an die Live- Konzerte dabei und wünsch ihn mir so zurück! (auch wenn es kein richtiger ROCK ist!)

HINDER - EXTREME BEHAVOIR (2007)
Mit dieser CD verbinde ich die Zeit im Flieger in die USA. Ich hab mir immer ausgerechnet wie oft ich sie anhören muss, bis ich in Charlotte lande :-)
HINDER mit dem Lied „Lips of an Angel“ (oh Mann, sieht fast so aus als ob ich hier zum Schnulzen- König mutiere!) bringen mich immer wieder zum träumen. Ich denk dabei an die Zeit wo wir die Interstate und die Highways rauf und runter gedüst sind, das Radio, oder den Cd- Player laut aufgedreht und einfach alles genossen haben!

BILLY IDOL  - DEVIL`S PLAYGROUND (2001)
Totgesagte leben länger! Die 80er waren seine Zeit! Danach hörte man wenig von ihm, ab und an mal ein alter Song im Radio, aber auf Neues wartete man vergebens bis … ja bis DEVIL`S PLAYGROUND raus kam! Billy selber sagte dazu, er klinge eben wie Billy Idol, weil er Billy Idol ist! Ja, was bleibt da mehr zu sagen? Was drauf steht ist auch drin, oder besser gesagt drauf auf der CD. Billy wie er leibt und lebt mit neuem Material! Der gute, man verzeihe es mir, alte Rebell hat's immer noch drauf! Eine schöne CD, die man sich immer wieder anhören kann! Für mich eine der unerwartetesten Cd der letzten Jahre. Einfach schön! (An dieser Stelle möchte ich auch auf meine besten Konzerte, der letzten 10 Jahre verweisen!)

ALTER BRIDGE - BLACKBIRD (2007)
Ich hab Alter Bridge als Support von 3 doors down kennen gelernt. Die Vorgängerband Creed war nicht so meins. Christlich angehauchter, etwas depressiver Rock… hm… ja, ein zwei schöne Songs, aber mehr schon nicht auch!
Ich liebe diese CD! Diese großen, bombastischen Rocksongs! Diese wunderschönen, tief greifenden Texte! Diese schönen Melodien, diese wunderbare Stimme in Verbindung  mit der Musik… ich gerate ins Schwärmen. Die Songs erzählen viel von Hoffnung und Neuanfang, also eine positive CD! Zu meinen Favoriten zählen „watch over you“, oh je, schon wieder eine Schnulze, aber sooooo schön(!), „when tomorrow comes“, ach im Grunde könnte ich die ganze CD aufzählen.

STONESOUR - COME WHATEVER MAY (2007)
Eine für meinen Geschmack etwas härtere, aggressivere CD. Ich neige ja dazu CDs zu kaufen, weil mir ein Lied gefällt. In diesem Fall war es „through the glass“. Ich hab mir die CD in den USA gekauft, als mein Mann drüben war. In dem Fall ist es auch eine CD, die mich an diese Zeit erinnert. Ich mag die ganz aggressiven Songs auch sehr gerne, gut zum auspowern und um Wut abzulassen oder einfach nur um zu vergessen.
Ich mag diese kraftvolle, aggressive Musik, die aber immer noch Melodie hat. Bis zu dem Zeitpunkt hab ich von Stone Sour noch nicht viel gehört gehabt, und dann muss ich feststellen, dass alle Freunde meines Sohnes die Band kennen!

BACKYARD BABIES - STOCKHOLM SYNDROM (2004)
Jaaaa, ich bin der größte Fan von den Babies, bin aber erst sehr spät auf sie gestoßen. Ich glaub es war „minus celsius“, das immer auf VIVA lief, sonntags abends, Rocktime. Tja, dann hab ich mir alles von den Backyard Babies besorgt, was es bis dahin zu besorgen gab. Aber die „Stockholm Syndrom“ war einfach die CD, die ich als erstes gehört, die ich oft gehört habe, die mir auf Anhieb soooooo gut gefallen hat, wo ich mich in sie … öhm, verliebt habe. Guter Schwedenrock, ohne viel Geschnörkel, keine Schnulzen, immer wieder schön anzuhören. Verbreitet gute Laune!

KID ROCK - ROCK`N ROLL JESUS (2007)
Mit Kid Rock verbindet man immer sofort Pamela Andersson. Ich selber kannte bis zu dem Zeitpunkt nur „American bad ass“ und „Pictures“ von ihm. Mit „Rock´n roll Jesus“ allerdings hat er mich vollkommen überrascht und überzeugt. Eine abwechslungsreiche rockige, wenn auch manchmal ins Country und Western-Genre abdriftende CD. Man kann Kid Rock nicht wirklich in eine Schublade stecken, weil wie gesagt, es sind Rocksongs, mehr Countrysongs, dann wieder New- Rock-Songs, ein paar Balladen und das geniale „all summer long“! Eine der wenigen CDs auf der ich mir alle Songs anhöre und nicht weiterzappe!
Kid Rock ist ein doch ernstzunehmender Künstler, oder sagen wir so, er hat mehr drauf als sich vollbusige Barbie-Püppchen anzulachen!

...und die Gurken

BON JOVI - THIS LEFT FEELS RIGHT (2003)
Ok, ok, ich oute mich als langjähriger BON JOVI- Fan, aber deswegen muss ich noch lange nicht alles gut finden, was sie machen. Es war die Zeit, in der fast jeder experimentierte. Robbie Williams brachte sein Swing-Album raus und viele andere Künstler dachten sie müssten nachziehen. Ich für meinen Teil kann mit dem Großteil der verhunzten Klassiker so gut wie nix anfangen. Das einzige was mir einigermaßen gefällt ist „YOU GIVE LOVE A BAD NAME“. Als Fan hab ich mir die Cd aber trotzdem gekauft…(Anm.Ralph: Also ich find die schön...)

BLUE OCTOBER - FOILED (2006)
Ja, ich neige dazu mir CDs zu kaufen wenn ich nur einen Song gut finde. Ich denk mir dann immer, der Rest kann ja dann nicht soooo übel sein. Falsch gedacht bei dieser CD. Hört man sich die an… puh… kann man unter Umständen alles in seinem Leben als schlecht ansehen und sich Selbstmordgedanken hingeben. Naja, vielleicht nicht so krass, aber so ne wirklich gute Stimmung macht die CD nicht. Alles so schwermütig und sooo schrecklich traurig und mies drauf. Ne, danke, wenn ich in so einer Stimmung bin, lieber aggressive Musik oder triefende Schnulzen (ich tendiere zu ersterem).

Naja, den Rest halt ich mal ganz allgemein! Casting-Show- Cds… schnell produziert, schnell in den Charts und schnell wieder vergessen! Mit Hip Hop und R´n´B kann ich auch wenig anfangen, ist für mich zu seicht, keine wirkliche Aussage dabei! Keine Leidenschaft dabei! Also nix für mich!



Patrick

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

AIRBOURNE – „RUNNIN´ WILD“ (2007)
Airbourne hab ich letztes Jahr per Zufall mal im Myspace entdeckt und war von den Songs so begeistert das ich mir die Scheibe gleich in Australien bestellt habe da sie bei uns erst dieses Jahr rauskam. Und ich muss echt sagen das die Songs der Hammer sind! Ich hab wirklich keinen schlechten gefunden. Und ich denke mal AC/DC hätte wahre Freude wenn die Scheibe von aus ihren Federn stammen würde. Runnin´ Wild ist mein Top-Highlight der letzten 10 Jahre und auch LIVE geben sie Vollgas wie ich kürzlich in Frauenfeld feststellen durfte.

RHINO BUCKET – „AND THEN IT GOT UGLY” (2006)
Rhino Bucket hab ich das erste mal auf meinem Lieblings-Internet-Radio Stickman gehört und war gleich angetan von ihnen und so hab ich mir dieses Album zugelegt. Es ist Ihre Comeback-Scheibe. Die Stimme von Sänger Georg Dolivo erinnert stark an Bon Scott und somit ist auch klar, das die Band den typischen AC/DC-Sound spielt. Die CD hat eigentlich nur Kracher drauf wie z.B. den Opener „Welcome To Hell“. An den Gitarren ist übrigens Brian Forsythe (ex- KIX).

SHAKRA - „MOVING FORCE“ (1999)
Moving Force war die erste CD von Shakra die ich mir gekauft habe und war sofort fasziniert von der Band. Hat echt ein paar geile Songs drauf, wie mein immer noch persönlicher Lieblingstrack der Band - und zwar ist es die Ballade „And Life Begins“. Leider spielen sie ihn nicht mehr. Aber auch „Stranger“, Nothing To Lose“ und „Wonder“ sind absolute Hammer-Stücke.

BONFIRE - „29 GOLDEN BULLETS“ (2001)
Über Bonfire braucht man ja nicht viele Worte zu verlieren. Kennt doch jeder die deutsche Hardrock-Formation. Und diese CD ist eine Doppel-Best-Of die es auch noch als DVD gibt.

TUFF - „THE HISTORY OF TUFF“ (2001)
Tuff ist auch eine meiner Favorite-Bands. Leider ist nur noch Sänger Stevie Rachelle übrig geblieben. Die CD ist wie der Name schon verrät eine Best-Of-CD. Es hat wirklich fast alle meine Top-Hits drauf nur „I Hate Kissing You Good-Bye“ und „The All New Generation“ fehlen leider.

SHAKRA - „POWER RIDE“ (2001)
Hab zum ersten Mal Shakra auf der Power Ride Tour LIVE gesehen. Die Songs haben zu den Vorgänger-Alben noch mehr an Power bekommen. Und auch die hervorragende Stimme von Pete Wiedmer ist auf dem Album das letzte Mal zu hören.. Ist übringens auch das erste Mal das Shakra ein Intro benutzt hat.

HAMMERFALL - „RENEGADE“ (2000)
Für mich das mit Abstand stärkste Album der Schweden. Hat Kracher wie die Ballade „Always Will Be“ oder den Midtempo-Rocker „Templars Of Steel“ sowie den Titeltrack „Renegade“ drauf.

GREAT WHITE - „BACK TO THE RHYTHM“ (2007)
Hervorragende Comeback-Scheibe von Great White. Sie haben es wie keine anderen Band im Griff Blues, Rock´N´Roll und Südstaaten-Rock perfekt zu mischen.

WHITESNAKE - „GOOD TO BE BAD“ (2008)
Ein wirlich starkes Lebenszeichen der weissen Schlange, nachdem sie über 10 Jahre nichts mehr auf einen Silberling gebrannt haben.

FUNNY MONEY - „STICK IT“ (2007)
Funny Money hab ich wie schon Rhino Bucket auf Stickman-Radio entdeckt. Bei der Band sind die früheren KIX-Mitglieder Steve Whiteman (Sänger) und Jimmy Chalfant (Drummer). Auch der Sound geht in diese Richtung.

...und die Gurken

LANA LANE – „RED PLANET BOULEVARD“ (2007)
Wie ich damals schon in meiner Review geschrieben habe, ist das Album irgendwie langweilig und mag auch nach mehrmaligem anhören diesen Eindruck nicht ändern.

TARJA - „MY WINTER STORM“ (2007)
Ihre prägnante Opernstimme hat sie natürlich behalten aber irgendwie fehlt etwas auf der CD. Die Songs mögen bis auf wenige überhaupt nicht überzeugen. Frau Turunen wird es sehr schwer haben, Solo den Erfolg zu haben, wie sie ihn mit Nightwish hatte.

LIQUIDO - „ZOOMCRAFT“ (2008)
Mir hat Liquido mal recht gut gefallen und ich hab sie auch schon 2 mal LIVE gesehen da haben sie recht abgerockt. Aber auf der neuen Scheibe enttäuschen sie recht. Der neue Sound kann man nicht mehr als Indie-Rock sondern als Elektro-Pop bezeichnen. (Anm.Ralph: Wie recht Du doch hast...)  



Denise

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

METALLICA - S&M (2000)
Für mich DAS Album schlechthin! Die Fusion zwischen Metal-Band und Symphonie-Orchester: Metallica und die San Francisco Symphony trafen sich unter der dirigierenden Hand von Michael Kamen, um etwas zu wagen was vorher noch keiner gemacht hat. Metal und klassisch, geht das überhaupt? War mein erster Gedanke. Jep und wie das geht! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer nun denkt, dass da lediglich ein paar Balladen gespielt werden hat weit gefehlt. Zwei Stunden Musik vom feinsten! Ob „Master of Puppets“, „Enter Sandman“ oder, oder, oder, jeder Song erscheint einem durch die zusätzlichen 108 Instrumenten noch mächtiger und intensiver als sonst schon. Ergänzt wird das Ganze durch zwei bis zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlichte Stücke: "No Leaf Clover" und "Human" Auch wenn ich mittlerweile schon etliche Diskussionen über mich ergehen lassen musste, ich lasse mich nicht davon abbringen und bleibe dabei: Metallica und Symphonie-Orchesterà DAS PASST!!!

SHAKRA – INFECTED (2007)
Tja, was soll ich dazu sagen… Da Shakra eh meine Lieblingsband ist, finde ich eigentlich jedes Album von ihnen gut. Mit Infected haben sie jedoch das beste Album seit Gründung herausgebracht. (Da zu dieser CD schon drei Reviews vorhanden sind, fasse ich mich kurz) Mit„Make Your Day“ „Inferno“ und „The One“ (meinem Shakra Nr.1 Song) geht es los und man merkt, dass der härtere Rock (im Vergleich zum letzen Album) wieder zurückgekehrt ist. Auch der Rest der CD ist so gut wie der Anfang und spätestens mit diesem Werk sollte eigentlich jeder (auf jeden Fall schweizer) Hardrock-Liebhaber von Shakra infiziert worden sein.

TESTAMENT – THE FORMATION OF DAMNATION (2008)
Nach der Krebserkrankung von Sänger Chuck Billy wurde es ruhig um Testament. Doch nun ist Billy seit längerem wieder gesund und die Thrash-Veteranen haben endlich wieder ein neues Studio-Album auf den Markt gebracht. Ok das mag nun nicht jeden so freuen wie mich, aber dieses Album ist Top und zeigt mir, dass sich das Warten mehr als nur gelohnt hat. „The Formation Of Damnation“ ist knallhart und Testament zeigen auch mit dieser CD dass sie zu recht zu den grössten und wegweisendsten Bands der Thrash-Szene gehören! Man befindet sich ratz fatz wieder in der guten alten Zeit als man noch jung und frisch war ;o) Testament bieten auf diesem Album 11Hammersongs wie man es sich von ihnen gewohnt ist. Kein neuer Schnörkel dazu, sondern Thrash der alten Schule. In meinen Augen ein Album das fast jedes Thrash-Album, welches während der Abwesenheit von Testament erschienen ist, in den Schatten stellt. Testament, herzlich willkommen zurück!!!

PANTERA – BEST OF PANTERA (2003)
Da ich „Vulgar Display Of Power“ hier als meine Top 10 nicht erwähnen darf weil schon zu alt (und ich habe es nun trotzdem gemacht ;o)) nehme ich diese „Best Of“. Falls es wirklich Jemanden geben sollte, der Pantera nicht kennt,(HALLO?! Pantera sind mittlerweile Legende!) mit diesem Album bekommt er/sie eine gute Zusammenfassung ihrer Werke. Obwohl meiner Meinung nach einige sehr gute Songs aus dem oben erwähnten Album, (welches ich nicht erwähnen soll und schon wieder mache) fehlen, bietet diese „Best Of“ eine gewaltige Ladung Metal bei der auch die Balladen nicht vergessen wurden. Nach einem starken Anfang wird es mit „This Love“ und „I’mBroken“ für kurze Zeit etwas ruhiger, damit anschliessend mit „5 Minutes Alone“ wieder weiter „gebangt“ werden kann. Auch das schnelle „F****** Hostile“ (geil) sollte natürlich noch erwähnt werden *g*. Mit diesem Album ist man (für den Anfang) gut versorgt.

LINKIN PARK – HYBRID THEORIE (2000)
Das Debut-Album von Linkin Park faszinierte mich von Anfang an. Damals kannte die fünf Jungs aus Kalifornien „keine Sau“, was sich ja mittlerweile geändert hat. Dieses Album hat ihnen den verdienen Erfolg gebracht. Kraftvolle Songs mit Power und eine wunderbare Mischung aus schöner Melodie und harten Riffs. Mit „Papercut“ beginnt das Album und zeigt schon mal was uns mit dieser (damals noch neuen Band) erwartet und noch erwarten wird. „One Step Closer“ (ich liebe diesen Text) ist seit da mein Song wenn ich mal wirklich ganz mies gelaunt bin. „In The End“ ist ein wunderbarer Song bei dem es sich herrlich mitsingen lässt. Bei diesem Album gefällt mir auch, dass es von Anfang bis zum Schluss den Level beibehält. Ein Level, welches Papa Roach und Co. trotz vielen Versuchen nie erreicht haben.

RAMMSTEIN – MUTTER (2001)
Das dritte und beste Rammstein Album. Laut und irgendwie tiefgründig kommt es daher, reisst einem mit und der Kopf fängt unweigerlich an zu wippen. Egal ob „Mein Herz Brennt“, „Links 2 3 4 „ oder „Ich Will“ die Lieder werden auch nach mehrmaligem hören nicht langweilig, im Gegenteil, es singt sich so schön mit ;o) Bei „Feuer Frei“ (bekannt aus dem Kinofilm Triple X mit Vin Diesel) sollte eigentlich keiner mehr ruhig sitzen bleiben können. “Rein Raus“ finde ich nicht so toll, aber ein Lied, welches etwas hinterher hinkt, das kann ich durchaus akzeptieren. Was mich immer wieder erstaunt ist, wie gut Rammstein bei Menschen ankommen, die gar kein Deutsch verstehen. Dieses Album hat Ohrwurmpotential und egal, ob man der deutschen Sprache mächtig ist oder nicht: Rammstein rockt!

ATREYU – THE BEST OF ATREYU (2007)
Wenn dieses Album bei mir läuft kommt meist dieselbe Frage; wer ist das? Ok, Atreyu (aus Kalifornien) sind bei uns nicht so bekannt, am ehesten noch bei Filmfans durch ihre Soundtrackbeigabe in „Mr.& Mrs. Smith“ und „Underworld: Evolution“. Doch genau diese beiden Titel fehlen auf diesem Album. Man fragt sich vielleicht, ob ein „Best Of“-Album schon nach drei Alben Sinn macht. Nein, macht es eigentlich nicht, zudem ist das Cover potthässlich und eher was für den Kindergarten als für das Cover einer Metal-CD, aber die Zusammenstellung entspricht ziemlich der meiner Favoritenliste auf meinem Ipod und deshalb von mir empfehlenswert. Atreyu ist zwar in meinen Augen eine klassische „Kommerz-Band“, aber irgendwie haben die was ;o) Der Wechsel zwischen harten Shouts und den klaren Gesangslinien sorgt für Abwechslung und macht Lust auf mehr. „Bleeding Mascara“ und „Right Side Of The Bed“ sind meine beiden Favoriten, wobei auch die meisten der anderen 15 Songs bestens mithalten können.

SEPULTURA – ROOTS (2005)
Die Wiederveröffentlichung eines 1996 entstandenen Klassikers. Da ich regelmässig in Brasilien bin, ich liebe das Land und die Leute, kam ich damals an Sepultura nicht vorbei. Mit Sepultura hatte ich meine erste Thrash-Metal „Konfrontation“ und es hat bis heute angehalten. Dieses Album ist für mich das Album, welches mich geprägt hat und wegweisend in meiner zukünftigen Musikrichtung war. Auch wenn ich anfangs etwas verwirrt war, was denn die Ureinwohner auf einer Thrash-CD zu tun haben und Roots nicht das beste Sepultura-Album ist, es gehört auf jeden Fall zu meinen Top 10, denn ohne dieses Album würde ich im schlimmsten Fall immer noch Bon Jovi hören ;o)

DISTURBED – THE SICKNESS (2000)
Tja…hui…Dieses Debut-Album war meine Entdeckung zum Jahrhundertwechsel. Ich gebe zu, dass meine Liebe zu diesem Album auch mit etlichen lustigen und unvergessenen Promilleabenden zu tun hat (genug Alkohol und „Down With The Sickness“, da blieb bei mir kein Wunsch offen) aber es würde ziemlich sicher auch so zu meine Favoriten gehören. Ein guter Tipp für alle, die gerne Metal hören.

KISSIN’ DYNAMITE - STEEL OF SWABIA (2008)
Meine Entdeckung von diesem Jahr. Ich trau mich zwar fast nicht es zu erwähnen, aber die fünf Jungs aus Süddeutschland sind noch keine 18 Jahre alt und ich finde sie geil! Als ich Kissin’ Dynamite das erste Mal sah, musste ich schmunzeln und wurde irgendwie an Tokio Hotel erinnert. Nach 10 Sekunden hat sich mein schmunzeln jedoch in staunen verwandelt, denn die Jungs haben es wirklich drauf! „Steel Of Swabia“ ist ein Hammersong aber auch die anderen 11 Lieder auf diesem Debut-Album können sehr gut mithalten. Hannes, der Sänger der Band, hat jetzt schon eine Stimme die einem gefällt und die Musiker (Drummer Andi, Bassist Steffen und die Gitarristen Ande und Jim) beherrschen ihre Instrumente als ob sie schon „alte Hasen“ wären. Geboten wird einem Rock wie man es sich definitiv von einer sooooo jungen Band nicht vorgestellt hat! Auch die Ballade „Against The World“ gefällt mir sehr gut. Ihre Vorbilder sind u.a. AC/DC, Iron Maiden und Guns N’Roses. Kissin’ Dynamite gehören auch meiner Meinung nach zu den talentiertesten und spannendsten Newcomern des Jahres und ich hoffe noch viel von ihnen zu hören.

...und die Gurken

SÄMTLICHE “DSDS”-CDs
Brauchen wir wirklich (jedes Jahr) eine CD auf der sich Dieter Bohlens Küken verewigen können? Nööööööö ;o) Ich gebe zu, Tobias Regner (DSDS-Sieger 2006) und seine Metallica-Tribute-Band SACARIUM finde ich toll, und gönne ihm seinen „Erfolg“, dass ich aber jedes Jahr mit gecoverten Songs von irgendwelchen „Möchtegern Superstars“ genervt werde muss nun wirklich nicht sein. Am schlimmsten bei diesen CDs finde ich, dass auf jeder ein von Herrn Bohlen komponierten „Supersong“ (uuuaahhhhhh…) zu finden ist, für den natürlich auch noch 100 mal täglich im Tv Werbung gemacht wird.

SCISSOR SISTERS – SCISSOR SISTERS (2004)
DAS ist ein Album, bei dem verlasse ich, wenn irgendwie möglich, den Raum sobald ich nur die ersten Töne eines Liedes höre. Meiner Meinung nach war Freddy Mercury der einzige Mann, der hoch singen durfte. Das Gequietsche von diesen (schwulen?) Deppen löst bei mir beinahe den Brechreiz aus. Nur schon das Cover reizt mich mal kurz mein Feuerzeug zu zücken. James Blunt und Mikka gehören auch in diese Kategorie: SCHLIMMER GEHT’S NIMMER! (Anm.Ralph: Also ich mag die - und Mikka und James Blunt auch... pfffffffft)

DJ BOBO – GREATEST HITS (2006)
Jaja der Bobo... eigentlich sollte ich ihm den Erfolg (patriotischerweise) ja gönnen, denn ein Musiker in der Schweiz zu sein ist nicht einfach und schon gar nicht wenn es darum geht internationalen Erfolg zu haben. ABER ICH TU ES NICHT! Mich nervt er einfach. Ich konnte schon anno dazumal mit seinem „Somebody Dance With Me“ nichts anfangen und daran hat sich in 16 Jahren aber rein gar nix geändert. Spätestens seit seinem Eurovision Contest Versuch wissen wir nun auch noch dass er nicht nur Schrottmusik macht, sondern dass er auch nicht singen kann. Ich finde es wirklich Schade, (genauer genommen nervt es mich) dass ausgerechnet er so einen grossen Erfolg hat. Wir haben so viele gute Bands in der Schweiz welche „keine Sau“ kennt und diese stehen bei Bobo vom Ruhm und vom Verdienst her unverdient in seinem Schatten. „Dj Bobo, Greatest Hits“ ok er hatte viele „Hits“ (von welchen Musikbanausen das auch immer bestimmt wurde, ich mache es mir einfach und mache die Teenies weltweit mit ihren Müttern dafür verantwortlich) great war in meinen Augen keiner…

(DJ Bobo: Trotz Vampirzähnchen für unsere Denise eine Gurke...)



Lupus

Die musikalischen Higlights 1998 - 2008

METALLICA – DEATH MAGNETIC (2008)
Naja, ist zwar noch nicht draussen, ist mir aber egal (Anm.Red. Der Text wurde im August verfasst). Viel wurde ja schon gemunkelt über das neue Metallica-Werk. Wird es ein zweites St. Anger oder erfinden sich die alten Recken nochmal neu? Ich hab schon vor einem oder zwei Jahren “Versionen” von neuen Songs im Internet gehört, die Metallica damals schon auf Konzerten gespielt haben und die dann auch mitgeschnitten und ins Internet gestellt wurden. Als ich die Songs hörte, war ich enttäuscht. Es klang wirklich nach St. Anger Vol. 2. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Und zwar, als ich vor kurzem den neuen, definitiven Song “Cyanide” hörte. Da wusste ich: Mit Metallica darf gerechnet werden. Es gibt bereits weitere Songs im Internet zu hören, zwar nicht in voller Länge, dennoch überzeugend. Und da Metallica sowieso immer einen Ehrenplatz haben werden, ist die neue Scheibe für mich das absolute Highlight dieses Jahr vor Testament und Exodus!

TESTAMENT – THE FORMATION OF DAMNATION (2008)
Mann hat mich das neue Album umgehauen. Kein einziger schwacher Song, nur absolute Perlen. Hätte ich nie gedacht, dass Testament nochmal so was heftiges hinbringen. Als ich die Scheibe testhören durfte war ich absolut begeistert. War damals auch eine schwierige Zeit grade und dieses Album hat mich wieder hochgerissen. Jaja, Musik kann recht viel bewirken.

SLASH’S SNAKEPIT – AIN’T LIFE GRAND (2000)
Eines meiner Top-HardRock-Alben. Ich hab etwa ein Jahr lang fast nichts anderes gehört als dieses Album. Zu erwähnen, dass Slash einiges zu der Klasse der Scheibe beigetragen hat, ist überflüssig. Der Kerl rockt einfach wie Sau. Geiler Sänger, tolle Melodien und natürlich Wahnsinnssolos vom Altmeister. Wer Guns ‘N’ Roses-Fan ist, muss sich die CD mal anhören.

QUEENS OF THE STONE AGE – NO ONE KNOWS (2002)
Als alter Kyuss-Fan ist diese Band für mich ein Muss. Hat zwar nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Stoner-Rock zu tun, ist aber etwas vom aufregendsten, was die Musikwelt momentan zu bieten hat. Solche teilweise schräge Songs hört man sonst nirgends, viele von ihnen bereits jetzt moderne Klassiker meiner Meinung nach. Schon mit ihren frühen Alben, Rated R oder Queens Of The Stone Age bliesen sie allen den Marsch und werden immer besser und experimenteller. No One Knows hat mich lange begleitet und mich wahnsinnig gefesselt. Heute habe ich sehr viele schöne Erinnerunge an diese Zeit, als dieses Album brandaktuell war. Viele meinten schon, sie seien die Retter des Rock.. Fand ich persönlich ein bisschen übertrieben. Aber teuflisch geiler Sound ist das allemal.

SLAYER – CHRIST ILLUSION
Mensch, Slayer machen seit 25 Jahren den fiesesten Metal dens gibt und werden einfach nicht ruhiger. Nee, ich hab das Gefühl, die werden immer noch gemeiner. Da hab ich mich schon oft gefragt, was denn das für Typen sind, die da so was raushaun. Sind sie vielleicht doch Dirty Dancing Fans oder eher beinharte Satanisten? Naja, ist mir ja wurscht, solange solche Todesriffs dabei rauskommen.. Kerry King meinte, mit Christ Illusion wollten sie das neue Metallica-Album killen.. Wehe euch.. Najaaa, geht ja eh nich, Metallica ist halt eben mal Metallica.

JERRY CANTRELL – DEGRADATION TRIP (2002)
Apocalypto-Sound pur. Mich würds ja mal wundern, wie die Texte auf dem Album so sind, aber ich bin zu faul um sie zu übersetzen. Geschweige denn, sie zu lesen. Das Album ist so schon düster genug. Aber mit wunderschönen, manchmal recht harten Songs versehen. Gefällt mir wahnsinnig gut. An einer Schulaufführung hab ich mal den Song “Hellbound” (was glaub ich so viel heisst wie Höllwärts oder so.. =0S) Da gabs einige geschockte Gesichter. Hehe..

EXODUS – SHOVEL HEADED KILL MACHINE (2005)
Mensch hab ich gekuckt, als ich mir dieses Album angehört habe. Das war damals etwas vom heftigsten was ich seit langem gehört hatte. Und zwar jeder Song heftiger als der andere. Eigentlich waren einige nicht mal irgendwie schnell sondern einfach nur brutal. Ich liebe solche Musik. Mit Tempo Of The Damned, dem Vorgängeralbum haben Exodus ja schon so etwa durchblicken lassen, in welche Richtung es gehen wird. Und ich habe sehr viel weniger erwartet, als das, was auf diesem Album so losgelassen wird. Schade ist halt nur, dass praktisch die ganze Band ausser Saitenhexer Gary Holt ausgewechselt wurde. Naja, dafür hat man sich Leute wie Lee Altus und Paul Bostaph ins Boot geholt, die ja alles andere als unbeschriebene Blätter sind.. Und wenn man sich mal die Songs anhört, ist das einem eh egal. Das Album ist einfach teuflisch.

EXODUS – THE ATROCITY EXHIBITION (EXHIBIT A) (2007)
Also wenn jemand das neue Metallica – Album killen SOLLTE (!!!!), dann wohl schon eher Exodus als Slayer. Also dieses Album macht süchtig. Es passt einfach alles, wie der Arsch auf den Eimer, Thrash vom feinsten, einfach nur geil. Ich habe auch nix anderes mehr von Exodus erwartet als einen gewaltigen Arschtritt. Da halte ich gerne hin. Ich hab mich fast spitalreif gebangt, als ich mit dem Kopf an den Türrahmen geknallt bin.

OPM – MENACE TO SOBRIETY (2001)
Kennt die noch jemand? Die hatten mal nen richtigen Hit mit “Heaven Is A Halfpipe”. Das hab ich ziemlich toll gefunden. Dann hab ich mal in die CD reingehört und siehe da, es hat mich voll erwischt. Ich kann nur sagen, ich hatte bis dahin noch keine einzige CD, bei der mir wirklich jeeeeeder einzelne Song bis zur letzten Note so gut gefallen hat. Da hats alles drin, mal Punk, mal Reggae (kann ich heute nicht mehr hören), mal Rap (das konnte ich noch nie hören).. und es stört keinen Zentimeter, weils einfach wahnsinnig gut passt. Fertig. Ich hab dieses Album geliebt, hatte es immer und überall dabei, habs immer gehört. Und ich liebe es heute noch.

BLACK LABES SOCIETY – HANGOVER MUSIC VOL I (2004)
Ich hab mir das Album mal gekauft, um zu sehen, was es denn mit Black Labes Society auf sich hat. Zakk Wylde kannte ich schon und ich war hell begeistert von seinem Gitarrenspiel. Was soll ich sagen, es war ein absoluter Glückskauf. Ich höre es tatsächlich moistens, wenn ich am Wochenend morgens, noch halb besoffen, aufstehe..

...und die Gurken

METALLICA – LOAD/RELOAD (1996)
Tja, so lei des mir tut.. Ich muss es einfach sagen.. diese zwei Alben sind die zwei grössten Enttäuschungen, die ich bis dato von einer Band hinnehmen musste.. Wie wenn man vom Weihnachtsmann statt nem schönen Geschenk, seis Schokolade oder ne Katze, einfach mal eins auf die Schnauze kriegt. Was soll denn dat bitte? Das ist ja nicht mal Hardrock, das ist Sonstwasrock. Und vor allem schon gar kein Metallica! *schmoll*

MEGADETH – RISK (1999)
Jaja.. Auch Megadeth habens da recht bei mir verkackt. Muss denn das sein? Ich verstehs nicht. Ich muss ja sagen, das Album taugt mehr als Load/Reload zusammen, ist recht ambitioniert und musikalisch sehr gut, aber ich will verdammt noch mal Megadeth, nicht Bon Jovi. Naja, wems gefällt..

DAVID HASSELHOFF – THE NIGHT BEFORE CHRISTMAS (2006)
Hehe, das gibts ja nicht. Macht er tatsächlich noch ein neues Album. Naja, freut mich für ihn, dass er wieder mal nen nüchternen Moment erwischt und was anständiges machen konnte. Eine Single hat er sogar rausgebracht, die da so originell heisst: “Jump In My Car”. So gern ich ihn ja hab, den David, aber Musik machen sollte er nicht mehr..

 

 

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